Diskussion:Die ungewöhnlichen Abenteuer des Julio Jurenito

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[Bearbeiten] Die ungewöhnlichen Abenteuer des Julio Jurenito (erfolgreiche Lesenswertkandidatur)

Da vom Review offenbar wenig zu erwarten ist, riskiere ich mal einen Selbstvorschlag: ein Artikel über ein heute nur mehr wenig bekanntes, aber sehr lesenswertes Werk der russischen Literatur (Autor: Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg) mit einer bewegten Text- und Rezeptionsgeschichte. --Mautpreller 11:33, 17. Mai 2007 (CEST)

Symbol support vote.svg Pro: Ich habe nichts vermisst. Schön geschrieben, vollständig, sauber bequellt und ein klasse Thema - was will man mehr? Allein die Bebilderung ist etwas beliebig. Denis Barthel 15:06, 17. Mai 2007 (CEST)

Kontra, solange das Lemma nicht dem vollständigen Titel des Werkes entspricht. Ist natürlich nur ein Scherz. Pro, mit vorbehaltloser Übernahme der Begründung von Denis. --Uwe 15:10, 17. Mai 2007 (CEST)

Zur Bebilderung: Es ist etwas schwierig. Vielleicht könnte ich den Innentitel des Buches (deutsch und/oder russisch) einscannen, bin aber nicht sicher, ob da nicht Urheberrechte berührt sind (Ehrenburg ist erst 40 Jahre tot). Tjuttschew und die Lusitania habe ich eigentlich nur eingebaut, um eine Verlinkung innerhalb des Zitats zu vermeiden. Sollte ich wieder was rausnehmen? --Mautpreller 16:00, 17. Mai 2007 (CEST)
Die beiden Titelseiten wären in der Tat gut. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es sich dabei bereits um eine URV handelt. Alle Bilder rauszunehmen wäre wohl nicht nötig, aber das von der Lusitania z.B. ist sicher überflüssig. Denis Barthel 18:13, 17. Mai 2007 (CEST)
Hab mal die Lusitania, Tjuttschew und Samjatin als allzu beliebig rausgenommen, den Rest kann man glaub ich rechtfertigen. Wg. Innentitel zieh ich mal lieber noch Erkundigungen ein, bevor ich hier als Urheberrechtsverletzer verschrien werde. Grüße und Dank für die Bewertungen. --Mautpreller 08:15, 18. Mai 2007 (CEST)
Innentitel ist nun drin, da auf "Urheberrechtsfragen" keine Bedenken erhoben wurden.--Mautpreller 11:37, 19. Mai 2007 (CEST)

Ist das Thema so abgelegen? Die Beteiligung ist bislang schon etwas enttäuschend ...--Mautpreller 21:31, 20. Mai 2007 (CEST)

Symbol support vote.svg Pro: naja, Mautpreller, Ehrenburg ist natürlich immer umstritten und (auch) darum interessant, aber dies ist nun IMHO nicht gerade eines seiner wirklich zentralen Werke. Daran mag die mangelnde Resonanz liegen. Aber dass das Buch lesenswert ist, legt dieser lesenwerte Artikel nahe. Wollte nicht vorpreschen, da ich das Buch selber nicht gelesen habe...-- SibFreak 08:37, 22. Mai 2007 (CEST)

nicht gerade eines seiner wirklich zentralen Werke - Das interessiert mich wegen des Ehrenburg-Artikels, den ich auch gern mal lesenswert kriegen würde (es fehlt noch einiges, ich lese ...). Wenn Du in den Kindler guckst, findest Du neben Menschen Jahre Leben und Tauwetter gerade dies Buch. Was würdest du denn als die wirklich zentralen Werke Ehrenburgs bezeichnen?--Mautpreller 09:08, 22. Mai 2007 (CEST)
Ist zweifelsfrei ein Klassiker und eines der Hauptwerke von Ehrenburg, bin ebenfalls überrascht von so einem Urteil. Allerdings ist viel Literatur aus der Prä-Stalin-Sowjetzeit in unangemessene Vergessenheit geraten (worden), da könnte man schon locker eine eigene Liste zusammennageln, so a la Liste vergessener früher Sowjetliteratur. Denis Barthel 10:55, 22. Mai 2007 (CEST)

Symbol support vote.svg Pro – Ein äußerst spannender und gut geschriebener Artikel. Ich weiß, was ich in den Sommerferien im Sommer lesen werde.

  • Klasse wäre es, wenn sich jemand findet, der den russischen Titel (Необычайные похождения Хулио Хуренито и его учеников мосье Дэле …) einspricht. — Lecartia Δ 09:46, 22. Mai 2007 (CEST)
Au ja! Gute Idee. Aber nicht ich (zu schlechtes Russsisch, Technik nicht vorhanden).--Mautpreller 10:31, 22. Mai 2007 (CEST)

Symbol support vote.svg Pro Verdienstvoll, weil er ein halbvergessenes und formal sehr anspruchsvolles Buch wieder in Erinnerung bringt. Gut geschrieben und lesenswert. -- Quoth 09:57, 22. Mai 2007 (CEST)

Symbol support vote.svg Pro Schließe mich Quoths Begründung an. Kenntnisreich, informativ und gut zu lesen, macht Lust auf das Buch. Jossi 11:09, 22. Mai 2007 (CEST)

Netter Artikel, eine kleinigkeit hat mich gestört. Während Lenin selbst dieses Porträt nicht übel nahm, ... - Belege für diese Aussage finden sich dann erst an späterer Stelle, das finde ich persönlich nicht so gut, da in meinen Augen solchen Feststellungen schon ein Einzelnachweis gut steht. Weißt Du, das ist Ilja Zottelkopf‘, erklärte er feierlich. ‚Es ist ihm gut gelungen.‘ - Wer ist Ilja Zottelkopf? Lenin? Das wird im Artikel nicht geklärt. Grüße --Tets 14:10, 22. Mai 2007 (CEST)

Hab mal einen Verweis eingefügt und die Note zum Krupskaja-Zitat erweitert. "Ilja Zottelkopf" ist ein Pariser Spitzname von Ehrenburg, der für seine wüste Haarmähne bekannt war (Rubenstein berichtet, dass Alexei Nikolajewitsch Tolstoi mal eine Postkarte an "den unfrisierten Herrn in La Rotonde, Paris" geschickt habe, die ohne weiteres angekommen sei). Ehrenburg, Lenin und Krupskaja kannten sich aus Paris.--Mautpreller 14:56, 22. Mai 2007 (CEST) PS: Betriebsblindheit erkennt man selbst nicht leicht ... gute Kritik. --Mautpreller 20:11, 22. Mai 2007 (CEST)

Symbol support vote.svg Pro interessant und informativ --Stephan 08:54, 24. Mai 2007 (CEST)

[Bearbeiten] Panne

Panne ist in Flandern. Also De Panne und nicht La Panne.

Ehrenburg schreibt La Panne und seine Biografen auch.--Mautpreller 19:55, 15. Jun. 2007 (CEST)

[Bearbeiten] Exzellenz-Kandidatur 11. Juni bis 1. Juli 2007 (erfolgreich)

Diese Kandidatur läuft vom 11. Juni bis zum 1. Juli

Ein bemerkenswerter Roman der frühen Sowjetzeit von Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg mit einer ebenso bemerkenswerten Text- und Rezeptionsgeschichte. Lesenswert ohne Gegenstimme, Anregungen daraus aufgenommen, Formalia verbessert. Ist er exzellent? --Mautpreller 13:04, 11. Jun. 2007 (CEST)

  • In meinen Augen ist er exzellent. Ich habe den Artikel grad bei einer Tasse Kaffee gelesen und finde nichts zu beanstanden. Nur eines ist schade: Jetzt weiß ich schon, wie seine Handlung abläuft, und habe nur noch das halbe Lesevergnügen vor mir. Gratuliere zu diesem grandiosen Artikel! JGß says: Wikisource rockt! 09:28, 13. Jun. 2007 (CEST)
Och, ich hab viele schöne Sachen weggelassen ... es gibt noch genug zum Sichfreuen beim Lesen. --Mautpreller 10:05, 13. Jun. 2007 (CEST)
  • Symbol neutral vote.svg Neutral. Gratulation zur ambitionierten Fleißarbeit, der man die Begeisterung für den Stoff anmerkt. Nur ist leider die nachvollziehbare Einleitung in der vorliegenden Form sowohl ein google-Killer als auch der Mörder meiner ersten Leselust, da ich mich zunächst einmal am Tee verschluckt habe. Ein gewisses Overlinking und der recht häufige Gebrauch von schmückenden Adjektiven ist ja noch Geschmackssache - aber Ausdrücke wie prompt müssen nicht unbedingt in einem derartigen Artikel platziert werden. Ähnliches gilt für Formulierungen wie mal reale Erinnerungen, mal Ausgedachtes. Beim ersten Lesen fand ich ein paar Typos - kaum der Rede wert. Andere Frage: Stammen die Hervorhebungen in den Zitaten von Dir oder aus dem Original? mfg --Herrick 10:21, 13. Jun. 2007 (CEST)
Ich nehme an, Du meinst die Fettungen: aus dem Original (dort, je nach Fassung, in Versalien oder gesperrt). Anmerkungen zum Rest: Ich bevorzuge eine gewisse Lebendigkeit des Sprachstils gegenüber allzu trockenen Formulierungen und halte das auch für funktional. Welche Links sind Deiner Meinung nach entbehrlich? Die Einleitung: Ich hatte sogar mit dem Gedanken gespielt, den vollen Titel als Lemma zu nehmen. Hätte mir Spaß gemacht, hab ich dann aber doch als übertrieben angesehen. Aber dass er in der Einleitung genannt werden muss, scheint mir denn doch unabweisbar. Dass der Volltitel zum Teeverschlucken führt, kann ich mir schon vorstellen; das ist aber nun mal eine Wirkung des Titels, die der Autor sehr wahrscheinlich vorausgesehen und beabsichtigt hat ... --Mautpreller 10:24, 13. Jun. 2007 (CEST)
PS: Dass die Hervorhebungen im Original sind, steht nun im Artikel. --Mautpreller 14:56, 20. Jun. 2007 (CEST)
  • Symbol support vote.svg Pro Bei der Lesenswert-Kandidatur wusste ich noch nichts Rechtes mit dem Roman anzufangen. Aber der Artikel hat mich animiert, mir das Ganze einmal vorzunehmen (zwar ohne das Großinquisitoren-Kapitel, aber das gibt's ja woanders). Fazit: der Artikel wird dem Werk voll gerecht. -- SibFreak 20:23, 13. Jun. 2007 (CEST)
  • Symbol support vote.svg Pro - sehr gelungen. --BS Thurner Hof
  • Symbol support vote.svg Pro - sehe ich genause. --Leo Alfons 12:29, 1. Jul. 2007 (CEST)
4 Pro; Kein Contra; 1 Neutral - Artikel Exzellent. --Bodenseemann 13:02, 1. Jul. 2007 (CEST)

[Bearbeiten] Wozu dieser Artikel?

Warum muß man in der deutschen wikipedia einem Buch des größten Deutschenhassers des 20. Jahrhunderts so viel Ehre zuteil werden lassen? --Kaspar Godeysen 01:29, 7. Nov. 2007 (CET)

Wie wär's, wenn du mal die differenzierte Darstellung zu diesem Thema in dem Artikel über Ehrenburg liest? --Bernardoni 02:35, 7. Nov. 2007 (CET)
Der Artikel kann als Musterbeispiel für den so oft zitierten Neutralen Standpunkt gelten. --Slartibartfass 05:23, 7. Nov. 2007 (CET)

Man sollte immer das literarische Werk unabhängig vom Verfasser sehen. Der "Jurenito" ist ein Klassiker der literarischem Moderne und hat einen solch exzellenten Artikel absolut verdient.Die nicht zu entschuldigenden Äußerungen und Aufrufe Ehrenburgs als sowjetischer Propagandist müßen im Personenartikel thematisiert werden,sie stehen in keinem Zusammenhang mit einem Buch,das gut ein Vierteljahrhundert früher verfaßt wurde.Glückwunsch zu diesem Artikel; ich erinnere mich noch gut an die zunehmende Begeisterung,als ich das Buch vor 20 Jahren erstmals auf Russisch gelesen habe. --134.34.13.172 09:08, 7. Nov. 2007 (CET)

Hier dienen überhaupt keine Artikel dazu, irgendwem Ehre zuteil werden zu lassen. Ich befürchte allerdings, das weißt du ganz genau und die vorstehenden Antworten sind ebenso überflüssig wie meine. Ich gebe sie eher denen, die deine Frage ernst nehmen, wie die IP vor mir. --eryakaas 09:55, 7. Nov. 2007 (CET)
@IP: Danke für den Glückwunsch, sage ich als Hauptautor. --Mautpreller 10:02, 7. Nov. 2007 (CET)

Warum muß man in der deutschen wikipedia einem Buch des größten Deutschenhassers des 20. Jahrhunderts so viel Ehre zuteil werden lassen? --Kaspar Godeysen 01:29, 7. Nov. 2007 (CET)

Das Leute deines Schlags etwas zum aufregen haben ist zwar kaum der Grund warum gerade dieser Artikel heute drankam, aber ein witziger Nebeneffekt. Es muss wohl so sein: Entweder is ne Verschwörung von Deutschenhassern im Wikipedia, oder der Deutsche ist schon so unterjocht, dass er seine Schindung und Verleumdnung erträgt. Kaspar erwache! ^^ --Tets 13:57, 7. Nov. 2007 (CET)

[Bearbeiten] Schach

Wo sind die Absätze über Schach? --Gruß, Constructor 06:30, 7. Nov. 2007 (CET)

Es gibt dazu nicht viel im Buch. Im Interesse der lexikalischen Kürze habe ich diesen Punkt nicht weiter aufgegriffen. Kurz zusammengefasst: Julio Jurenito verkündet, dass im Schach - ebenso wie in allen anderen Lebensbereichen, u.a. im Krieg - die Ära des subjektiven, spekulativen Angriffsspiels vorbei ist und die Zeit des methodischen, zähen Positionsspiels angebrochen ist. Wenn Du willst, such ich die Tage mal die Stelle raus. Wo es in den Artikel passt, weiß ich aber nicht recht, könnte man diskutieren. --Mautpreller 08:19, 7. Nov. 2007 (CET)
Naja, kurzer Abschnitt reicht, damit wir einen Link vom Schach-Archiv setzen können. ;) --Gruß, Constructor 09:50, 7. Nov. 2007 (CET)

Kapitel 28, "Von der Lebensfähigkeit eines ordinären Stockes - Die Schemata des Karl Schmidt". Der Meister (und Zyniker) Jurenito hält seinem Schüler Ehrenburg einen seiner zahllosen Vorträge, hier über den "neuen Menschen".

"Das Pathos der neuen Menschen liegt in der Gesetzmäßigkeit der Erscheinungen, ihre nüchterne Ekstase im Empfinden der Unfehlbarkeit. Dir ist doch das urtümliche Entzücken des Feueranbeters begreiflich, wenn du in deiner kalten kammer vor dem flammenzüngelnden Ofen kauerst. Begreife nun ein anderes Entzücken, das eines Mechanikers, der erstmals die Funktion einer komplizierten Maschine erfasst hat!"

Diesen Gedanken führt Jurenito nun an allen möglichen Gegenständen aus. Zum Beispiel: "Überhaupt riecht das Alte nach Fäulnis und Naphthalin, nur dass dieser Geruch unter dem Namen Romantik noch hoch kotiert wird. ... Du warst doch im Krieg. Was hast du dort erblickt: einen Napoleon, einen David, große Gesten, Heldentaten, einen heroischen Standartenträger oder das mustergültige Unternehmen des Mister Cool?"

Und nun: "Trotz deiner Zerfahrenheit spielst du gern Schach. Schau, wie das Kombinationsspiel immer mehr dem Positionsspiel weicht. An die Stelle unerwarteter Kombinationen und edler Opfergambits tritt ein genauer, knapper, sorgsam erwogener Plan."

Das ist schon die längste Erwähnung des Schachs. Also: Capablanca statt Anderssen sei das Signum der Zeit ...--Mautpreller 18:31, 25. Dez. 2008 (CET)

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