Diskussion:Erster Opiumkrieg

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Keine Drogenopfer ?[Bearbeiten]

So weit mir bekannt ist für der dauernde Opiumkonsum nicht nur zur Drogensucht sondern auch zu vollkommender Lethargie. Nicht nur das die Süchtigen wegen mangelnder Nahrungsaufnahme vollkommen abmagern, sondern wenn sie Famlienernährer sind, auch ihre Angehörigen konsequenterweise verhungern oder im Glücksfall verelenden. Ist das beim "Schritt Chinas in die Moderne" "vergessen" worden, weil es so gar nicht zum Mythos der Segnungen der westlichen Moderne passt, wenn seine Opfer gezählt werden ? --77.20.205.223 22:41, 28. Jun. 2008 (CEST)

Doch ... [...] "1880 werden gigantische 7000 Tonnen aus Indien nach China geschifft, mindestens 10 Millionen Chinesen sind nunmehr opiumsüchtig. Zum Vergleich: hundert Jahre später, in den 1980ern, wurden für den medizinischen Weltverbrauch jährlich ca. 1700 Tonnen Opium gewonnen. 1999 produzierten afghanische Farmer [extern] CIA-geschätzte 1670 Tonnen, ca 80% des (illegalen) Weltverbrauchs". 1. Quelle: Mathias Bröckers Uncle Sam's Junk: Heroin, Taliban, Pakistan http://www.heise.de/tp/r4/artikel/9/9765/1.html


[...] "Kurz nach der Machtübernahme Maos 1949 waren 20 Millionen Chinesen opiumsüchtig, auf einem Drittel der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche Yunnans wogte damals der Mohn." 2. Quelle: Großer Rauch DER SPIEGEL 30/1990 vom 23.07.1990, Seite 117b-118a http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13501932&top=SPIEGEL


[...] Man berichtete, dass bereits 1906 20% der erwachsenen chinesischen Bevölkerung Opium rauchten und dass damals etwa 40 Millionen Chinesen Opiumsüchtig waren. 3. Quelle: Eckhard Beubler, Alfred Springer, Hans Haltmayer Opiatabhängigkeit: Interdisziplinäre Aspekte für die Praxis, Springer Verlag Heidelberg 2003 Seite 58 http://books.google.de/books?id=4P-s7NvoFUAC&pg=PT72&lpg=PT72&dq=chinesen+opiums%C3%BCchtig&source=web&ots=9Xk7_plqEe&sig=tXL46A7oaMZs01SKQP_tWQ92uyg&hl=de&sa=X&oi=book_result&resnum=3&ct=result

etwa von 1920 an das Rauchen von Heroin in der Form von «roten Pillen» zu einem zusätzlichen Problem zu der weitverbreiteten Sitte des Opiumrauchens geworden. Man berichtete, dass bereits 1906 circa 20 % der erwachsenen chinesischen Bevölkerung Opium rauchten und dass damals etwa 40 Millionen Chinesen opiumsüchtig waren. Zusätzlich exportierten England, Frankreich, Deutschland und die Schweiz große Mengen von Morphium und Heroin nach China. Der zunehmende Heroinmissbrauch in diesem Land war dementsprechend weniger besonderen «Eigenschaften der Substanz Heroin zuzuschreiben als dem Wirtschaftsimperialismus jener Zeit» (TANDLER 1935, BELLANGER 1951). 4. Quelle: Alfred Springer Expertise zur ärztlichen Heroinverschreibung Im Auftrag des Fonds Soziales Wien http://www.api.or.at/lbi/pdf/040622_expertise_heroinverschreibung.pdf

Dieser Wikipedia-Beitrag grenzt an Hofberichterstattung imperialer Wirtschaftspolitik, deshalb 3 unabhängige Quellen. Eine Aufnahme in den Artikel ist wohl zwecklos (wird ideologisch sowieso gelöscht). Für eventuell tote Links bitte um Entschuldigung, aber so sind die Server eben (schlecht) konfiguriert.

Rechtfertigung von gesellschaftsvernichtenden Drogenhandel[Bearbeiten]

Es ist schon interessant wie einige Diskutanten in typisch westlicher Selbstbeweihräucherung mit zweierlei Maß messen : Einerseits wird die sich epedemisch verbreitende Opiumsucht in China als "Bedarf" verharmlost. Andereseits wird zu den westlichen Drogenverboten von Heroin, Kokain und anderen Suchtdrogen konsequent geschwiegen.

Konsequenterweise müssten diese Leute an anderer Stelle die konsequente dergulierende Aufhebung sämtlicher opiumhaltiger und anderer Suchtdrogen auch in allen westlichen Staaten (zum Beispiel zur Ankurbelung der afghanischen Wirtschaft und Belohnung der "Nordalianz") offensiv vertreten.

Aber nur wenn die Segnungen des "freien Welthandels" auf Kosten der Verelendung anderer Länder gehen, sind die pro-westlichen "hypocrats" mit zynischer Vertedigungsrhetorik schnell bei der Hand. Geht es aber der um die Verteidigung des Bestandes der eigenen westlichen Gesellschaft mittels Drogenverbote, schweigen Sie entweder ganz schnell oder sind Ausreden geschickt bei der Hand. Ein typisches Beispiel doppelter Wahrheit und der sogenannten "neutralen Position".

Aber wahrscheinlich erfindet man die Hypothese, dass die schädliche Wirkung des Opium nicht bekannt war. (Komisch nur das die rückständige chinesische Bürokratie davon wusste - Opium wurde nämlich verboten und die Briten zwangen die chinesischen 'Autoritäten' ihre eigene Bevölkerung der Drogensucht auszuliefern.)

Wie Heuchelei und Doppelmoral in praktischer westlicher Politik aussieht, lässt sich in einem Buch von Alfred W. McCoy: Die CIA und das Heroin, an den Beispielen von Nixons und Reagans "Anti-Drogen Politik" hübsch nachlesen. --77.20.205.223 22:22, 28. Jun. 2008 (CEST)


Die bösen Briten[Bearbeiten]

Ohne übermäßig sarkastisch wirken zu wollen: Aber, wie bitte haben es die Briten geschafft das ganze chinesische Volk Opium abhängig zu machen, wenn sie sich nur – mit großen Einschränkungen – in Kanton bewegen konnten? Es scheint mir eher, als das hier die britischen Kaufleute einfach den Bedarf in China bedienten. Genauso, wie die Geschichte mit der Silberverknappung in Europa nicht besonders glaubwürdig klingt, da Seide ein Luxusgut ist und die Briten durch ihre Herrschaft über Indien sprichwörtlich in Tee aller Art erstickt sein dürften... --Polykrates 02:06, 18. Sep 2005 (CEST)

Zu der Zeit des ersten Opiumkrieges (~1840) gab es in Indien noch keine nennenswerte Teeproduktion. China war das einzige Land das Tee herstellte und akzeptierte glaube ich nur Silber gegen Tee und Seide. Dies stammt aus dem Buch "Tai Pan" von James Clavell, das zu genau der Zeit spielt. Ernesto 09.12.2005
Natürlich haben die Briten niemanden gezwungen, Opium zu rauchen. Tatsächlich wurde das Opiumrauchen aber durch Europäer (Niederländern) im 17. Jh. bekannt. Rodzinski (s.u.) interpretiert die steigende Abhängigkeit von Teilen der Bevölkerung (hauptsächlich der herrschenden Mandschu-Kaste und unter diesen besonders im Militär) als Zeichen bzw. Folge davon, dass in China zu der Zeit große Probleme herrschten: Das Bevölkerungswachtsum stieg stärker an als die Nahrungsmittelproduktion, Widerstandsbewegungen (etwa verschiedene Geheimbünde) kämpften gegen die Vertreter der Ch'ing-Dynastie und unter den Mandschus war Korruption verbreitet. "[T]here seems little doubt that the spread of opium was a reflection of the general demoralization of Chinese society under Ch'ing rule." Um 1840 waren schätzungsweise über 2 Millionen Chinesen abhängig von Opium. Die jährliche Einfuhr betrug zu dieser Zeit etwa 240t. (Quelle: Rodzinski, Witold: A History of China. Volume I. Oxford: Pergamon Press, 1979. S. 246)
--Strange edge 09:34, 30. Nov. 2007 (CET)
Die Britische Ostindien-Kompanie bediente sich christlicher Missionare für die Gebiete, in die ihre eigenen Leute nicht kamen. Der englischsprachige Wikipedia-Artikel zur en:Honourable East India Company liest sich wesentlich schonungsloser. Es ist westliche Dekadenz, sich einzubilden, die Briten wären den Chinesen moralisch oder zivilisatorisch überlegen gewesen. 1839 waren die Legalisierungsbefürworter noch militant! --Mms 01:42, 9. Dez. 2007 (CET)

Wenn da jetzt nicht Belege für die Behauptung kommen, der Opiumhandel sei mit dem Ziel vorgenommen worden, die Wirtschaft zu destabilisieren, würde ich diesen Abschnitt löschen. Klingt nach Unterstellung ode Spekulation. --Docvalium 21:45, 29. Aug. 2007 (CEST)

Schließe mich Docvalium an. Ich halte die Aussage für wenig plausibel. Ziel der Briten war meiner Meinung nach nicht, "die chinesische Wirtschaft handlungsunfähig zu machen". Warum sollten sie das tun? Solange die britischen Händler ungestört Handel treiben konnten, gab es für die Britische Regierung keinen Grund, irgendwie in das Staatsgeschehen einzugreifen. Die Briten haben das Opium eingeführt, um günstig Handel treiben zu können. (Was sie mit Opium gut konnten: Sie konnten es mit großem Gewinn aus Benghalen einführen, umgingen gleichzeitig den Handel mit Silber und hatten dadurch Vorteile gegenüber den anderen Handelspartnern Chinas.) Die Folgen waren ihnen wohl eher egal. --> Deshalb Löschung des Satzteils. --Strange edge 10:26, 28. Nov. 2007 (CET)
Bitte keinen Geschichtsrevisionismus in Wikipedia betreiben. Ich habe revertiert. --Mms 01:42, 9. Dez. 2007 (CET)

Die rückständigen Chinesen[Bearbeiten]

Eine Frage: Im Text kann man lesen, dass China, ausgerechnet das Kaiserliche China mit seiner rückständigen Agrarwirtschaft und seinem mittelalterlichen Despotismus, im 19. Jahrhundert zu weit entwickelt gewesen sei, als dass es Waren aus dem zunehmend industrialisierten Europa hätte importieren müssen. Da ist doch etwas faul im Staate Dänemark. Woraus erklärt sich dieser Mangel, und wer wird ihn beseitigen?

Das stimmt tatsächlich. Der Lebensstandard war in China zu Beginn des 19. Jhdts höher als in Europa. Alle Produkte wurden in China selbst produziert, weil es einfach riesig war. Das Bild hat sich allerdings im Laufe des 19. Jhdts geändert. Dafür mag die Industrialisierung wichtig gewesen sein, noch wichtiger aber wahrscheinlich die militärisch erzwungene Öffnung Chinas. Benni 19:05, 27. Aug 2005 (CEST)

Imperialismus im Opiumkrieg[Bearbeiten]

Die Chinesen hatten es nicht nötig, Waren aus England zu importieren. Noch 1880 hat ein engl. Zollbeamter gesagt: Chinese have the best food in the world: rice, the best drink: Tea, and the best clothing: cotton, silk, fur. Possessing these staples and their innumerable native adjuncts they do not need to buy a penny's worth elsewhere. Das Opium wurde nicht nach Kanton geschmuggelt, um Chinesen in welcher Zahl auch immer abhängig zu machen, sondern weil es schlicht das einzige war, das die Chinesen den Engländern abkauften. Den Silberabfluss gab es nicht in Europa sondern in China. Deshalb musste der Kaiser reagieren und schickte den Kommissar. Der Artikel ist teilweise abenteuerlich, im Fairbank (da müßte auch obiges Zitat herstammen) steht das alles weitaus nüchterner. Benutzer:heraklit 10:05, 22.01.08 (CEST)

Sichtweise des chinesischen Volkes[Bearbeiten]

Der unten einkopierte Part wurde von mir unter dem Punkt "Folgen des 1. Opiumkrieges" erstellt, aber von "Generator" mit dem Hinweis "->neutraler" wieder gelöscht: Das verstehe ich nicht. Denn wer lange genug in dieser Region war, weiß, dass die psychologischen Auswirkungen der mit Gewalt nach China hineingedrückten riesigen Opiummengen - und anderer Folgen der "Ungleichen Veträge" - bis heute intensiv nachwirken. Und der Artikel wird durch die Kürzung nicht neutraler, sondern er verzichtet auf eine Darstellung der Stimmung bei über 1 Milliarde Menschen. Ist das "neutraler"? Hier nun der von mir erstellte und dann von "Generator" wieder gekürzte Passus:

„Was jedoch bei den Chinesen und anderen Völkern der Region bis heute in Erinnerung bleibt, sind die eingesetzten Mittel, mit denen die Öffnung Chinas erfolgte: Mit militärischer Gewalt durchgesetzter Rauschgiftimport zur Durchsetzung der kolonialen Wirtschaftsinteressen.“

-- 84.130.252.124 13:36, 27. Aug 2005 (CEST)

Der Satz hat keine wirkliche Relevanz(keine Zusätzliche Information) sondern dient einzig und allein der Stimmungsmache gegen eine Kolonialmacht(oder allen Kolonialmächen) die es in der Form nicht mehr gibt. Deshalb wurde der Satz von mir gekürzt. Generator 15:16, 29. Aug 2005 (CEST)
Der Satz ist relevant, denn was das chinesische Volk denkt, ist für Wikipedia relevant. Die Stimmungsmache findet alleine in Deinem Kopf statt. In dem Satz stehen nur Fakten. Ich habe revertiert. --Mms 01:42, 9. Dez. 2007 (CET)

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Weder Gernet noch Fairbank noch Eberhard (drei der unten angeführten Quellen) unterstellen den opiumschmuggelnden Briten bösartigere Motive als reines Profitdenken. Der Hinweis auf zielgerichtetes Untergraben des chinesischen Staates sieht daher im Moment eher wie eine Einzelmeinung aus. Opiumschmuggel aus kommerziellen Gründen wird dagegen von allen drei o.g. genannten Quellen angeführt, und klingt auch irgendwie recht einleuchtend, wenn man daran denkt, daß die Schmuggler Kaufleute bzw. Handelskompanien waren.

Gernet auf S. 452 scheint Silberabfluß für den Hauptgrund der chin. Gegenmaßnahmen zu halten, auch Fairbank auf S. 101 argumentiert ähnlich. Eberhard (S. 353) ist ein bißchen uneindeutig. Vielleicht hilft es ja, das "nicht zuletzt" durch eine etwas weniger wieselhafte Formulierung zu ersetzen. Yaan 12:24, 20. Jun. 2008 (CEST)

Militärische Stärke und Flotte der Chinesen?[Bearbeiten]

Es verwundert zu lesen, dass 16 englische Kriegsschiffe und ein paar tausend Soldaten ausgereicht haben sollen, um China zu Zugeständnissen zu zwingen. Eine Ergänzung um die militärische Stärke, vor allem der Flotte, des damaligen Chinas wäre sicher angebracht. Es handelt sich immerhin um ein großes Land mit viel Küste und einer langen Schießpulvertradition, da erwartet man eine wenigstens massenmäßig überlegene Flotte. 80.254.146.68 10:50, 18. Jan. 2010 (CET)

China hatte in der frühen Neuzeit eine große Flotte mit z.t. riesigen Schiffen und unternahm auch Expeditionen, bis irgendein Kaiser plötzlich fand, das brauche man nicht. Daraufhin wurde die Flotte praktisch abgeschafft. Im 19. Jhd. wird es nur noch ein paar Polizeiboote o.ä. gegeben haben. 79.214.100.192 15:51, 6. Okt. 2010 (CEST)
Laute Hypothesen bez. Polizeibooten. Wer wirklich etwas weiss kann das genauer bekräftigen als einfach nur wieder mal seinen "Senf" dazu zu geben. Schade, solch leichtfüssiges verhalten.

Das ganze Thema ist denn ja sehr anspruchsvoll. Hier wird klar wirkliches Expertenwissen benötigt, z.B. das von Historikern. Keine Spielfeld für Laienenzyklopädisten. --62.203.130.145 00:54, 29. Okt. 2010 (CEST)

Märchengeschichte?[Bearbeiten]

Der Artikel ist alles andere als seriös. Die bösen Chinesen haben ja nur Wirtschaftsinteressen im Kopf... blablabla. (nicht signierter Beitrag von 85.180.67.42 (Diskussion) 01:22, 6. Jun. 2011 (CEST))

Palmerston[Bearbeiten]

Im Artikel über Palmerston heißt es, er sei erst ab 1856 Premier gewesen. 1841 war er Staatssekretär im Außenministerium und ab August desselben Jahres Oppositionsführer - also überhaupt nIcht In der Regierung. Er war nach diesem Artkel im Jahr 1841 nicht Premier und noch nicht einmal Minister. Einer der beiden Artikel, der über den Opiumkrieg oder der über Palmerston, scheint mir hier falsch zu sein. --Otto Northe (Diskussion) 17:26, 22. Sep. 2012 (CEST)