Drachenreiter

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Drachenreiter ist der Titel eines Fantasy-Romanes der deutschen Autorin Cornelia Funke aus dem Jahr 1997. Das Buch errang unter dem Titel „Dragon Rider“ im September 2004 den ersten Platz der New York Times Bestsellerliste und ist damit schon der dritte Bestseller von Cornelia Funke in den USA.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der Drache Lung und das Koboldmädchen Schwefelfell suchen den „Saum des Himmels“ (Himalaya), weil ihr Tal von den Menschen bedroht wird. Er wurde ihnen von einem alten Drachen namens Schieferbart beschrieben, die Anderen halten ihn jedoch für ein Hirngespinst und begleiten die beiden nicht. In einer Menschenstadt lernen die beiden den Waisenjungen Ben kennen. Die drei Freunde machen sich auf die lange und gefährliche Reise. Unterwegs machen sie Bekanntschaft mit Steinzwergen, von denen einer namens Kiesbart sie an Nesselbrand verrät, einem goldenen drachenähnlichen Monster, von einem Alchimisten erschaffen, der ihnen feindlich gesinnt ist. Er schickt Fliegenbein, seinen Panzerputzer, den drei Freunden als Spion hinterher. Fliegenbein erstattet täglich Bericht, schließt jedoch langsam den „Drachenreiter“ Ben ins Herz und schickt seinen Meister in die Wüste, als er hört, dass Nesselbrand den Jungen fressen will. Er gesteht den anderen nach einiger Zeit, dass er Nesselbrands Spion war; trotzdem darf er weiterhin mit ihnen kommen. Auf ihrer weiteren Reise erleben sie einige Abenteuer. Unter anderem begegnen die vier einem Dschinn, der ihnen dabei hilft, den Weg zum „Saum des Himmels“ zu finden und sie treffen Professor Wiesengrund, der Lung vor einem Basilisken rettet. Der Riesenvogel Rock will Ben an sein Junges verfüttern und Staubelfen wollen die vier Freunde einschläfern. Sie werden von einer riesigen Seeschlange übers Meer getragen und begegnen Lola, der Ratte, die gerne in einem Spielzeugflieger fliegt und voll Begeisterung mit ihnen weiterreist. Subaida Ghalib gibt ihnen ein Mittel, mit dem Lung auch ohne Mondschein fliegen kann. In einem Kloster im Himalaya, wo Drachen als heilig verehrt werden, treffen sie abermals auf Professor Wiesengrund und lernen dessen Familie in Gestalt von Guinever Wiesengrund (Tochter) und Vita Wiesengrund (Ehefrau) kennen. Am Ende besiegen sie Nesselbrand am „Saum des Himmels“. Danach holen Lung und Schwefelfell die anderen Drachen aus dem bedrohten Tal, das Waisenkind Ben wird von der Familie Wiesengrund adoptiert.

[Bearbeiten] Hauptfiguren

  • Lung: Ein Drache, der den „Saum des Himmels“ sucht, jedoch – wie alle Drachen ohne den Tau der Drachenblumen nur bei Mondschein fliegen kann.
  • Schwefelfell: Ein misstrauischer Waldkobold ist meistens Begleiterin von Lung. Sie frisst gerne Pilze und Blätter.
  • Ben: Ein Waisenjunge, den Lung und Schwefelfell in einer Menschenstadt finden und auf die Suche nach dem „Saum des Himmels“ mitnehmen. Somit wird Ben der „Drachenreiter“, ist jedoch manchmal etwas leichtsinnig.
  • Fliegenbein: Ein Homunkulus, der zuerst Spion von Nesselbrand ist, dann aber ein guter Freund von Ben wird. Bei seiner Erschaffung hatte er noch elf Brüder, diese wurden jedoch von Nesselbrand gefressen.
  • Nesselbrand, der Goldene: Ein drachenfressendes Monster mit einem goldenen, fast unzerstörbaren Panzer. Durch Wasser kann er mit anderen kommunizieren und sich an alle Orte, wo es Wasser gibt, teleportieren. Als er in der Höhle der Drachen vernichtet wird, wird deutlich, dass der Alchimist, der ihn und die Homunkuli schuf, ihn aus einer Kröte erschuf.
  • Barnabas Wiesengrund: Ein Professor der Wissenschaft, der sich auf Zauberwesen spezialisiert hat. Seit er als Kind eine Fee aus einem Obstbaumnetz im elterlichen Garten befreit hat, glaubt er nicht mehr daran, dass Fabelwesen reine Fantasie sind.
  • Vita Wiesengrund: Barnabas Wiesengrunds Frau, geht gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter auf Fabelwesenerkundungsreisen und ist spezialisiert auf Kobolde.
  • Guinever Wiesengrund: Die freundliche Tochter der Wiesengrunds, die (wie ihre Eltern) eine Vorliebe für Feen und andere Fabelwesen hat.
  • Subaida Ghalib: Eine Frau aus Karatschi, die sehr viel über Drachen weiß und Lung zum Grabmal des Drachenreiters führt.
  • Burr-burr-tschan: Ein vierarmiger Kobold (Dubidai), der den vier Freunden auf dem Weg zum „Saum des Himmels“ hilft.
  • Lola Grauschwanz: Eine Ratte, die für ihren Onkel (Gilbert Grauschwanz) mit einem Flugzeug den Himalaya vermessen sollte, jedoch Ben, Lung und Schwefelfell trifft und sich dann mit ihnen ins Abenteuer stürzt.
  • Gilbert Grauschwanz: Ein Onkel von Rosa und Lola, der Lung, Ben und Schwefelfell eine ziemlich nützliche Landkarte gibt.
  • Rosa: Die Ratte in Lungs alter Heimat, die die Drachen im Tal gewarnt hat, dass die Menschen das Tal fluten werden. Sie wird als Erstes erwähnt.
  • Kiesbart: Ein Steinzwerg. Nach Fliegenbein der neue Diener von Nesselbrand. Er ist ganz verrückt nach Gold und allem, was funkelt. Wenn man ihm seinem Hut wegnimmt wird ihm wie allen anderen Steinzwergen schwindelig.
  • Maja: Eine Drachendame, die gemeinsam mit Lung versucht, den goldenen Drachen zu besiegen, und es auch schafft.
  • Schillerschwanz: Der erste von Kiesbart auferweckte Drache. Und einer der Drachen die sich immer in der Höhle versteckten und nicht mehr im Mondlicht herumflogen.
  • Schieferbart: Ein alter Drache aus Lungs Tal, der vor Urzeiten selbst am Saum des Himmels geboren wurde und Lung und Schwefelfell einige nützliche Hinweise gibt.

[Bearbeiten] Die Fabelwesen

  • Der Vogel Rock: Er schnappt sich Ben. als er mit Fliegenbein in einem Gebirge auf Wassersuche ging.
  • Waldkobolde (Dubidai): Katzenähnliche Wesen, die gerne Pilze und Blätter essen. Dubidai ist sozusagen eine Unterart der Waldkobolde, sie sehen aus wie Waldkobolde haben aber vier Arme. Schwefelfell ist ein Waldkobold und Burr-burr-tschan ein Dubidai.
  • Drachen: Drachen sind schlangen- und echsenähnliche Wesen, die Flügel haben und Feuer speien können.
  • Steinzwerge: Steinzwerge sind Zwerge, die gierig nach allem sind das glitzert und funkelt. Sie können perfekt klettern.
  • Homunkulus: Homunkulus sind künstliche Tiere oder Menschen. Fliegenbein ist ein Homunkulus.

[Bearbeiten] Sonstiges

  • Aus dem 448-seitigen Roman wurde vom „Jungen Theater Bonn“ ein zweistündiges Theaterstück gemacht, das seine Premiere am 2. September 2005 erlebte. Seit 2007 läuft die Produktion im Berliner Admiralspalast.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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