Draumkvedet

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Draumkvedet (Das Traumgedicht) ist eine Balladendichtung eines unbekannten Verfassers aus Norwegen. Das Gedicht gilt als eine der bedeutendsten mittelalterlichen Balladen Norwegens.[1][2]

Entstehung[Bearbeiten]

Vermutet wird eine Entstehung im Mittelalter. Manche Quellen gehen von einem Entstehungszeitpunkt zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert aus.[3] An anderer Stelle findet sich die Angabe „um 1300 (vielleicht auch später)“.[4] Das Gedicht wurde zunächst mündlich überliefert und erst im 19. Jahrhundert schriftlich aufgezeichnet. Bekannte Fassungen stammen von Magnus Brostrup Landstad und Moltke Moe.

Inhalt[Bearbeiten]

Der Protagonist, Olav Åsteson, fällt an Heiligabend in einen zwölf Tage dauernden Schlaf. In seinem Traum sieht er das Fegefeuer, den Himmel und die Hölle sowie den Tag des Jüngsten Gerichts. Am Dreikönigstag erwacht er und reitet zu einer Kirche, in der er seine Vision schildert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Margaret Hayford O'Leary: Culture and Customs of Norway. Greenwood, Santa Barbara 2010. Seite 142
  2. John David White: New music of the Nordic countries. Pendragon Press, 2002. Seite 392
  3. Mona Levin: The Dream Lay. Music Information Center Norway
  4. Horst Bien: Draumkveder in Meyers Taschenlexikon Nordeuropäische Literaturen, Leipzig 1978.