Druckfestigkeit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Druckfestigkeit wird die Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffs bei der Einwirkung von Druckkräften bezeichnet. Ist die Druckspannung größer als die Druckfestigkeit eines Körpers, so wird er zerstört.
Die meisten Materialien unterscheiden sich in ihrer Druck- und Zugfestigkeit, wie z. B. Gesteine oder Gusseisen. Ein Beispiel für ein Material, das bei fehlender Begrenzung der Querdehnung ausschließlich Druckkräfte aufnehmen kann, ist Sand.

Die Druckfestigkeit ist der Quotient aus Bruchlast und Querschnittsfläche A eines Prüfkörpers. Sie wird normalerweise als Kraft pro Fläche (N/mm²) ausgedrückt, hat also die Einheit einer (mechanischen) Spannung.

Die Druckfestigkeit wird im Labor geprüft. Je nach Art und Durchführung dieser Druckversuche unterscheidet man:

  • einaxiale Druckfestigkeit
  • zweiaxiale Druckfestigkeit
  • dreiaxiale Druckfestigkeit

Bei der Prüfung der einaxialen Druckfestigkeit kann der Prüfkörper in den beiden seitlichen Richtungen ausweichen; bei der zweiaxialen wird die Verformung in einer der beiden seitlichen Richtungen verhindert und bei der dreiaxialen beide. Die Druckfestigkeit wächst deshalb in dieser Reihenfolge an.

Die Prüfverfahren sind in Normen (DIN, Önorm) festgelegt.

Die Druckfestigkeit kann auch richtungsabhängig sein. Ein Beispiel ist Felsgestein, wenn der Fels von Klüften durchzogen oder geschiefert ist. Ein weiteres Beispiel ist Holz, das in der Regel in Richtung der Holzfasern bzw. des Stammes eine höhere Druckfestigkeit hat als senkrecht dazu.

Siehe auch[Bearbeiten]