Dschigiten

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Dschigitenreiterei als Form des Kunstreitens

Die Dschigiten (kirgisisch жигит/jigit) sind eine historische Truppengattung aus dem Kaukasus.

Die Dschigiten waren ursprünglich berittene Krieger, die sich durch große Gewandtheit in der Beherrschung des Pferdes, in Ausdauer, Kühnheit und Geschicklichkeit während des Kampfes auszeichneten.

Unter Dschigitowka verstand man später das wilde Reiten der Kosaken, bei dem sie im vollen Lauf ihre Gewehre abfeuern, sich unter dem Leib des Pferdes verbergen, herabspringen, wieder aufspringen usw.

Östlich des Kaukasus wurden die Kirgisen und übrigen Nomaden, die sich gegen Sold den Russen anschlossen, Dschigiten genannt. Sie dienten als Ordonnanz und als Kundschafter.

Vermittelt über den russischen Zirkus ist der Begriff Dschigiten-Reiterei zur Bezeichnung für eine Gattung des akrobatischen Kunstreitens geworden, bei dem die Pferde im Kreis galoppieren.