Edwin Goldmann

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Edwin Goldmann
Grab Goldmanns auf dem Hauptfriedhof Freiburg im Breisgau

Edwin Ellen Goldmann (* 12. November 1862 in Burgherdorp/Südafrika; † 11. August 1913 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Chirurg.[1]

Werdegang[Bearbeiten]

Edwin Goldmann ging an seinem Geburtsort Burghersdorp an der Albert Academy zur Schule.[2] Danach studierte er zunächst in London Medizin. Anschließend besuchte er die Universitäten von Breslau und Freiburg. 1888 wurde er zum Dr. med. promoviert. Bei Karl Weigert in Frankfurt bekam er seine erste Anstellung. Er blieb ein halbes Jahr in Frankfurt und ging danach nach Freiburg zu Eugen Baumann, wo er sich physiologisch-chemischen Studien widmete. In seinen Arbeiten befasste er sich mit dem Cystin, schwefelhaltigen Verbindungen des Harns und dem Jodothyrin. Seine Habilitationsschrift aus dem Jahre 1895 handelt von der Lehre von den Neuronen. 1898 wurde er außerordentlicher Professor und später ordentlicher Honorarprofessor. Er leitete die chirurgische Abteilung des Diakonissenkrankenhauses in Freiburg. Dort arbeitete er vor allem auf dem Gebiet der Krebsforschung.[3]

Goldmann lieferte einen wesentlichen Beitrag zur Entdeckung der Blut-Hirn-Schranke. 1913 injizierte er Trypanblau, einen 1904 von Paul Ehrlich erstmals synthetisierten wasserlöslichen Azofarbstoff, direkt in die Rückenmarksflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis) von Hunden. Dabei wurde das gesamte Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) angefärbt, aber sonst kein anderes Organ.[4]

1913 verstarb Goldmann in Freiburg an den Folgen einer Krebserkrankung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. I. Singer und F. T. Haneman: Goldmann, Edwin Ellen In: JewishEncyclopedia eingesehen am 13. Januar 2009
  2. JOURNAL OF GERMAN-JEWISH GENEALOGICAL RESEARCH 31, 2007, S. 23.
  3. Leopoldina (1913) Amtliches Organ der Kaiserlich Leopoldinisch-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher E. Blochmann & Sohn, Heft 49. (gemeinfreier Text ohne Copyright)
  4. E. E. Goldmann: Vitalfärbung am Zentralnervensystem. In: Abh. Preuss. Akd. Wiss. Phys. - Math. Kl. I 1, 1913, S. 1–13.

Literatur[Bearbeiten]

  • D. B. Tower: Cerebral circulation revisited: An historical essay. In: Neurochemical Research 16, 1991, S. 1085–1097