Effoa

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Effoa war eine finnische Reederei. Sie wurde im Jahre 1883 von Kapitän Lars Krogius unter dem Namen Finska Ångfartygs Aktiebolaget (schwedisch, abgekürzt FÅA) beziehungsweise Suomen Höyrylaiva Osakeyhtiö (finnisch, abgekürzt SHO) gegründet,[1] zu Deutsch Finnische Dampfschiff-Aktiengesellschaft. Da die Gesellschaft am bekanntesten unter ihrer schwedischen Abkürzung FÅA war, wurde sie 1976 in Effoa umbenannt, eine phonetische Schreibweise dieser Abkürzung.

Die Gesellschaft war ein Gründungsmitglied des Konsortiums der Silja Line.[2] 1975 gründete die FÅA zusammen mit Finnlines die gemeinsame Frachtgesellschaft Finncarriers. Zur gleichen Zeit gab die FÅA den Passagierverkehr zwischen Finnland und Deutschland auf und verkaufte die auf dieser Route eingesetzten Schiffe an Finnlines. In den 1980er Jahren wurden Finncarriers und Finnlines hundertprozentige Tochtergesellschaften von Effoa. 1989 entschied Effoa, das Frachtgeschäft aufzugeben, und Effoas Anteile an Finnlines wurden an die Besitzer von Effoa übertragen. Effoa stellte die Geschäftstätigkeit als eigenständige Gesellschaft 1990 ein, als ihr Frachtgeschäft zu einer eigenständigen Finnlines abgespaltet wurde, während das Passagiergeschäft mit der Johnson Line (damals dem anderen Partner der Silja Line) vereinigt wurde, um die neue Gesellschaft EffJohn zu gründen, aus der später die Tallink Silja Oy hervorging.

1945 war die FÅA die erste Reederei nach dem Zweiten Weltkrieg, die den Passagierverkehr zwischen Helsinki und Stockholm wieder aufnahm, wofür das Schiff Wellamo eingesetzt wurde. Mit der Wellamo wurde ebenfalls der Passagierverkehr zwischen Helsinki und Tallinn wieder aufgenommen, was im Jahre 1965 erfolgte.[3]

Schiffe (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Arcturus (1899–1957). Hauptsächlich auf der Route von Hanko über Kopenhagen nach Hull eingesetzt.
  • Wellamo (1927–1967)
  • Aallotar (1952–1970). 1975 bis auf ein Stück des Rumpfs, der seither als Prahm dient, verschrottet.
  • Ilmatar (1964–1980). Später Kreuzfahrt- und Kasinoschiff. 2011 verschrottet.
  • Finlandia (1967–1976). Später Kreuzfahrt- und Kasinoschiff. 2009 verschrottet.
  • Aallotar (1972–1978). Erstes Schiff für den ganzjährigen Passagierverkehr zwischen Helsinki und Stockholm. 2004 verschrottet.
  • Finlandia (1981–1990). Heute unter dem Namen Princess Maria bei der russischen St. Peter Line.
  • Finnjet (1986–1990). Gebaut 1977, erworben von Enso-Gutzeit, schnellste konventionelle Fähre der Welt. 2008–2009 verschrottet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Finland Steamship Company Ltd. / Finska Ångfartygs Aktiebolaget (FÅA) (Englisch) In: TheShipsList. 5. Februar 2005. Abgerufen am 29. November 2012.
  2. Silja Line: History (Englisch) Archiviert vom Original am 7. Februar 2007. Abgerufen am 29. November 2012.
  3. S/S Wellamo (Schwedisch) In: Fakta om Fartyg. Abgerufen am 29. November 2012.