Elisha Obed

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Obed, Elisha Boxer
Daten
Geburtsname Ferguson, Everett Osvald
Gewichtsklasse Leichtmittelgewicht, Mittelgewicht
Nationalität Bahamas
Geburtstag 21. Februar 1952
Geburtsort Nassau, Bahamas
Stil Linksausleger
Größe 1,82 m
Kampfstatistik
Kämpfe 114
Siege 88
K.-o.-Siege 59
Niederlagen 20
Unentschieden 4

Elisha Obed (* 21. Februar 1952 in Nassau, Bahamas) ist ein ehemaliger Boxer von den Bahamas. Er war Weltmeister der Berufsboxer im Leichtmittelgewicht.

Werdegang[Bearbeiten]

Elisha Obed, der mit bürgerlichem Namen Everett Osvald Ferguson hieß, kam mit 12 Jahren in Nassau/Bahamas zum Boxen. Als Jugendlicher bestritt er auf den Bahamas 46 Amateurkämpfe, die er alle gewann. Schon mit 15 Jahren bestritt er am 15. September 1967 in Nassau seinen ersten Profikampf, den er über seinen Landsmann Taylor Ventura durch KO in der 1. Runde gewann. Bis zum Jahr 1973 boxte er sechsunddreißigmal auf den Bahamas. Von diesen Kämpfen gewann er 34. Ein Kampf ging unentschieden aus, es war die Revanche gegen Taylor Ventura und nur einen Kampf verlor er am 11. Dezember 1967 gegen den 26 Jahre älteren Kid Carew, der für den damaligen Anfänger einfach zu routiniert war. Am 8. April wurde Elisha Obed in Nassau Meister der Bahamas im Weltergewicht durch einen technischen OK-Sieg in der 6. Runde über Sugar Cliff.

Am 19. Oktober 1973 bestritt er in Boca Raton in Florida seinen ersten Kampf auf US-amerikanischen Boden. Er besiegte dabei Jose Melendez aus Puerto Rico durch KO in der 8. Runde. Am 12. November 1973 besiegte er in Miami Beach den Meister von Florida Dennis Riggs durch KO in der 4. Runde und wurde dadurch einem breiteren US-amerikanischen Publikum bekannt. In den nächsten Jahren kämpfte er dann abwechselnd in Florida und auf den Bahamas. Er blieb bei fast allen diesen Kämpfen siegreich und boxte sich in der Weltrangliste im Halbmittelgewicht Zug um Zug nach oben. Am 21. Januar 1975 gewann er in Miami Beach die Nordamerikanische Meisterschaft im Leichtmittelgewicht durch einen techn. KO-Sieg in der 11. Runde über den Kanadier Fernand Marcotte.

Am 13. November 1975 erhielt Elisha Obed die Chance in Paris gegen den Brasilianer Miguel de Oliveira um den Weltmeistertitel der WBC im Leichtmittelgewicht zu boxen. Er nutzte diese Chance und wurde durch einen techn. KO-Sieg in der 11. Runde neuer Weltmeister. Diesen Titel verteidigte er am 28. Februar 1976 in Nassau gegen den US-Amerikaner Tony Gardner und am 24. April 1976 in Abidjan gegen Sea Robinson von der Elfenbeinküste erfolgreich. Am 18. Juni 1976 boxte er in der Deutschlandhalle in Berlin gegen den unberechenbaren Deutschen Eckhard Dagge erneut um den WM-Titel. Bis zur 9. Runde lag er dabei mit ca. 2 Punkten in Führung und hatte Dagge mehrmals am Rande eines Niederschlages. In der 10 Runde wurde er aber von Dagge zweimal hart getroffen und zu Boden geschickt und noch in der gleichen Runde vom Ringrichter wegen Verteidigunsunfähigkeit auf dem Ring genommen. Er verlor dadurch seinen WM-Titel an Eckhard Dagge.

Am 11. März 1978 erhielt Elisha Obed noch einmal eine Chance um den WBC-WM-Titel im Halbmittelgewicht zu boxen. Er traf in Melbourne auf den in Italien geborenen Australier Rocky Mattioli und unterlag diesem durch KO in der 7. Runde. Er konnte seine Chance also nicht nutzen.

Nach dieser Niederlage boxte Elisha Obed, meist auf den Bahamas oder in Florida noch bis zum Jahre 1988. Er gewann viele dieser Kämpfe, musste aber, vor allem gegen Ende seiner Laufbahn, auch einige bittere Niederlagen einstecken. Er kämpfte auch noch zweimal in Deutschland. Am 2. September 1978 unterlag er in Berlin gegen den Jugoslawen Marjan Benes nach 10 Runden nach Punkten und am 31. Oktober 1978 unterlag er in München gegen Georg Steinherr mit dem gleichen Ergebnis.

Am Ende seiner Laufbahn hatte er 114 Kämpfe bestritten, von denen er 88 gewann.

Quellen[Bearbeiten]

  • Fachzeitschrift Box Sport aus den Jahren 1965 bis 1988,
  • Website "www.boxrec.com"

Weblinks[Bearbeiten]