Elstar
| Elstar | |
|---|---|
| Art | Kulturapfel (Malus domestica) |
| Herkunft | Wageningen, Niederlande |
| Institut | Institut für gärtnerische Pflanzenzüchtung, Wageningen |
| Züchtungsjahr | 1955 |
| Markteinführung | 1975 |
| Abstammung | |
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Kreuzung aus |
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| Liste von Apfelsorten | |
Elstar ist eine 1955 in den Niederlanden am Institut für gärtnerische Pflanzenzüchtung in Wageningen gezüchtete und 1972 ins Zuchtbuch eingetragene Apfelsorte, die eine recht weite Verbreitung gefunden hat.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung [Bearbeiten]
Muttersorte ist Golden Delicious, Vatersorte Ingrid-Marie. Die Sorte wurde ab 1975 verbreitet.
Elstar ist eine aromatische und saftige, fein-säuerliche Apfelsorte mit weiß-gelblichem Fruchtfleisch.
Was Ertrag und Krankheit- und Schädlingsanfälligkeit angeht, ist Elstar vorteilhaft und vergleichsweise resistent. Dennoch hat er eine Neigung zu Apfelschorf und eine sehr starke Neigung zum Echten Mehltau und zur Kragenfäule. Die Neigung zu Alternanz ist oft nicht leicht zu beherrschen. Der Apfel bevorzugt kühlere Klimazonen.[1]
Ernte ist von Anfang bis Ende September. Der Apfel benötigt nur eine kurze Wachstumsperiode[1], am Kühllager ist er bis etwa Ende November haltbar, am CA-Lager bis etwa Ende März. Elstar ist mit der Ernte sofort genussreif.
Eine rötere Mutation von Elstar ist Ellista.[1] Durch die Kreuzung der Sorten Elstar und Priscilla entstand die neue Sorte Santana.
Allergien [Bearbeiten]
Nach einer Studie[2] des Deutschen Allergie- und Asthmabunds reagieren viele Apfelallergiker oft auf jüngere Apfelzüchtungen wie Elstar, Jonagold oder Golden Delicious mit allergischen Reaktionen wie Kribbeln und Anschwellen der Lippen und Jucken in Mund und Rachen. Im Extremfall kann es auch zu Atemnot und Asthmaanfällen kommen. Die Symptome zeigen sich besonders häufig bei Menschen, die auch auf Pollen von Birke, Erle und Hasel allergisch reagieren. Verantwortlich für diese sogenannte Kreuzallergie ist ein bestimmtes Protein, das im Apfel vorkommt. Es heißt Mal d 1, nach Malus domestica, dem wissenschaftlichen Namen des Kulturapfels, und ähnelt einem Protein in Birkenpollen so stark, dass das körpereigene Immunsystem beide Proteine nicht auseinander halten kann und daher auf beide mit einer allergischen Reaktion antwortet.[3]
Literatur [Bearbeiten]
- Willi Votteler: Verzeichnis der Apfel- und Birnensorten, Obst- und Gartenbauverlag, München 1993, ISBN 3-87596-086-6, S. 125.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b c J. E. Jackson: The Biology of Apples and Pears Cambridge University Press ISBN 1139437054 S. 43
- ↑ Die Apfelsaison hat begonnen, Deutscher Allergie- und Asthmabund, September 2011
- ↑ Alte Apfelsorten helfen bei Allergie Kölnische Rundschau vom 11. Oktober 2011