Endre Szervánszky

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Gedenktafel in Budapest

Endre Szervánszky (* 27. Dezember 1911 in Kistétény; † 25. Juni 1977 in Budapest) war ein ungarischer Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Endre Szervánszky ist der Bruder des Künstlers Jenő Szervánszky und des Violinisten Péter Szervánszky. Außerdem ist er der Onkel der Pianistin Valéria Szervánszky. Er studierte von 1922 bis 1927 Klarinette an der Franz-Liszt-Musikakademie. Ab 1931 studierte er dann Komposition bei Albert Siklós in Budapest. Er arbeitete für das ungarische Radio und lehrte von 1942 bis 1948 Musiktheorie am Konservatorium. 1948 wurde er Professor für Komposition. Seine Musik ist durch Béla Bartók[1] und Zoltán Kodály[2] beeinflusst worden. Später widmete er sich der Seriellen Musik. Seine Komposition Six Orchestral Pieces (1959) war das erste ungarische Werk nach dem Krieg in Zwölftontechnik. Wahrend des Zweiten Krieges bewahrte er Juden vor der Deportation und wurde dafür 1998 als Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Endre Szervánszky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Don Michael Randel (Hg.): The New Harvard Dictionary of Music. Belknap Press, Cambridge 2003, ISBN 0-674-01163-5, S. 397.
  2. Klaus-Detlev Grothusen (Hg.): Ungarn. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1987, ISBN 3-525362-05-6, S. 621 (Südosteuropa-Handbuch 5).