Erin Brockovich

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Dieser Artikel beschreibt die US-amerikanische Umweltaktivistin. Für den gleichnamigen Film siehe Erin Brockovich (Film).
Erin Brockovich im März 2012

Erin Brockovich-Ellis (* 22. Juni 1960 in Lawrence, Kansas, als Erin L. E. Pattee) ist eine US-amerikanische Rechtsanwaltsgehilfin. Sie spielte als Mitarbeiterin der Anwaltskanzlei Masry & Vititoe eine wichtige Rolle in einem Gerichtsverfahren gegen das US-Unternehmen Pacific Gas and Electric (PG&E), um die Trinkwasserverseuchung des kalifornischen Orts Hinkley zu stoppen. Das Verfahren wurde 1996 mit der Zahlung der Rekordsumme von 333 Millionen US$ beigelegt.

Leben[Bearbeiten]

Erin Brockovich hat keine Rechtsausbildung, sie begann als Bürohelferin und übernahm dann die Mandantenwerbung. Zusammen mit Rechtsanwalt Ed Masry war sie in weiteren, ähnlich gelagerten Fällen tätig, unter anderem gegen eine weitere Fabrik der PG&E in Kettleman Hills. Für ihr Vorgehen wurden die beiden von Gerichten und Medien scharf kritisiert. Ihnen wurde vorgeworfen, ohne jede fachliche Basis Vorwürfe zu erheben und sich mit den beschuldigten Unternehmen auf Vergleiche zu einigen, auf welche die Beklagten allein wegen des drohenden Verlusts ihres Ansehens eingingen.[1]

Um die Dokumentation Last call at the oasis der Regisseurin Jessica Yu vorzustellen, die von der weltweiten Wasserkrise berichtet und in der sie eine Hauptrolle einnimmt, besuchte Erin Brockovich 2012 die Internationalen Filmfestspiele in Berlin.[2]

Infolge der Aufmerksamkeit durch den Film ging Brockovich-Ellis zum Fernsehen und moderierte Challenge America With Erin Brockovich bei ABC und Final Justice für den CBS-Kanal Zone Reality. Sie schrieb mehrere Bücher, darunter das Buch Take It From Me. Life’s A Struggle, But You Can Win, das auf die Bestseller-Liste der New York Times kam.[3]

Sie gründete ein Beratungsunternehmen und arbeitet als Consultant für Rechtsanwaltskanzleien in Fragen der Mandantengewinnung und -betreuung und führt Recherchen durch.

Verfilmung[Bearbeiten]

2000 wurde ihre Geschichte unter dem Titel Erin Brockovich verfilmt. Die Hauptrolle spielte Julia Roberts, die dafür mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Brockovich-Ellis hat in dem Film einen Cameo-Auftritt als Kellnerin mit Namen Julia.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The New Republic: Toxic, 24. November 2003
  2. Erin Brockovich über Last call at the oasis auf der Berlinale 2012 auf Tagesspiegel.de, 16. Februar 2012
  3. Erin Brockovich: My Story