Eugen Ray

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Eugen Ray 1977

Eugen Ray (* 26. Juli 1957 in Gerbstedt, Kreis Hettstedt, Harz; † 9. Januar 1986 in Leipzig) war ein deutscher Leichtathlet und Olympiateilnehmer, der - für die DDR startend - Ende der 1970er Jahre als 100-Meter-Läufer erfolgreich war. Sein größter Erfolg ist der zweifache Gewinn einer Silbermedaille bei den Europameisterschaften 1978: Im 100-Meter-Lauf (10,36 s) und mit der 4-mal-100-Meter-Staffel der DDR (38,78 s, zusammen mit Manfred Kokot, Olaf Prenzler und Alexander Thieme). In den Jahren 1977, 1978 und 1980 wurde Eugen Ray DDR-Meister im 100-Meter-Lauf.

Bei den Olympischen Spielen 1980 erreichte er mit der 4-mal-100-Meter-Staffel Platz fünf, im 100-Meter-Lauf schied er im Halbfinale aus.

1977 gewann er den 100-Meter-Lauf des Europacup-Finales in Helsinki mit einem neuen DDR-Rekord (10,12 s, 13. August 1977). Beim Leichtathletik-Weltcup im gleichen Jahr wurde er Zweiter (10,15 s). Am 7. August 1977 stellte er mit 20,37 s in Dresden einen DDR-Rekord im 200-Meter-Lauf auf.

Im Winter 1982/1983 versuchte er sich erfolglos im Bobsport.

Eugen Ray gehörte dem SC Chemie Halle an. In seiner aktiven Zeit war er 1,83 m groß und 86 kg schwer. Seine zweite Ehefrau Marlies Helbig war 1982 und 1983 Weltmeisterin im Luftgewehrschießen.

Er wurde zunächst Elektromonteur und später Schutzpolizist in Leipzig. Er starb 28-jährig im Dienst nach einer Blaulichtfahrt zu einem Unfallort, auf der es an einer Kreuzung zu einem Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug kam.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft