Olaf Prenzler

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Olaf Prenzler wird 1978 DDR-Meister über 200 Meter.

Olaf Prenzler (* 2. April 1958 in Kästorf) ist ein deutscher Leichtathlet und Olympiateilnehmer, der - für die DDR startend - in den 1970er- und 1980er-Jahren ein erfolgreicher Sprinter war. Er wurde 1982 Europameister im 200-Meter-Lauf und gewann vier weitere Medaillen bei den Europameisterschaften 1978, 1982 und 1986.

Leben[Bearbeiten]

Prenzler gewann 1977 die Silbermedaille über 100 Meter bei den Junioreneuropameisterschaften. 1978 wurde er über 200 Meter (20,61 s) und mit der 4-mal-100-Meter-Staffel der DDR Vize-Europameister (38,78 s, zusammen mit Manfred Kokot, Eugen Ray und Alexander Thieme; Prenzler als Schlussläufer). Bei den Olympischen Spielen in Moskau erreichte er das Halbfinale.

In Athen wurde Prenzler 1982 über 200 Meter mit persönlicher Bestzeit von 20,46 s Europameister. Außerdem gewann er mit der 4-mal-100-Meter-Staffel die Silbermedaille (38,71 s, zusammen mit Thomas Munkelt, Detlef Kübeck und Frank Emmelmann; Prenzler als dritter Läufer) und erreichte Platz sechs über 100 Meter. 1985 wurde er in der Halle Vize-Europameister. In Stuttgart belegte Prenzler bei den Europameisterschaften 1986 Platz sieben im 200-Meter-Lauf (21,00 s) und den Silbermedaillenrang mit der Staffel (38,64 s, zusammen mit Thomas Schröder, Steffen Bringmann und Frank Emmelmann; Prenzler als dritter Läufer).

Am 8. Juli 1982 war er in Karl-Marx-Stadt an einem DDR-Rekord im 4-mal-100-Meter-Lauf beteiligt (38,28 s, zusammen mit Thomas Schröder, Detlef Kübeck und Frank Emmelmann; Prenzler als dritter Läufer).

Olaf Prenzler startete für den SC Magdeburg und trainierte bei Jürgen Ludewig. In seiner Wettkampfzeit war er 1,78 m groß und 76 kg schwer. In den nach der Wende öffentlich gewordenen Unterlagen zum Staatsdoping in der DDR fand sich bei den gedopten Sportlern auch der Name von Prenzler.[1]

Olaf Prenzler studierte zunächst Sportwissenschaften. Nach dem Ende der DDR wurde er Generalvertreter einer Versicherung. Er hat einen Sohn (Steven, * 1978), der ebenfalls als Sprinter aktiv war.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brigitte Berendonk: Doping. Von der Forschung zum Betrug. Reinbek 1992, ISBN 3-499-18677-2, S. 183

Weblinks[Bearbeiten]