Eurotower

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Dieser Artikel behandelt den Eurotower Frankfurt. Für den gleichnamigen Aussichtsturm im Europa-Park Rust siehe Euro-Tower.
Eurotower
Eurotower
Basisdaten
Ort: Willy-Brandt-Platz 2 (Innenstadt)
Bauzeit: 1971–1977
Architekt: Richard Heil
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Bürohochhaus, Bank
Eigentümer: RFR-Holding
Hauptmieter: ursprünglich BfG, heute EZB
Bauherr: Hausgesellschaft am Theaterplatz
Technische Daten
Höhe: 148,0[1] m
Etagen: 40
Geschossfläche: 78.000 m²
Konstruktion: Stahlbetonskelett mit vorgehängter Alu- und Glasfassade
Höhenvergleich
Frankfurt am Main: 13. (Liste)
Deutschland: 15. (Liste)
Anschrift
Stadt: Frankfurt am Main
Land: Deutschland

Der Eurotower ist ein bekanntes Hochhaus in der Innenstadt von Frankfurt am Main. Das 148 Meter hohe Gebäude ist bis 2014 der Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und wird danach die Arbeitsstätte der EZB-Mitarbeiter des Einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus.[2]

Das 40 Geschosse zählende, früher als BfG-Hochhaus bekannte Gebäude wurde von Richard Heil und Johannes Krahn[3] entworfen und 1977 bezogen. Nutzer war die damals gewerkschaftseigene Bank für Gemeinwirtschaft (BfG). Später wurde das Gebäude vom Europäischen Währungsinstitut übernommen, aus der zum 1. Juni 1998 die Europäische Zentralbank hervorging.

Das Hochhaus steht wie das Opern- und Schauspielhaus der Städtischen Bühnen am Willy-Brandt-Platz (Kaiserstraße 29) und nimmt einen ganzen Straßenblock ein. Die anderen begrenzenden Straßen sind die Kaiserstraße, die von zahlreichen Hochhäusern gesäumte Neue Mainzer Straße sowie die Gallusanlage, Teil der Frankfurter Wallanlagen.

Das BfG-Hochhaus war das erste zumindest in den Sockelgeschossen für die Öffentlichkeit zugängliche Hochhaus in Frankfurt. In den unteren drei Stockwerken befand sich bis in die 90er-Jahre ein Einkaufszentrum mit direktem Zugang zum U-Bahnhof Theaterplatz (heute: U-Bahnhof Willy-Brandt-Platz). Nach Auszug der damaligen BfG-Bank in ein neues Hochhaus wurde der Eurotower 1995/96 für die EZB umgebaut. Die wenig rentablen Ladenflächen des bisherigen Einkaufszentrums wurden auf einige Ladenlokale zur Straße hin und einen Durchgang zur U-Bahn Station reduziert. Später wurden auch diese Flächen von der EZB genutzt. Seitdem umfasst das Haus 46.600 m² Nutzfläche. Es gehörte von 1994 bis 2007 einem offenen Immobilienfonds der Dresdner-Bank-Tochter DEGI. Danach wurde es für 430 Millionen Euro an die New Yorker RFR-Holding verkauft.

Eurotower (Bildmitte) im Bankenviertel
Eurotower, dahinter die Städtischen Bühnen

Im Erdgeschoss befindet sich heute ein Informationsbüro der EZB, in dem auch Euro-Fanartikel gekauft werden können.

Der größere Platzbedarf der Europäischen Zentralbank war nicht mehr mit dem verfügbaren Angebot an Flächen in der Frankfurter Innenstadt zu decken, so dass ein Umzug in einen neuen Standort im Neubau der Europäischen Zentralbank an der Großmarkthalle im Ostend geplant ist.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wolf-Christian Setzepfandt: Architekturführer Frankfurt am Main/Architectural Guide. 3. Auflage. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-496-01236-6, S. 57 (deutsch, englisch).
  • Peter Cachola Schmal, Ingeborg Flagge: Der Neubau der Europäischen Zentralbank / The New Premises of the European Central Bank. International Architectural Competition / Internationaler Architekturwettbewerb. Birkhäuser Architektur, Basel 2005, ISBN 978-3-7643-7205-7 (deutsch und englisch).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eurotower bei CTBUH
  2. Pressemitteilung der EZB zur Standort-Entscheidung für die Bankenaufsicht
  3. Eurotower bei Emporis

50.1097222222228.6741666666667Koordinaten: 50° 6′ 35″ N, 8° 40′ 27″ O