Félix Godefroid

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Porträt Félix Godefroids von Marie-Alexandre Alophe

Dieudonné-Félix Godefroid (* 24. Juli 1818 in Namur; † 12. Juli 1897 in Villers-sur-Mer bei Lisieux) war ein belgischer Harfenist und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Nachdem Godefroids Vater mit dem Betreiben eines Fest- und Veranstaltungssaales in finanzielle Nöte geraten war, zog dieser mit seiner Familie nach Boulogne-sur-Mer in Frankreich, wo er eine Harfenschule gründete. Dort erlernte Félix Godefroid das Harfenspiel. Ab 1832 war er Student am Pariser Konservatorium. Er war überzeugt vom Sinn der 1811 durch Sébastien Érard entwickelten Doppelpedalharfe. Daraufhin verließ Godefroid das Konservatorium, um sich auf diesem neuartigen Instrument zu perfektionieren. Ab 1839 begann er eine beachtenswerte Karriere als Harfensolist, die ihn durch ganz Europa und in den Vorderen Orient führte. 1847 ließ er sich in Paris nieder.

Als Komponist schrieb er sowohl für Harfe als auch für Klavier, welches er ebenfalls virtuos beherrschte. Darüber hinaus komponierte er mehrere Messen und die beiden Opern La Harpe d'or und La Fille de Saül. Sein Lehrwerk Mes exercices pour la harpe, wurde von mehreren Generationen Harfen-Schülern als Standardwerk gebraucht.

Mit seiner belgischen Heimat hielt er sein Leben lang Kontakt, so porträtierte ihn 1856 der Namurer Maler Félicien Rops.

Sein älterer Bruder Jules-Joseph Godefroid (1811–1840) war ebenfalls als Harfenist und Komponist tätig.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Sonate pour violoncelle et piano (1841).
  • La Harpe d'or
  • La fille de Saül (1882)
  • Le rouet de Marguerite (1889)
  • „Romance sans paroles“
  • École Mélodique sur des mélodies de Schubert: Quand tu me vois souffrir
  • École Mélodique sur Schubert: Le désir
  • École Mélodique sur Schubert: Sois toujours mes seules amours
  • École Mélodique sur Schubert: Les ris et les pleurs
  • Étude de concert en mi bémol mineur pour harpe (1978)
  • Mes exercices pour la harpe (1891)

Weblinks[Bearbeiten]