Faber Lotto-Service

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Faber Lotto-Service
Rechtsform GmbH
Sitz Bochum
Mitarbeiter 68[1]
Umsatz 13 Mio. Euro (2012)[1]
Branche Lotterievermittler
Website www.faber.de
Stand: 1. September 2014 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2014
Firmensitz an der Markstraße in Bochum

Die Faber Lotto-Service GmbH ist ein Dienstleistungsunternehmen im Bereich des deutschen Lotto- und Lotteriemarkts und Anbieter von Lotto-Spielgemeinschaften. Faber organisiert Lotto-Spielgemeinschaften unter Berücksichtigung des von Faber eingeführten Hochquotenspiels, das sich die Eigenschaften von Lotto als Totalisatorwette zunutze macht. Darüber hinaus ist die Staatliche Lotterieeinnahme Faber KG einer der größten Lotterieeinnehmer der Nordwestdeutschen Klassenlotterie (NKL).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Faber Lotto-Service wurde Ende der 1970er Jahre durch Norman Faber (* 1944) gegründet. Bekannt wurde Faber vor allem durch Direktmarketingmaßnahmen, Sponsoring und TV-Spots. Faber war von 1992 bis einschließlich der Saison 2001/2002 der Hauptsponsor des VfL Bochum.

Das Unternehmen warb mit hohen Gewinnen durch das so genannte „Hochquotenspiel“. Dazu sollten diejenigen Lottoreihen getippt werden, die möglichst von keinem anderen Lottospieler oder zumindest möglichst wenigen getippt werden.[2] Dass dieses Ziel mit den von Faber praktizierten Methoden erreicht werden konnte, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Eine hohe Gewinnwahrscheinlichkeit versprach das Unternehmen auch durch Spielgemeinschaften.

Im Internet vermittelte der Faber Lotto-Service von 2007 bis Ende 2008 das staatliche Lotto 6 aus 49. Nach dem Glücksspielstaatsvertrag, der von Norman Faber mit ganzseitigen Zeitungsanzeigen kritisiert wurde, war ein Online-Lotto-Service nicht mehr zulässig. Zum 1. Januar 2009 stellte Faber die Internetvermittlung ein, nachdem das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 17. Dezember 2008 (Az. 1 BvR 3409/08) eine Verfassungsbeschwerde von Faber Lotto-Service nicht zur Entscheidung angenommen hatte, weil sie keine Aussicht auf Erfolg habe, da für eine Verletzung von Grundrechten und grundrechtsgleichen Rechten nichts ersichtlich sei. In seinem Urteil vom 8. September 2010 hat der Europäische Gerichtshof jedoch das im aktuellen Glücksspielstaatsvertrag verankerte Sportwettmonopol für staatl. Anbieter jedoch wieder gekippt.

1992 erwirtschaftete das Unternehmen 300 Mio. Mark Umsatz und hatte 150 Beschäftigte.[3] In seinen besten Zeiten erzielte Faber 300 Millionen Euro Umsatz.[4] Nach der Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrages im Jahr 2006 sanken die Umsätze des Unternehmens um mehr als 80 Prozent. 2008 erwirtschaftete das Unternehmen nur noch 43,25 Mio. Euro, 2009 lediglich 29,17 Mio. Euro.[5]

2011 klagte das Unternehmen gegen das Land Nordrhein-Westfalen gegen die Auflagen aus dem Glücksspielstaatsvertrag und gewann.[6] Nach Inkrafttreten des Glücksspieländerungsstaatsvertrags im Juli 2012 erhielt das Unternehmen die Erlaubnis als Spielevermittler im Internet.

Produkte[Bearbeiten]

Das Unternehmen bietet auf seiner Website die Möglichkeit zum Lottospiel „6 aus 49“ sowie dem Eurojackpot-Tipp an.

Irreführende Werbung und Kritik[Bearbeiten]

Faber wurde in der Vergangenheit kritisiert, mit falschen Millionären geworben zu haben, und zog einen Werbespot mit Schauspielern, die sich als Lottomillionäre ausgaben, zurück.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Jahresabschluss 2012 laut Bundesanzeiger
  2. Michael Drosten: Ist Hoffnung verkäuflich?, Interview mit Norman Faber, Absatzwirtschaft vom 10. Mai 1995, S. 14
  3. Glück im Tresor, Der Spiegel, 12/1993
  4. Handelsblatt.de
  5. jahresabschluss 2009 laut Bundesanzeiger
  6. Rechtsstreit: Lotto Faber gewinnt neue Freiheiten, Der Westen, 7. April 2011
  7. w&v: Faber führt Zuschauer mit falschen Lotto-Millionären in die Irre

51.4590687.256434Koordinaten: 51° 27′ 33″ N, 7° 15′ 23″ O