Faber Lotto-Service

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Firmensitz an der Markstraße in Bochum

Die Faber Lotto-Service GmbH ist ein Dienstleistungsunternehmen im Bereich des deutschen Lotto- und Lotteriemarkts und ein bekannter Anbieter von Lotto-Spielgemeinschaften. Faber organisiert Lotto-Spielgemeinschaften unter Berücksichtigung des von Faber eingeführten Hochquotenspiels, das sich die Eigenschaften von Lotto als Totalisatorwette zunutze macht. Darüber hinaus ist die Staatliche Lotterieeinnahme Faber KG einer der größten Lotterieeinnehmer der Nordwestdeutschen Klassenlotterie (NKL). Die Firmengruppe beschäftigt zur Zeit über 500 Mitarbeiter in Bochum.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Faber Lotto-Service wurde Ende der 1970er Jahre durch Norman Faber (* 1944) gegründet. Der Service umfasst die Organisation und Abwicklung von Lotto-Spielgemeinschaften unter Anwendung des sogenannten Hochquotenspiels. Faber-Spielgemeinschaften erzielten aktuell bislang 174 Lotto-Sechser.

Bekannt wurde Faber vor allem durch Direktmarketingmaßnahmen, Sponsoring und TV-Spots. Faber war von 1992 bis einschließlich der Saison 2001/2002 der Hauptsponsor des VfL Bochum, sowie Sponsor von Tennisturnieren und weiteren Sportveranstaltungen.

Produkte und Dienstleistungen[Bearbeiten]

Ziel des Services ist es, die Gewinnchancen von Lottospielern durch Spielgemeinschaften zu erhöhen und den Mitspielern im Gewinnfall höhere Gewinnquoten zu ermöglichen. Die Höhe des Gewinns soll durch das so genannte Hochquotenspiel optimiert werden.

Lotto-Spielgemeinschaften[Bearbeiten]

Die Chancen, Gemeinschaftseinzelgewinne zu erzielen, werden durch mehrere Teilnehmer erhöht, indem der Einsatz für eine große Anzahl zu spielender Lottoreihen sowie die daraus resultierenden Gewinne geteilt werden. Hierdurch steigt die Gewinnhäufigkeit und auch die Wahrscheinlichkeit, einen der höheren und damit gewinnträchtigeren Gewinnränge zu treffen. Im Falle eines Gewinnes muss dieser allerdings durch alle Spielteilnehmer geteilt werden. Für den einzelnen Mitspieler gibt es somit nur einen Bruchteil des jeweils erzielten Gewinnes. Die höheren Chancen auf einen gemeinschaftlichen Einzelgewinn werden durch das notwendige Teilen des Gewinnes kompensiert. Der Erwartungswert bleibt daher auch bei Lotto-Spielgemeinschaften in unveränderter Höhe unter dem Einsatz.

Hochquotenspiel[Bearbeiten]

Der Ausdruck „Hochquotenspiel“ beschreibt das Analysieren und Tippen von Lottoreihen, die im Gewinnfall höhere Gewinnquoten erwarten lassen (so genannte Hochquotenreihen). Das Hochquotenspiel von Faber basiert auf den Eigenschaften von Lotto als Totalisatorwette. Hierbei teilen sich jeweils alle Gewinner einer Gewinnklasse den Gewinnbetrag. Je mehr Gewinner also vorhanden sind, desto geringer wird der Gewinnbetrag pro Gewinner. Ziel sollte es daher sein, im Gewinnfall möglichst wenige Mitgewinner zu haben, um einen höchstmöglichen Gewinnbetrag zu erzielen. Dazu ist es beim Lotto nötig, diejenigen Lottoreihen zu tippen, die möglichst von keinem anderen Lottospieler oder zumindest möglichst wenigen getippt werden. Dass dieses Ziel mit den von Faber praktizierten Methoden erreicht werden kann, ist wissenschaftlich nicht erwiesen.

Online-Lotto[Bearbeiten]

Im Internet vermittelte der Faber Lotto-Service von 2007 bis Ende 2008 das staatliche Lotto 6 aus 49. Nach dem Glücksspielstaatsvertrag, der von Norman Faber mit ganzseitigen Zeitungsanzeigen kritisiert wurde, ist ein Online-Lotto-Service nicht mehr zulässig. Zum 1. Januar 2009 stellte Faber die Internetvermittlung ein, nachdem das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 17. Dezember 2008 (Az. 1 BvR 3409/08) eine Verfassungsbeschwerde von Faber Lotto-Service nicht zur Entscheidung angenommen hatte, weil sie keine Aussicht auf Erfolg habe, da für eine Verletzung von Grundrechten und grundrechtsgleichen Rechten nichts ersichtlich sei. In seinem Urteil vom 8. September 2010 hat der Europäische Gerichtshof jedoch das im aktuellen Glücksspielstaatsvertrag verankerte Sportwettmonopol für staatl. Anbieter jedoch wieder gekippt.

Irreführende Werbung und Kritik[Bearbeiten]

Faber wurde in der Vergangenheit kritisiert, mit falschen Millionären geworben zu haben, und zog einen Werbespot mit Schauspielern, die sich als Lottomillionäre ausgegeben haben, zurück.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ShortNews.de: Faber-Lotto - Ärger mit falschen Millionären

Weblinks[Bearbeiten]

51.4590687.256434Koordinaten: 51° 27′ 33″ N, 7° 15′ 23″ O