Familienstammbuch

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Stammbuch der Famlie — Standesamt München (Umschlag)

Das Familienstammbuch oder Stammbuch der Familie ist in Deutschland gebräuchlich, die meisten Familien führen es bei ihren persönlichen Unterlagen.

Das Familienstammbuch enthält die beglaubigten Abschriften der staatlichen Personenstandsbücher (seit 1. Januar 2009 aus dem Personenstandsregister). Ausgestellt wird es, wenn gewünscht, am Tag der Eheschließung oder der Lebenspartnerschaft und dabei den frisch verheirateten Eheleuten (früher nur dem Ehemann) bzw. in einigen Bundesländern auch Lebenspartnerinnen und Lebenspartnern übergeben.

Diese Familienstammbücher sind eine der jüngsten Quellen der Familiengeschichte, weil sie flächendeckend erst mit den Standesämtern am 1. Januar 1875 eingeführt wurden.

Eingetragen werden die Herkunft, die Eltern der Ehepartner bzw. Lebenspartner und gegebenenfalls die Geburten von Kindern, Bescheinigungen der Kirche über die kirchliche Trauung und die Taufen der Kinder, sowie Sterbeurkunden.

In der Schweiz hieß das vergleichbare Dokument, das bis 2005 ausgestellt wurde, Familienbüchlein.

Abgrenzung[Bearbeiten]

  • Das Familienstammbuch wird manchmal auch nur Stammbuch oder fälschlicherweise Familienbuch genannt.
  • Ein Familienstammbuch ist nicht zu verwechseln mit einem Ahnenpass.

Format[Bearbeiten]

In Deutschland sind zwei Stammbuch-Formate gebräuchlich: Für große Urkunden im Format DIN A4 und für kleine Urkunden im Format 13 x 20 cm (also nicht DIN A5). Bei den kleinen Urkunden ist die Lochung sehr speziell und nicht mit anderen marktüblichen Lochungen kompatibel: 6 Löcher jeweils im Abstand von 30 mm. Der Abstand zum Seitenrand beträgt dabei oben und unten jeweils 25 mm.

Beide Formate sind lt. §48 PStV zulässig. Laut den Angaben eines Verlages[1] werden noch immer etwa 90 % der neuen Stammbücher im Format für die kleinen Urkunden herausgegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Häufig gestellte Fragen. FAQ Stammbuchverlag