Festung Gonio

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Gonio

Die Festung Gonio (georgisch გონიოს ციხე), früher Apsaros, ist eine römische Festung in Georgien, in der Autonomen Republik Adscharien, in der Munizipalität Chelwatschauri, In der Nähe des gleichnamigen Dorfes. Sie liegt am Strand des schwarzen Meers, in der Nähe der Mündung des Flusses Tschorochi.

Der älteste Hinweis auf die Festung von Plinius dem Älteren befindet sich in der Naturalis Historia aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. In den griechischen und römischen Quellen ist Gonio mit dem Namen Apsaros oder Apsaruntos bekannt; der heutige Name Gonio stammt aus dem 12. Jahrhundert.

Im 2. Jahrhundert n. Chr. war Apsaros eine gut befestigte römische Stadt im georgischen Reich Kolchis. In der Stadt gab es auch ein Theater und ein Hippodrom. Später kam Gonio unter byzantinischem Einfluss. In der Nähe von der Stadt gab es auch eine genuesische Handelsfaktorei.

Im Jahr 1547 wurde Gonio von den Osmanen besetzt. Sie hielten die Stadt bis 1878. In diesem Jahr wurde Adscharien durch den San-Stephano-Vertrag ein Teil des russischen Reiches.

Der Grundriss der Festung ist ein Rechteck mit den Maßen 195 × 245 Meter. Jeder Seite hat ein Eingangstor. Die Mauer ist mit 18 Türmen befestigt. Die Türme in den Ecken sind größer. Die Festung Gonio wurde aus Stein erbaut.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gonio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Emzar Kakhidze: Apsaros. A Roman Fort in Southwestern Georgia. In: P. G. Bilde, J. H. Petersen (Hrsg.): Meetings of Cultures in the Black Sea Region: Between Conflict and Coexistence. (Black Sea Studies, 8) Aarhus 2008, S. 303–332
  • ვ. იაშვილი, გონიოს ციხის ისტორიისათვის, ქართული მატერიალური კულტურის ძეგლები აჭარაში, ბათუმი, 1958. (georgisch) (dt: W. Iaschwili, Für die Geschichte der Festung Gonio, Georgische Kulturdenkmäler in Adscharien, Batumi, 1958.)
  • ი. სიხარულიძე, აჭარის მატერიალური კულრუტის ძეგლები, ბათუმი, 1962. (georgisch) (dt: I. Sicharulidse, Materialle Denkmäler in Adscharien, Batumi, 1962)
  • I. Sicharulidse, P. Sakaraia, Georgische Sowjetenzyklopädie, Band 3., S. 218, Tiflis, 1978. (georgisch)

41.57305555555641.573611111111Koordinaten: 41° 34′ 23″ N, 41° 34′ 25″ O