Batumi
| Batumi ბათუმი |
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| Staat: | |||
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| Koordinaten: | 41° 39′ N, 41° 39′ O41.64583333333341.6416666666672-3Koordinaten: 41° 39′ N, 41° 39′ O | ||
| Höhe: | 2-3 m. ü. M. | ||
| Fläche: | 64,9 km² | ||
| Einwohner: | 180.000 (2009) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 2.773 Einwohner je km² | ||
| Zeitzone: | Georgian Time (UTC+4) | ||
| Postleitzahl: | 6010 | ||
| Bürgermeister: | Robert Tschchhaidse | ||
| Webpräsenz: | |||
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Batumi (auch Batum; georgisch ბათუმი; russisch Батуми) ist eine Hafenstadt am Schwarzen Meer und Hauptstadt der Autonomen Republik Adscharien im südwestlichen Georgien mit etwa 180.000 Einwohnern[1] Batumi ist ein Wissenschaftsstandort mit Hochschulen, Universität, Marinefakultät und landwirtschaftlichem Institut.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Batumi liegt auf einer flachen Halbinsel nahe der Mündung des Flusses Tschorochi in das Schwarze Meer. Sie wird von steilen Hügelketten eingeschlossen, die im Vorfeld des Kleinen Kaukasus liegen. Die Vororte der Stadt mit alten Holzhäusern und Plattenbau-Siedlungen wurden in die Hügel hinein gebaut, während die Altstadt an das Meer grenzt.
Geschichte [Bearbeiten]
Batumi wurde als griechische Kolonie unter dem Namen Batis gegründet. Er wird von den griechischen Worten bathis limin abgeleitet und bedeutet tiefer Hafen. Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt vom Osmanischen Reich annektiert und 1873 Russland angegliedert. 1901 organisierte Josef Stalin Streiks in Batumi. Nach dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk wurde die Stadt 1918 im April zunächst Teil der Türkei, im Dezember dann für 19 Monate von Großbritannien besetzt. Nach dem Abschluss des Orientvertrages zwischen Sowjetrussland und der Türkei fiel Batumi am 18. März 1921 an die Sowjetunion und wurde die Hauptstadt Adschariens.
Bereits in den 1870er Jahren war Batumi einer der wichtigsten Welt-Exporteure von Wolle, Baumwolle, Holz, Seidenkokons und Mangan. Seit 1883 ist die Stadt zudem ein bedeutender Umschlagplatz für Erdöl. Die Transkaukasische Eisenbahn und eine Pipeline bringen seit mehr als 100 Jahren Rohöl aus dem aserbaidschanischen Baku am Kaspischen Meer.
Gegenwart [Bearbeiten]
Batumi ist heute der Haupthafen Georgiens. Er bietet Platz für die Abfertigung von 80.000-Tonnen-Tankern. Das Erdöl aus Aserbaidschan wird nahe dem Hafen raffiniert und in alle Welt verschifft. Auch Ölexporte aus Kasachstan und Turkmenistan werden in Batumi umgeschlagen. Daneben exportiert die Stadt regionale Agrarprodukte wie Tee und Zitrusfrüchte. Seit 1995 ist der Frachtumsatz des Hafens ständig gestiegen. 2001 betrug er rund 8 Millionen Tonnen im Jahr. Die Staatseinkünfte aus dem Hafen werden auf 200 bis 300 Millionen US-Dollar jährlich geschätzt.
Fährverbindungen aus Batumi bestehen nach Illitschiwsk (bei Odessa), Sotschi und Poti. Mit dem Umbau des Flughafens Poti zu einem "Drehkreuz" für den Luftverkehr in der Kaukasusregion soll die Küstenregion um Batumi gefördert werden.
Seit dem Machtwechsel in Adscharien 2004 hat Batumi internationale Investoren angezogen. Firmen aus Kasachstan, Aserbaidschan und der Türkei errichteten neue Hotelkomplexe. Die Strandpromenade wird renoviert und von 800 Metern auf 5000 Meter ausgebaut. Die Immobilienpreise in der Stadt haben sich seither mehr als verdreifacht.
In Batumi war bis November 2007 die 12. Militärbasis der Gruppe der Russischen Streitkräfte in Transkaukasien (GRVZ) stationiert. Bis 2004 hatten 70 % der Soldaten eine doppelte russisch-georgische Staatsbürgerschaft, danach wurden sie gegen rein russische Staatsangehörige ausgetauscht. Bereits 2006 wurde ein Teil der Fahrzeuge und Waffen aus der Basis entfernt.
Im Juli 2007 verlegte der georgische Verfassungsgerichtshof seinen Sitz von Tbilisi nach Batumi.[2]
Klima [Bearbeiten]
Das Klima Batumis ist subtropisch. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 14 Grad Celsius. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit einer Durchschnittstemperatur von 22 Grad Celsius. Die niedrigste in Batumi aufgezeichnete Temperatur waren -7 Grad Celsius, die höchste 40 Grad Celsius.
Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 2500 mm. Der feuchteste Monat ist Januar mit rund 20 Tagen Regen. Der trockenste Monat ist Mai mit 15 Tagen ohne jeglichen Regen. In der Stadt wachsen Palmen, Zypressen, Magnolien, Oleander, Zitronen- und Orangenbäume.
| Batumi | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Batumi
Quelle: wetterkontor.de
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Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Berühmt ist der 800 Meter lange palmengesäumte Primorski Boulevard am Strand des Schwarzen Meeres. Das Staatsmuseum Adschariens zeigt Schätze aus der griechischen Antike, darunter eine kolchische Bronzekrone, Vasen und Schmuck aus Gold und Silber.
Im Norden der Stadt, am Grünen Kap, liegt der Botanische Garten Batumis. Er bietet auf 114 Hektar eine dendrologische Sammlung mit 3.270 Baumarten. Die Terrassenanlage an der Steilküste bietet spektakuläre Ausblicke über die Bucht von Batumi.
Das südlich Batumis gelegene Aquarium beherbergt über 100 Fischarten. Das Delfinanium zeigt dressierte Große Schwarzmeertümmler (Tursiops truncatus ponticus), eine vom Aussterben bedrohte Unterart des Großen Tümmlers.
Ein beliebtes Ausflugsziel ist Gonio, eine spätrömische Festung, knapp zehn Kilometer vor Batumi. Die Anlagen sind gut erhalten und die Mauern können bestiegen werden. Des Weiteren liegt der Mtirala-Nationalpark in unmittelbarer Nähe der Stadt.
Im Juli 2007 wurde auf dem Freiheitsplatz im Zentrum der Altstadt von Batumi das Medea-Denkmal eingeweiht. Es erinnert an die berühmte griechische Sage vom Goldenen Vlies und symbolisiert zugleich Georgiens historischen Anspruch auf diesen Teil der Schwarzmeerküste.
Bildung, Kultur und Sport [Bearbeiten]
In Batumi gibt es drei Hochschulen, darunter die Staatliche Schota-Rustaweli-Universität. Daneben existieren eine Kunsthochschule und eine Marineakademie. Außerdem finden sich in der Stadt zahlreiche Theater und Museen. Der in der Stadt beheimatete FC Dinamo Batumi spielt in der höchsten Liga des Landes, der Umaghlessi Liga.
Stadtverwaltung [Bearbeiten]
Bürgermeister [Bearbeiten]
Amtierender Bürgermeister von Batumi ist Murman Beridse (Vereinte Nationale Bewegung). Er untersteht der Zentralregierung in Tiflis und wurde von Präsident Micheil Saakaschwili in das Amt berufen.
Partnerstädte [Bearbeiten]
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Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Herbert Backe (1896-1947), deutscher NS-Politiker
- Grigori Mairanowski (1899-1971), sowjetischer Chemiker und Toxikologe
- Antoni Chodurski (1903-1972), sowjetischer Schauspieler
- Ulwi Radschab (1903 - 1938), sowjetisch-aserbaidschanischer Schauspieler
- Aramaschot Papajan (* 1911), armenischer Schriftsteller
- Niyazi Ahmet Banoğlu (1913 - 1992), türkischer Schriftsteller
- Joannis Avramidis (* 1922), pontischer Bildhauer
- Arkadi Strugazki (1925-1991), Anglist, Japanologe und Science Fiction-Autor
- Alexander Barsegjan (1929-2011), sowjetisch-ukrainischer Regisseur
- Rostom Abaschidse (* 1935), sowjetischer Ringer
- Wladimir Bagirow (1936-2011), sowjetisch-aserbaidschanischer Schachspieler
- Aslan Abaschidse (* 1938), georgischer Politiker
- Georgios Andreadis (* 1938), pontischer Schriftsteller
- Dschanri Kaschia (* 1939), georgischer Journalist
- Ansor Kawasaschwili (* 1940, sowjetischer Fußballspieler
- Sarkis Sarchajan (* 1947), russischer Tischtennisspieler
- Fjodor Jurtschichin (* 1959), Kosmonaut
- Waleri Meladse (* 1965), russischer Sänger
- Lewan Warschalomidse (* 1972), georgischer Politiker
- Irakli Alassania (* 1973), georgischer Politiker
- Nona Tsotsoria (* 1973), georgische Juristin
- Muchran Wachtangadse (* 1973), georgischer Ringer
- Dawit Bedinadse (* 1985), georgischer Ringer, Weltmeister 2007
- Sopho Chalwaschi (* 1986), Sängerin
Personen, die mit Batumi in Verbindung stehen [Bearbeiten]
- Katie Melua (* 1984), Sängerin und Musikerin
Siehe auch [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Stadtverwaltung Batumi (engl., georg.)
- Batumi am Schwarzen Meer