Fishbone (Band)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fishbone
Allgemeine Informationen
Genre(s) Funk Rock, Crossover
Gründung 1979
Website http://www.fishbone.net
Gründungsmitglieder
Angelo Moore
Gesang, Gitarre
Kendall Jones (1979-1993)
Trompete, Gesang
Walter A. Kibby III (1979-2003)
Keyboard, Posaune, Gesang
Chris Dowd (1979-1994)
John Norwood Fisher
Philip "Fish" Fisher (1979-1998)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Saxophon
Angelo Moore
Bass, Gesang
John Norwood Fisher
Schlagzeug
John Steward (seit 1999)
Gitarre
Rocky George (seit 2003)
Keyboard, Gesang
Dre Gipson (seit 2004)
Posaune, Gitarre, Gesang
John McKnight (1999–2001, seit 2005)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
John Bigham (1989-1997)
Gitarre
Tracey "Spacey T" Singleton (1998-2003)
Trompete
Curtis Storey jr. (2005-2007)

Fishbone ist eine Crossover-Band aus Kalifornien (USA), die sich 1979 in Los Angeles gründete.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Fishbone spielten am Anfang eine Mischung aus Ska und Funk, alle Bandmitglieder waren als Songwriter tätig. Dieser kreative Input von sechs Musikern ermöglichte es Fishbone, sich mit ihrem persönlichen, sehr eigenwilligen Stil, und Dank einer absolut verrückten und wilden Live-Show, schnell einen Namen in der lokalen Szene zu erarbeiten.

Es dauerte dennoch bis 1985, dass Fishbone Material auf einem Tonträger veröffentlichten. Die "Fishbone EP" enthielt sechs Songs, die heute noch zu dem besten Material der Band gezählt werden. 1986 folgte die musikalische und inhaltliche Fortsetzung der EP mit dem Album "In Your Face". Im Jahr 1988 beschäftigten sich Fishbone auf dem Album "Truth and Soul" erstmals ausgiebig mit ernsten Themen wie Rassismus oder Faschismus, außerdem begann die Band mit vielen verschiedenen Stilen zu experimentieren. 1989 nahmen Fishbone den Gitarristen John Bigham als siebten Mann und zusätzlichen Gitarristen und Songwriter ins Lineup auf.

1991 erschien "The Reality of My Surroundings", das bis heute kommerziell erfolgreichste Album. Die Songs Everyday Sunshine und Sunless Saturday verbuchten erstmals Erfolge in den Charts und auf MTV.

Mit "Give a Monkey a Brain and He'll Swear He's the Center of the Universe" von 1993 hatten Fishbone ihren musikalischen Höhepunkt erreicht. Das Album begann mit krachenden Metal-Riffs und bot in weiteren Songs ebenso perfekt gespielten Ska, Funk, Soul, Reggae, Hardcore Punk und sogar ein an Gospel angelehntes Stück (No Fear). Trotz des kreativen Höhepunktes und dem Auftreten der Band auf dem Lollapalooza-Festival war "Give a Monkey ..." kein so großer Erfolg wie sein Vorgänger, so dass Columbia Records den bestehenden Vertrag beendete.

Weitere Tiefschläge musste die Band mit dem Ausstieg zweier Mitglieder einstecken. Kendall Jones verließ die Band bereits 1993 kurz nach dem Release von "Give a Monkey ...", da der inzwischen streng religiös eingestellte Jones seine Mitgliedschaft bei Fishbone nicht länger mit seinem Glauben vereinbaren konnte. Multitalent Chris Dowd verließ die Band Ende 1994, weil er mit ihrem Werdegang nicht mehr glücklich war. Dowd wollte wieder mehr den alten Fishbone-Sound spielen, besonders den Ska und Reggae, was sich aber nicht mit dem immer Metal- und Punk-lastigerem Weg der anderen Bandmitglieder vereinbaren ließ.

Von ihrer Plattenfirma im Stich gelassen, und nach dem Verlust zweier wichtiger Freunde, Musiker und Songschreiber veröffentlichten die fünf übrigen Mitglieder 1996 das extrem wütende, raue und chaotische Album "Chim Chim's Badass Revenge". Die Platte litt unter eher mieser Produktion und nonexistenter Promotion durch das neue Label. Viele Fans halten "CCBR" jedoch aufgrund seiner unglaublichen Wut und Energie trotzdem für ein Meisterwerk der Band.

"Chim Chim's Badass Revenge" sollte das letzte Fishbone-Album mit John Bigham und "Fish" sein. Gitarrist Bigham ging 1997, um eine eigene Band zu gründen. Schlagzeuger "Fish" verließ die Band nach 19 Jahren im Jahre 1998 aus Frustration über die Entwicklung der Band, die seiner Meinung nach immer härter arbeitete und mehr und mehr Konzerte gab, nur um weniger angesehen und so gut wie kaum bezahlt zu werden. Nach einigen hektischen Mitglieder-Wechseln wurden Gitarrist Spacey T und Schlagzeuger John Steward, sowie John McKnight (als Ersatz für Chris Dowd) die neuen Männer bei Fishbone.

2000 bekam die Band einen Vertrag beim Label Hollywood Records und nahm ein Allstar-Album mit diversen Freunden aus der Musikszene, wie z. B. George Clinton, Gwen Stefani, John Frusciante und Chad Smith, auf. Auch dieses (wieder sehr locker und positiv klingende) Album wurde allerdings nicht stark promotet und kein großer Erfolg.

2002 erschien das Album "Live at the Temple Bar and More", ein Live-Album, auf dem nur neue Stücke enthalten waren. Anfang 2003 hatte die Band erneut schwere Schläge einzustecken, als Spacey T und vor allem Gründungsmitglied und Liebling der Fans Walter Kibby die Band verließen.

Nach einer kurzen Pause kehrten Fishbone 2004 zurück. Angelo Moore, Norwood Fisher, John Steward und John McKnight waren vom letzten Lineup übrig geblieben. Die neuen Mitglieder von Fishbone waren Ex-Suicidal-Tendencies-Mitglied Rocky George (Gitarre), Tori Ruffin (zweite Gitarre), "Pastor" Dre Holmes (Trompete, Gesang) und Dre Gipson (Keyboard). Mit dem brandneuen Lineup befanden sich Fishbone einmal mehr auf ausgiebiger Tournee, für Ende 2005 oder Anfang 2006 wurde neues Material angekündigt.

Diskographie[Bearbeiten]

Die Gruppe „Fishbone“ bei einem Konzert im Jahr 2007
  • 1985: Fishbone
  • 1986: In Your Face
  • 1988: Truth and Soul
  • 1991: The Reality of My Surroundings
  • 1993: Give a Monkey a Brain and He'll Swear He's the Center of the Universe
  • 1996: Chim Chim's Bad Ass Revenge
  • 2000: Fishbone and the Familyhood Nextperience Presents: The Psychotic Friends Nuttwerx
  • 2002: Live at the Temple Bar and More
  • 2005: Live in Amsterdam
  • 2007: Still Stuck in Your Throat
  • 2011: Crazy Glue (EP)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fishbone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien