Flender-Werke

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Dieser Artikel behandelt die Flender-Werft in Lübeck; für den Motoren- und Getriebehersteller in Düsseldorf und Bocholt siehe Flender AG.

Die Flender-Werft AG in Lübeck wurde 1917 als Zweigniederlassung des Unternehmens Brückenbau Flender AG (in Benrath am Rhein) gegründet. 1926 wurde der Betrieb unter dem Namen Lübecker Flender-Werke formal selbstständig gemacht und 1973 in Flender-Werft AG umbenannt. Der Betrieb gehörte zeitweise zu den größeren deutschen Werften.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Zweiter Weltkrieg

Von der Kriegsmarine erhielt sie Aufträge zum Bau von U-Booten und einzelnen Sektionen für den neuen U-Boot-Typ XXI. Insgesamt wurden 42 bei den Flender-Werken gebaute U-Boote von 1940 bis 1944 in Dienst gestellt:[1]

  • U 120U 121 Typ II B
  • U 83U 87 Typ VII B
  • U 88U 92 Typ VII C
  • U 301U 316 Typ VII C
  • U 317U 328 Typ VII C/41
  • U 903U 904 Typ VII C

sowie 157 Sektionen für den Typ XXI

1944 wurde im Konstruktionsbüro der Werft ein kleines Einmann-U-Boot entwickelt. Das bereits am 15. März 1944 fertiggestellte Probeboot machte bei der Vorführung vor Fachleuten des OKM großen Eindruck. Unter dem Namen „Biber“ wurden 324 Boote bis November 1944 bei verschiedenen Firmen gebaut. Gegen Kriegsende wurde dieser Typ zum Typ Biber III weiter entwickelt. Exponate dieser Zeit finden sich im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk.

[Bearbeiten] Nachkriegszeit

Nach dem Krieg beschäftigten die Flender-Werke in den Zeiten der Hochkonjunktur der 1950er Jahre bis zu 4000 Arbeitnehmer. Nach dramatischen Auftragsrückgängen in den 1970er Jahren und einem Arbeitsplatzabbau auf nur noch 600 Beschäftigte konnte sich die Werft mit dem Bau von Containerschiffen und Ro/Ro-Schiffen einen Namen machen, so der Stuttgart-Express-Klasse oder der Santa-Cruz-Klasse.

[Bearbeiten] Schließung

Nach einigen guten Jahren, in denen die Zahl der Beschäftigten wieder auf 800 anstieg, brachte der Bau von zwei Schnellfähren für die griechische Reederei Superfast Ferries große Verluste, die dann im Jahr 2002 zur Insolvenz der Flender-Werke führten [2]. Das letzte Schiff war die Norröna (Bau 694[3]), die für die auf den Färöer-Inseln ansässige Smyril Line gebaut wurde.

[Bearbeiten] Literatur

  • Rainer Wiedemann: Der lange Abschied von Flender. Thomas Helms Verlag, Schwerin 2009, ISBN 978-3-940207-45-6.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. uboat.net
  2. 800 Mitarbeiter fürchten das Aus - manager magazin vom 4. Juni 2002
  3. Photo: Bau 694

53.89787510.785967Koordinaten: 53° 53′ 52,4″ N, 10° 47′ 9,5″ O

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