Fliederbeersuppe

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Ein Teller Fliederbeersuppe (mit Grießklößen und Apfelstücken)

Die Fliederbeersuppe (oder Fliederbeerensuppe, Holundersuppe bzw. Holunderbeerensuppe) ist eine typische Spezialität Norddeutschlands und Dänemarks, die insbesondere in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern verbreitet ist und eine entsprechende Tradition in der Pommerschen Küche hat.[1] Ebenso hat sie ihren Platz in der Sächsischen Regionalküche[2] und in der Vogtländischen Küche.

Es handelt sich um eine Fruchtsuppe, die aus dem Saft der Beeren des Schwarzen Holunders (die als Fliederbeeren bezeichnet werden) hergestellt und heiß mit Mehlklößchen (sog. Klackerklümp) oder Grießklößen (gelegentlich auch mit Schwemmklößen) gegessen wird.

Die Fliederbeersuppe wird – entsprechend der Reife der Holunderbeeren – insbesondere im Herbst und Winter gegessen.

Zubereitung[Bearbeiten]

Bei der Zubereitung werden frische Holunderbeeren mit Zucker gekocht, gesiebt und der entstandene Saft mit Speisestärke gebunden (eingedickt) mit Zitronenschale, ggf. Zitronensaft sowie geschälten Apfel- und Birnenstücken und den Grießklößen gekocht. Werden anstatt Grießklößchen Mehlklößchen verwendet, ist das Andicken normalerweise überflüssig. Gelegentlich werden als Gewürze Zimt und Gewürznelke hinzugegeben. In Ermangelung frischer Holunderbeeren kann auch Holunderbeersaft verwendet werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Holunderbeeren-Suppe. (PDF; 637 kB). In: Magrit Göllnitz: Nostalgische Gaumenfreuden aus Vorpommern. Urgroßmutters Erinnerungen für Leute von heute. (Rezepte, Tips, Volksbräuche, Spökerie). Klatschmohn Verlag, Rövershagen 2007, ISBN 978-3-933574-94-0 (formal falsche ISBN).
  2. Holundersuppe mit Grießklößchen. In: Gudrun Ruschitzka: Sächsisch kochen. Traditionelle Rezepte, die leicht gelingen und Interessantes über die sächsische Küche (= GU-Küchen-Ratgeber). Gräfe und Unzer, München 1995, ISBN 3-7742-1941-9.