Fliegenschnäpper

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Fliegenschnäpper
Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Fliegenschnäpper
Wissenschaftlicher Name
Muscicapidae
Vigors, 1825
Unterfamilien
Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)
Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
Blaukehlchen (Luscinia svecica)
Kaprötel (Cossypha caffra)
Braunbrust-Blauschnäpper (Cyornis tickelliae)
Weibchen des Zwergscherenschwanzes (Enicurus velatus)
Mugimakischnäpper (Ficedula mugimaki)
Männchen des Amurrötels (Monticola gularis) im Schlichtkleid
Mittelmeerschmätzer (Oenanthe hispanica)
Europäisches Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola)
Nest und Eier des Gartenrotschwanzes
Nest mit Jungvögeln des Trauerschnäppers (Ficedula hypoleuca)
Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) beim Füttern der Jungvögel
Junges Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

Die Fliegenschnäpper (Muscicapidae) sind eine artenreiche Familie aus der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes), Unterordnung Singvögel (Passeri), die ausschließlich in der Alten Welt vorkommt. Die Systematik dieser Gruppe von Vögeln ist umstritten. Sie sind nahe verwandt mit den Drosseln. Eine Reihe von Gattungen wird von verschiedenen Autoren wechselweise der einen oder der anderen Familie zugeordnet.

Merkmale und Lebensweise[Bearbeiten]

Fliegenschnäpper sind kleine Vögel mit großem Kopf und großen Augen. Ihr Schnabel ist an der Basis flach und breit und weist kräftige Schnabelborsten auf. Die Beine sind kurz, die Füße klein, und die Flügel sind relativ lang und spitz. Die Tiere sind Insektenjäger, die in Bäumen leben. Sie lauern vorbeifliegenden Insekten auf der Sitzwarte auf, um sie dann in kurzen Abflügen zu erbeuten.

Fliegenschnäpper brüten im Wald oder in parkartigen Landschaften mit Bäumen und Büschen. Das Nest ist ein Napf, der in Astgabeln, Nischen oder Höhlen gebaut wird. Die Eier sind in der Regel bläulich. Bei Arten die in offenen Nestern brüten, weisen die Eier braune Tupfen auf. Bei Arten, die in Höhlen brüten, fehlt eine Zeichnung. Gewöhnlich brütet ausschließlich das Weibchen. Die frisch geschlüpften Nestlinge weisen dunkelgraue Daunen auf und haben einen gelben Rachen sowie gelbliche bis weißliche Schnabelwülste.[1]

Gattungen und Arten[Bearbeiten]

Unterfamilie Eigentliche Fliegenschnäpper (Muscicapinae)

Unterfamilie Schmätzer (Saxicolinae)

Kultur[Bearbeiten]

Im China der Qing-Dynastie zierte der Fliegenschnäpper als Kleinstvogel die Roben der Zivilbeamten des 9. (und damit untersten) Rangs (siehe auch Chinesische Symbole).

Literatur[Bearbeiten]

  • Collin Harrison, Peter Castell: Jungvögel, Eier und Nester der Vögel Europas, Nordafrikas und des Mittleren Ostens. 2. Auflage. Aula, Wiebelsheim 2004, ISBN 3-89104-685-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fliegenschnäpper – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Fliegenschnäpper – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. Collin Harrison, Peter Castell: Jungvögel, Eier und Nester der Vögel Europas, Nordafrikas und des Mittleren Ostens. 2. Auflage. Aula, Wiebelsheim 2004, S. 397.