Flux FM

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Vorlage:Infobox Hörfunksender

Flux FM ist ein Privatradio, das per Livestream über das Internet sowie in Berlin über UKW („FM“) empfangen werden kann. Auch in Bremen und Stuttgart war Flux FM terrestrisch empfangbar. Die Verbreitung über UKW wurde in Bremen im Februar 2015 und in Stuttgart am 1. Januar 2016 eingestellt. Für die Sendestandorte gab es selbständige regionale Programme in deutscher Sprache.

Zuvor firmierte der Sender unter dem Namen Motor FM. Zum 23. August 2011 erfolgte infolge eines Gesellschafterstreits die Umbenennung in FluxFM,[1] eine Marke, die bis dahin ausschließlich für temporäre Veranstaltungsprogramme von Motor FM genutzt worden war. Tim Renner, einstiger Gesellschafter, verfügt heute über die Namensrechte von Motor FM.

Betreiber

Flux FM wird betrieben von der Plattform für regionale Musikwirtschaft GmbH, die sich im Eigentum der m2m Verwaltungsgesellschaft mbH[2] befindet. Deren Inhaber sind die beiden Geschäftsführer Mona Rübsamen und Markus Kühn zu je 16,05 % sowie der Geschäftsmann Ernst Udo Grossmann mit 22,84 %, die von ihm geleitete Burg Schwarzenstein GmbH mit 13,08 %, die GVG Verwaltungs-GmbH & Co. KG (mit den Gesellschaftern Ernst Udo Grossmann, Ursula Grossmann, Nina Grossmann und Nils Grossmann) mit 25,00 %, sowie die Embassy of Music GmbH mit 6,98 %.[3]

Programmschwerpunkte

Flux FM hat sich auf Musikrichtungen wie Alternative-Musik, Independent, Punkmusik und Elektronische Musik spezialisiert. Im Musikprogramm des Senders spielen verstärkt auch in Deutschland lebende Künstler eine Rolle. In der Selbstdarstellung heißt es: „Indie, Elektro und Popkultur. […] kein Smalltalk, kein Powerplay. Wir inspirieren Menschen, denen Musik wichtig ist, wir kümmern uns um … Stadtleben und Netzwelt…“

Geschichte

Flux FM wurde 2004 von der Ex-MTV-Managerin Rübsamen, Kühn und Tim Renner als Joint Venture zwischen m2m und Motor Entertainment unter dem Namen Motor FM gegründet. 2007 übernahm m2m die Mehrheit der Anteile des Senders.

Im Herbst 2004 ging Motor FM zum ersten Mal auf der nur in der Berliner Innenstadt empfangbaren Frequenz 104,1 MHz stundenweise auf Sendung. Nach der erfolgreichen Bewerbung für die zu Beginn 2005 ausgeschriebene Frequenz 106,8 MHz ging Motor FM am 1. Februar 2005 für fünf Monate mit einem 24-Stunden-Programm auf Sendung, da das Kinderradio Radio Teddy zu dieser Zeit noch nicht sendebereit war. Ab Juli 2005 reduzierte sich die Sendezeit auf den offiziell zugeteilten Zeitrahmen von 21 bis 6 Uhr. In der restlichen Zeit lief zunächst noch eine Programmschleife, bevor am 6. August 2005 Radio Teddy den Sendebetrieb offiziell aufnahm. Während der Popkomm 2005 sendete Motor FM zusätzlich von 6 bis 21 Uhr auf der Frequenz 104,1 MHz und war so für eine Woche nochmal rund um die Uhr zu hören.

Nach der Insolvenz des Privatsenders Hundert,6 schrieb die Medienanstalt Berlin-Brandenburg die Sendelizenz für diese Frequenz neu aus. Gewinner der Ausschreibung war Motor FM zusammen mit der Netzeitung. Am 1. Februar 2006 ging Motor FM rund um die Uhr unter dem Namen 100,6 Motor FM – nunmehr berlinweit und in Teilen Brandenburgs hörbar – auf Sendung.

In Stuttgart ist Motor FM seit März 2005 auf 97,2 MHz zu hören, wobei es bis Anfang 2015 am Nachmittag/Abend ein lokales Fenster für Stuttgart gab.

Im Juni 2007 wurde der Verkauf der Netzeitung an den Berliner Verlag bekannt. Die Netzeitung Hörfunk GmbH hat ihre Anteile an die Plattform für regionale Musikwirtschaft verkauft.

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat auf diese neue Entwicklung mit der Ankündigung reagiert, die Frequenz 100,6 MHz neu ausschreiben zu müssen. Mitte Oktober 2007 erhielt 100,6 Motor FM vom Medienrat erneut die Sendeerlaubnis.

Am 4. März 2010 vergab die Bremische Landesmedienanstalt die ausgeschriebene Stadtfrequenz 97,2 MHz an die Plattform für regionale Musikwirtschaft. Die Aufnahme des Sendebetriebs fand am 1. März 2011 statt.[4][5] Die ursprünglich von der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern an Motor FM zugewiesenen Frequenzen in Wismar (97,0 MHz) und Stralsund (98,9 MHz) wurden im November 2010 an das Programm von Klassik Radio vergeben.[6] Im August 2011 wurde der Name Motor FM in Flux FM geändert.

Am 20. März 2013 wurde der Sender in der Kategorie „Medienpartner des Jahres“ mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnet. Am 9. April 2014 erhielt der Sender auf der MUSEXPO 2014 den International Music Industry Award als Radiostation des Jahres.[7]

Am 9. Dezember 2014 entzog die LfK Flux FM seine UKW-Lizenz in Stuttgart. Ab dem 1. Januar 2016 wird auf der Frequenz 97,2 MHz daher das Programm egoFM zu hören sein. Kurz danach gab Flux FM seine UKW-Lizenz in Bremen zurück und hat den Sendebetrieb dort im Februar 2015 eingestellt.[8][9]

Rubriken und Sendungen

  • Lesen und lesen lassen (Ausschnitte aus Hörbüchern, Hörspielen und Literatur)
  • Leibesvisitation (Bandportraits)
  • Radio Arty – Die Berliner Kunst- und Galerieszene zwischen Street und Akademie
  • Clubsandwich – Clubs und elektronische Musik (Fr/Sa 19–24h)
  • Starthilfe (Portrait einer ungesignten Band)
  • The Radio Sessions – Electronic Beats on Air
  • Elektromotor
  • Meine Begegnung mit…
  • Monumente (Kleinode aus der Musikgeschichte)
  • Künstler erklären die Welt (Musiker erklären Begriffe aus ihrem Universum)
  • Neu bei Flux FM (früher: Neu bei Motor FM)
  • Wochenendspecial
  • Auslandsspionage – Musik aus aller Welt; moderiert von Max Spallek
  • Mono – 1 Stunde Musik zu einem Thema
  • Netzwelt – 1 Stunde FluxFM in Bits und Bites (Computermagazin)
  • Off The Record – Englischsprachiges Format über Berlin; moderiert von Vicent und Elizabeth, Di 22–0 Uhr
  • Flux Forward Spezial – Vorstellung aller Neuheiten im Programm, mit Sascha Schlegel und Winson
  • Ohrspiel – Ein Musiker, Künstler, Produzent o.ä. spielt seine Lieblingssongs

Auf der Frequenz 100,6 MHz in Berlin und Brandenburg werden regelmäßig auch folgende Rubriken gezeigt:

  • Netzwelt
  • Neuware
  • Heimatzone
  • Kulturgut
  • Der Demoführer
  • Der Flux FM-Festivalticker

Zur Primetime (6 bis 10 Uhr sowie 15 bis 18 Uhr) sendet die Berliner Ausgabe Flux FM 100,6 ein Magazin- und Informationsprogramm mit journalistischen Formen. Live-Interviews, Beiträge, Studiogespräche und O-Töne gehören zum Bestandteil jeder Sendung. Darüber hinaus gibt es halbstündliche Nachrichten. Auch im Tagesprogramm gibt es stündlich (morgens und nachmittags halbstündlich) Nachrichten.

Moderatoren

Das Berliner Nachmittagsmagazin wurde anfangs abwechselnd von dem Kreuzberger Musiker Winson, vom Musikagenten Max Spallek und Sascha Schlegel moderiert. Den Vormittag bestritt vorwiegend Diane Hielscher. Zudem moderierte Katia Berg. Bis Oktober 2011 gehörte auch Silke Super zum Moderatorenstamm.

Veranstaltungsort Fluxbau

Seit August 2012 betreibt Flux FM mit dem FluxBau direkt am Senderstandort an der Spree in der Kreuzberger Pfuelstraße 5 einen eigenen Veranstaltungs- und Restaurantbereich.[10][11]

Buchverlag Metrolit

Im Mai 2012 gründete FluxFM zusammen mit Peter Graf vom Verlag Walde und Graf und mit Matthias Koch, dem Chef des Aufbau-Verlags, den Metrolit-Verlag. Die ersten 18 Bücher erschienen im Frühjahr 2013.[12][13]

Mitgliedschaften

Flux FM ist Mitglied des Kooperationsnetzwerkes der Berliner Musikwirtschaft Berlin Music Commission.[14]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Kurt Sagatz: Neuer Name, neues Glück? Alles rauscht. Der Tagesspiegel, abgerufen am 21. August 2011
  2. Inhaber- und Beteiligungsverhältnisse der m2m Verwaltungsgesellschaft mbH
  3. 100,6 FluxFM - Medienanstalt Berlin-Brandenburg. In: mabb.de. Abgerufen am 14. August 2016.
  4. MotorFM startet Sendebetrieb in Bremen. Musikmarkt, abgerufen am 2. März 2011
  5. Endlich: Motor FM geht in Bremen per UKW auf Sendung. Digitalfernsehen.de, abgerufen am 2. März 2011
  6. Klassik Radio sendet demnächst auch in Stralsund und Wismar. Pressemitteilung der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, 24. November 2010
  7. http://www.fluxfm.de/fluxfm-ist-best-radio-station-of-the-world/
  8. http://www.radiowoche.de/fluxfm-kuenftig-ohne-ukw-frequenzen-in-bremen-und-stuttgart/
  9. http://www.lfk.de/aktuelles/pressecenter/pressemitteilungen/detail/artikel/egofm-darf-ab-2016-auf-ukw-in-stuttgart-senden.html
  10. Nachmittag: Fluxbau-Eröffnung, Susanne Sundför und Tissue Engineering. Flux FM, 22. August 2012, abgerufen am 11. September 2013
  11. Flux in den Bau. Qiez, Stadtteilportal des Tagesspiegels, 28. August 2012, abgerufen am 11. September 2013
  12. Metrolit-Verlag – Ein Lebensgefühl bedienen. Berliner Zeitung, 22. März 2013
  13. FluxFM macht Bücher. Abgerufen am 11. September 2013
  14. Website der Berlin Music Commission – MotorFM. Abgerufen am 15. Februar 2011 (deutsch).

Literatur

  • Dirk Engelhardt: Musikvermarkter auf Sendung. In: Cut, Jg. 10, Nr. 4 (April 2006): S. 22 f.

Weblinks