François Louis de Bourbon, prince de Conti

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François-Louis de Bourbon, Prince de Conti
Prinzessin Marie-Thérèse de Bourbon-Condé

François Louis de Bourbon, prince de Conti (* 30. April 1664 in Paris; † 22. Februar 1709 in Paris), auch der große Conti genannt, war Sohn Armand de Bourbons und dessen Frau Anna Maria Martinozzi.

Leben[Bearbeiten]

François Louis war bis zum Tode seines Bruders Louis Armand Fürst von La-Roche-sur-Yon und folgte diesem 1685 als Fürst von Conti. Er hatte ausgezeichnete Geistesgaben und wurde hervorragend ausgebildet. Mit seinem Bruder kämpfte er auf Seiten Österreichs gegen die Türken bei Gran. Zu dieser Zeit bezeichnete er König Ludwig XIV. in Briefen an seinen Bruder als „Theaterkönig“ und wurde deshalb nach Rückkehr aus Ungarn nach Chantilly verbannt. Im Jahr 1688 heiratete er seine Nichte zweiten Grades, Prinzessin Marie-Thérèse de Bourbon (1666–1732), Tochter Henri III. Jules de Bourbons. Im Krieg gegen Holland zeichnete er sich an der Seite des Marschall Luxembourg in den siegreichen Schlachten von Fleurus, Steenkerque und Neerwinden aus.

Der König war ihm gegenüber stets misstrauisch, vor allem nachdem sein Einfluss auf den Dauphin ständig größer wurde. Um ihn vom Hof zu entfernen, unterstützte er dessen Kandidatur auf den polnischen Thron. Am 27. Juni 1697 wurde Conti zum König von Polen gewählt, konnte sich aber gegen August den Starken nicht durchsetzen und kehrte nach Frankreich zurück. Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde er zum Oberbefehlshaber der Truppen in Italien bestimmt. Vor seiner Abreise nach Italien erkrankte er aber schwer und starb.

Drei seiner Kinder mit Marie-Thérèse haben ihn überlebt:

Weblinks[Bearbeiten]