Francis Vielé-Griffin

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Francis Vielé-Griffin (* 26. Mai 1864 in Norfolk, Virginia; † 11. Dezember 1937 in Frankreich) war ein französischer Schriftsteller US-amerikanischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Vielé-Griffin war der Sohn des Ingenieurs Egbert Ludovicus Viele (1825–1902) und dessen Ehefrau Teresa Griffin. Nach der Scheidung seiner Eltern ging Vielé-Griffin zusammen mit seiner Mutter nach Frankreich und liess sich in Paris (Montparnasse) nieder. Er besuchte dort das Collège Stanislas; u.a. zusammen mit Henri de Regnier.

Vielé-Griffin hielt sich abwechselnd in und bei Tours (Département Indre-et-Loire) und in Paris auf. In seinem Werk benutzte er bevorzugt den „freien Vers“.

Zusammen mit Gustave Kahn und Jules Laforgue gründete Vielé-Griffin 1890 die Zeitschrift „Entretiens Politiques et Littéraires“ und war deren maßgeblicher Leiter. Bereits nach zwei Jahren wurde das Erscheinen eingestellt. Diese Zeitschrift gilt als eine der wichtigsten Journale des Symbolismus; in ihr veröffentlichten u.a. André Gide, Francis Jammes, Théo van Rysselberghe, Paul Valery und Émile Verhaeren.

Vielé-Griffin leitete für einige Zeit die Académie Mallarmé.

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Komtur der Ehrenlegion
  • Mitglied der Académie royale de langue et de littérature française de Belgique

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

als Autor[Bearbeiten]

Einzelausgaben
  • Cueille d'avril. 1885.
  • Les cygnes. 1892.
  • Swanhilde. 1894
Werkausgaben
  • Œuvres. Slatkine, Genf 1977 (Nachdr. d. Ausg. Paris 1930).
  • Poèmes et Poésies. 1895.
  • Choix de poèmes. 1923.

als Herausgeber[Bearbeiten]

  • Entretiens politiques et littéraires. Paris 1890/92.

als Übersetzer[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Gsteiger: Französische Symbolisten in der deutschen Literatur der Jahrhundertwende. 1869–1914. Franke Verlag, Bern 1971, ISBN 3-7720-0923-9.
  • Jacques Lethève: Impressionistes et Symbolistes devant la presse (Kiosque; Bd. 1). Colin, Paris 1959.
  • Pierre Martino: Parnasse et symbolisme (Collection U2; Bd. 11). Colin, Paris 1970.
  • Margaretha Müller: Musik und Sprache. Zu ihrem Verhältnis im französischen Symbolismus (Bonner romanistische Arbeiten; Bd. 18). Peter Lang Verlag, Frankfurt/M. 1983, ISBN 3-8204-7622-9 (zugl. Dissertation, Universität Bonn 1982).
  • Henri Peyre: La liitérature symboliste. PUF, Paris 1987, ISBN 2-13-039861-8.
  • Josef Theisen: Die Dichtung der französischen Symbolisten (Erträge der Forschung; Bd. 31). WBG, Darmstadt 1974, ISBN 3-534-06179-9.