Frashër

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Frashër
Frashëri
Frashër (Albanien)
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40.36611111111120.4269444444441030Koordinaten: 40° 22′ N, 20° 26′ O

Basisdaten
Qark: Gjirokastra
Kreis: Përmet
Höhe: 1.030 m ü. A.
Einwohner: 387 (2011)
Postleitzahl: 6408
Kfz-Kennzeichen: PR
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Komuna
Gebrüder Frashëri-Museum

Frashër (albanisch auch Frashëri; aromunisch Fãrshãr) ist ein Dorf im Süden Albaniens im Kreis Përmet. Es liegt ziemlich abgelegen in einem Talkessel auf über 1000 Meter Höhe am südlichen Ende des Tomorr-Gebirges. Das Dorf befindet sich rund 18 Kilometer nördlich von Përmet. Die rund anderthalb Stunden Autofahrt von der Kreisstadt zieht sich aber über 40 Kilometer, teilweise schlechten Straßen und einen rund 1250 Meter hohen Pass.[1][2] Die ganze Gemeinde Frashër hat noch 387 Einwohner.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Frashër wurde zum ersten Mal 1431/32 in einem Defter der Osmanen urkundlich erwähnt. Zu jener Zeit zählte der Ort nur zwölf Haushalte. Bis zum 19. Jahrhundert war er auf 150 Häuser angewachsen. Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte Frashër den Höhepunkt seiner Entwicklung. Der Ort war mit 550 Häusern fast eine Kleinstadt geworden. Während der Ort in den 1980er Jahren noch mehr als 500 Einwohner hatte, ist er seit den 2000er Jahren weitgehend verlassen. Nur mehr drei Familien leben in Frashër.[1]

Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es in Frashër ein bedeutendes Kloster der Bektaschi. Bekannt geworden ist der kleine Ort durch die von hier stammenden Brüder Abdyl, Naim und Sami Frashëri, die ihre erste Ausbildung in der örtlichen Tekke der Bektaschi erhielten und hernach während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine herausragende Rolle in der albanischen Nationalbewegung spielten. Ihren Nachnamen leiteten die Brüder von ihrem Geburtsort ab. In der Tekke fanden auch wichtige Treffen der albanischen Nationalbewegung statt.[4]

Gesellschaft[Bearbeiten]

Im Dorf gab es ein muslimisches und ein christliches Quartier. Die Tekke des Orts ist wiederhergestellt. Am 5. September findet dort jeweils ein großes Fest statt.[4]

Das Museum im Geburtshaus der Frashëri-Brüder war im Jahr 2005 in einem desolaten Zustand,[4] ist später renoviert worden, aber noch immer in einem schlechten Zustand.[1][5]

Im Dorf lebten viele Vlachen.[4]

Verwaltung[Bearbeiten]

Die Komuna von Frashër umfasst neben dem eigentlichen Ort noch die sieben Dörfer Gostivisht, Miçan, Verçisht, Soropull, Zavalan, Ogren-Kostrec und Kreshova.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Frashëri, fshati që humbi shkëlqimin. In: Top Channel. 7. Dezember 2009, abgerufen am 30. September 2012 (albanisch).
  2. Drive from Permet to Bredhi i Hotoves NP and Frasher Village. In: Wikiloc. 23. April 2012, abgerufen am 29. September 2012 (englisch).
  3.  Ines Nurja, INSTAT (Hrsg.): Censusi i popullsisë dhe banesave / Population and Housing Census – Gjirokastër 2011. Rezultatet Kryesore/Main Results. Pjesa/Part 1, Adel Print, Tirana 2013 (Dokument als PDF).
  4. a b c d  Vassilis Nitsiakos: On the Border. LIT, Münster 2010, ISBN 978-3-643-10793-0.
  5. Frasheri 2010 auf YouTube