Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik

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Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Fraunhofer-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Dortmund
Art der Forschung: Angewandte Forschung
Fächer: Naturwissenschaften, Physik
Fachgebiete: Materialflusssysteme, Logistik, Verkehr und Umwelt
Grundfinanzierung: Bund (90 %), Länder (10 %)
Leitung: Michael ten Hompel, Uwe Clausen
Mitarbeiter: ca. 245 (2011)
Homepage: www.iml.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, kurz Fraunhofer IML, ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. (FhG). Das im Jahr 1981 gegründete Institut hat seinen Sitz in Dortmund, seine Aktivitäten sind der angewandten Forschung im Fach der Ingenieurwissenschaften mit der Ausrichtung Materialflusssysteme sowie dem Fach Logistik mit den Ausrichtungen Unternehmenslogistik, Verkehr und Umwelt zuzuordnen.

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten]

Das Institut ist in drei Bereiche aufgeteilt:

  • Materialflusssysteme
Das Spektrum reicht hier von der Planung von Materialflusssystemen, über die Machbarkeitsstudie bis zum Prototyp. Im „Demonstrationszentrum Materialfluss und Logistik“ durchlaufen Neuentwicklungen verschiedene Testphasen bis zum Pilotsystem. In den Werkstätten und Labors des Instituts werden individuelle Lösungen und Produktentwicklungen erarbeitet. Die Umsetzung reicht bis zum Sondermaschinenbau.
Siehe auch Materialflussanalyse,
  • Unternehmenslogistik
Die Gestaltung von Geschäftsprozessen in und zwischen Unternehmen ist eine Aufgabe dieses Bereichs. Zur Strukturierung, zur Lokalisierung ineffizienter Abläufe und zur Bestimmung von Kosten- und Leistungspotenzialen werden hierbei bewährte Methoden wie Prozesskettenmanagement und Simulationswerkzeuge eingesetzt. Hierbei greift das Fraunhofer IML auf eigene Entwicklungen und bewährte marktgängige Software zurück.
  • Logistik, Verkehr und Umwelt
Mit Konzepten zur Kreislaufwirtschaft mit prozessintegrierten Vermeidungs- und Verwertungskonzepten sowie zur Demontage und Redistribution und des gesamten Informationsmanagements der Stoffströme und Ökobilanzierung unterstützt das Institut Unternehmen in ihrem Umweltmanagement. Verkehrslogistische Konzepte der Netzplanung, der Distribution und Disposition, unterstützt durch Telematiksysteme setzen die Verkehrslogistiker bei ihrer Arbeit ein

Spezielle Flughafen- und Luftfrachtlösungen erarbeitet das „Projektzentrum Flughafen“ in Frankfurt. Touristik-Logistik und grenzüberschreitender Güterverkehr bilden die Aufgabenfelder des „Projektzentrums Verkehr, Mobilität und Umwelt“ in Prien am Chiemsee.
Siehe auch: Stoffstromanalyse

Im Jahre 2004 ging das so genannte openID-center aus dem gleichnamigen Projekt hervor, das seither als Testumgebung für AutoID-Anwendungen in Zusammenarbeit mit Logistik- und IT-Unternehmen dient.

Daneben engagiert sich das Fraunhofer IML im Rahmen eines Forschungsprojektes in dem Fraunhofer Zukunftsthema Food Chain Management.

Kooperationen[Bearbeiten]

Das Fraunhofer IML kooperiert mit einer Anzahl von internationalen Wissenschaftseinrichtungen und Institutionen.

Mit der Technischen Universität Dortmund besteht eine Kooperation, die den Grundlagenforschungsbedarf des Fraunhofer IML abdeckt und durch die Doppelfunktionen der Institutsleiter (zugleich Lehrstuhlinhaber an der Universität) begünstigt wird.

Neben Dortmund bestehen weitere Standorte in Hamburg, Frankfurt am Main und Prien am Chiemsee sowie Vertretungen in Lissabon und Peking. In Prien und Frankfurt sind Projektzentren angesiedelt, in Hamburg ein als Abteilung geführtes "Fraunhofer-Center für Maritime Logistik".

Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Fraunhofer IML arbeiteten im Jahr 2011 rund 245 Mitarbeiter. Der Betriebshaushalt im Geschäftsjahr 2011 lag bei 22,5 Millionen Euro, rund 19 % davon kommen aus der Grundfinanzierung, welche zu 90 % aus Bundesmitteln und zu 10 % aus Landesmitteln finanziert wird.[1] Die Drittmittelquote lag in dem Jahr bei rund 81 %.

Das Institut wird von den zwei Institutsleitern Uwe Clausen und Michael ten Hompel (geschäftsführender Institutsleiter) geleitet, die alle auch Lehrstühle an der Technischen Universität Dortmund innehaben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jahresbericht 2011 (PDF; 11,7 MB), Seite 15

Weblinks[Bearbeiten]

51.4937333333337.4076055555556Koordinaten: 51° 29′ 37,44″ N, 7° 24′ 27,38″ O