Frederick Copleston

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Frederick Charles Copleston (* 10. April 1907 in Taunton, Somerset, England; † 3. Februar 1994 in London, England) war ein britischer Jesuit und Philosoph, der eine in der angelsächsischen Welt sehr angesehene Geschichte der Philosophie in neun Bänden verfasst hat.

Leben[Bearbeiten]

Copleston wuchs in einer anglikanischen Familie auf (sein Onkel, Reginald Stephen Copleston, war Bischof von Kalkutta), aber er konvertierte zur Römisch-Katholischen Kirche und trat 1930 der Gesellschaft Jesu bei. Er unterrichtete unter anderem an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und der Santa Clara University in Kalifornien. Zwischen 1946 und 1975 veröffentlichte er eine umfangreiche Geschichte der Philosophie, die den Glaubenshintergrund des Autors zwar erkennen lässt, aber auch in der Behandlung von gegensätzlichen philosophischen Ansichten als ausgesprochen fair gilt.

1948 diskutierte er in einer BBC-Sendung mit Bertrand Russell über die Existenz Gottes.

Copleston wurde 1970 in die Britische Akademie aufgenommen und erhielt 1993 den CBE.

Schriften[Bearbeiten]

  • A History of Philosophy, IMAGE BOOKS 1993-1994 (mit zwei Ergänzungsbänden)
  1. Greece and Rome: From the Pre-Socratics to Plotinus
  2. Medieval Philosophy: From Augustine to Duns Scotus
  3. Late Medieval and Renaissance Philosophy: Ockham, Francis Bacon, and the Beginning of the Modern World
  4. Modern Philosophy: From Descartes to Leibnitz
  5. Modern Philosophy: The British Philosophers from Hobbes to Hume
  6. Modern Philosophy:From the French Enlightenment to Kant
  7. Modern Philosophy: From the Post-Kantian Idealists to Marx, Kierkegaard, and Nietzsche
  8. Modern Philosophy: Empiricism, Idealism, and Pragmatism in Britain and America
  9. Modern Philosophy: From the French Revolution to Sartre, Camus, and Levi-Strauss
  10. Russian Philosophy
  11. Logical Positivism and Existentialism
  • Aquinas. Penguin, 1955.

Weblinks[Bearbeiten]