Gaius Mucius Scaevola

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit einem Mitglied der Familie Scaevola; für gleichnamige Familienmitglieder siehe dort.
Gemälde Hans Baldungs (1531): Mucius Scaevola vor Porsenna

Gaius Mucius Scaevola (Linkshand) ist eine Person aus der römischen Frühgeschichte. Die Legende berichtet, dass Scaevola die Stadt Rom gerettet habe, als sie im Jahre 508 v. Chr. von dem feindlichen Etruskerkönig Lars Porsenna belagert wurde.

Scaevola soll sich in das feindliche Lager geschlichen haben, um Porsenna zu töten. Als er hierbei ergriffen wurde, streckte er vor den Augen Porsennas seine rechte Hand in eine offene Flamme. Die Hand verbrannte, ohne dass Scaevola sich von den Schmerzen beeindrucken ließ. Porsenna war von diesem Beispiel an Standhaftigkeit derart überwältigt, dass er die Belagerung Roms abbrach. Möglicherweise wurde Scaevolas Standhaftigkeit von einer krankhaften Analgesie unterstützt, durch die er Schmerzen gegenüber unempfindlich war. Ursächlich für diese Art Schmerzunempfindlichkeit könnte beispielsweise eine Syringomyelie oder ein Arteria-spinalis-anterior-Syndrom gewesen sein.

Weitere Familienmitglieder findet man unter Scaevola.

[Bearbeiten] Rezeption

1721 wurde im Londoner King’s Theatre am Haymarket eine Oper Il Muzio Scevola herausgebracht. Das Libretto stammte von Paolo Antonio Rolli, die Musik von Filippo Amadei (1. Akt), Giovanni Battista Bononcini (2. Akt) und Georg Friedrich Händel (3. Akt).

1964 war eine freie Adaption des Stoffs Grundlage für den italienischen Sandalenfilm Il Colosso di Roma (in Deutschland unter dem Titel Der Titan mit der eisernen Faust veröffentlicht), in dem Gordon Scott den Gaius Mucius Scaevola verkörperte.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Gaius Mucius Scaevola – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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