Georg-Melches-Stadion
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| Georg-Melches-Stadion: Blick auf die Nordtribüne | |
| Daten | |
|---|---|
| Ort | Essen, Deutschland |
| Eigentümer | Stadt Essen |
| Verein | Rot-Weiss Essen |
| Eröffnung | 1939 |
| Kapazität | 22.500 Plätze |
Das Georg-Melches-Stadion befindet sich im Essener Norden und ist das größte Stadion der Stadt. 1964 wurde es nach Georg Melches, dem Mitgründer von Rot-Weiss Essen, benannt.
Es dient primär als Spielstätte des Fußballvereins Rot-Weiss Essen, wird aber auch für verschiedene anderweitige Veranstaltungen genutzt. Die Kapazität beläuft sich auf 22.500 Plätze (fast alle überdacht, nur die ersten 5 Reihen der Sitzhaupttribühne sind "ungedeckt"), davon 18.500 Stehplätze und 4.000 Sitzplätze. [1] Seit 1994 ist es ein Stadion mit nur noch drei Tribünen, einmalig in Deutschland mit dieser Kapazität.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Stadionblöcke
- Die Gegengerade im Norden ist eine reine Stehplatz-Tribüne, die Mitte der 70er Jahre überdacht und vergrößert wurde. Mit Beginn der Saison 2005/2006 musste die Tribüne aufgrund von DFB-Vorgaben aufgeteilt werden, um eine vernünftige Fantrennung nach und vor den Spielen gewährleisten zu können. Der frühere Block I an der Westseite der Tribüne dient nun als Block G für die Gästefans und ist mit einem doppelten Zaun vom Rest der Tribüne getrennt, auf dem sich nach wie vor die Anhänger von Rot-Weiss Essen aufhalten. Der Gästeblock fasst etwa 2100 Zuschauer. Im Außenbereich des Gästeblocks befinden sich Würstchenbuden, sowie Bierstände und eine große Toilette. Durch die getrennte Zuführung der Auswärtsfans konnte letztendlich auch anforderungsgemäß eine ausreichende Eingangskontrolle gewährleistet werden.
- Die Osttribüne ist eine ehemals unüberdachte Kurve für Gästefans. 1983 wurde sie als überdachte Stehplatz-Gerade neu gebaut. Seit Beginn der Saison 2005/2006 ist sie komplett den RWE-Fans vorbehalten.
- Die Haupttribüne, Baujahr 1956, ist ein reiner Sitzplatzbereich, in dessen Innern sich zudem die Geschäftsstelle, das Vereinslokal, der Fanshop und andere Einrichtungen befinden.
- Die alte Westkurve besteht nicht mehr. Sie wurde aufgrund von Baufälligkeit in den 1990ern abgerissen. Auf diesem Gelände befinden sich heute ein VIP-Zelt sowie diverse Medieneinrichtungen (Radio + TV).
- Seit Januar 2008 hängt in der ehemaligen Westkurve auch eine Anzeigetafel (3,4m x 1,8m).
[Bearbeiten] Vorbildcharakter in den 1950er Jahren
In den 1950er Jahren besaß das Stadion als eine der ersten modernen Spielstätten in Deutschland einen gewissen Vorbildcharakter; unter anderem wurde hier am 8. August 1956 die erste Flutlichtanlage der Republik eingeweiht. [2] Außerdem zählte die Haupttribüne, die ebenfalls 1956 erbaut wurde, zu den ersten modernen Tribünenbauten Europas. Auch sie besaß einen großen Vorbildcharakter, da sie komplett überdacht ist. Zudem wurden bereits damals eine Sauna, ein Fitnessbereich, ein Schwimmbad, eine medizinische Abteilung und auch Spielerwohnungen im Tribünengebäude eingerichtet. Die Presse sprach seinerzeit vom "deutschen Highbury"; ein respektvoller Vergleich mit der ehemaligen Heimstätte Arsenal Londons.
[Bearbeiten] Erreichbarkeit
Das Stadion ist gut mit Auto und Bussen zu erreichen. Vom Hauptbahnhof fahren an Spieltagen Shuttle-Busse sowie für die Gäste-Fans eigene Gästebusse. Diese bringen den Besucher direkt bis an das Stadion.
[Bearbeiten] Stadionneubau
Seit längerem denkt man in Essen über einen Neubau des Stadions an der Hafenstraße nach. Bereits Anfang 2005 sollte nach einem Ratsbeschluss der Stadt Essen vom 26. Mai 2004 mit dem Neubau begonnen werden. Bisher konnte dies jedoch nicht realisiert werden. Nach dem erneuten Abstieg in die Regionalliga 2007 wurde auf der Jahreshauptversammlung des Vereins am 30. Juni 2007 vom amtierenden Präsidenten Rolf Hempelmann der definitive Baubeginn bis spätestens 30. Juni 2008 angekündigt. Dieser Stichtag verstrich, ohne dass etwas passiert war; zudem reichte Hempelmann kurz zuvor seinen Rücktritt ein. Immerhin konnten durch neu geordnete Vereinbarungen mit den Hauptgläubigern MK Medien (ehemals Kinowelt/ Michael Kölmel) sowie der dazu gehörigen Sportwerbegesellschaft (SWS) die für einen Neubau notwendigen Grundvoraussetzungen, die vor allem von Banken und Investoren gefordert waren, seitens des Vereins erfüllt werden. Zudem gelang es, die Bauzusage von der sportlichen Qualifikation abzukoppeln. Einen zusätzlichen Impuls zum Stadionneubau sollte die Vergabe der FIFA-Frauenfußballweltmeisterschaft 2011 an Deutschland geben, bei der Essen als möglicher Spielort vorgesehen war. Da jedoch die Umsetzung des Neubaus immer wieder ins Stocken geraten war und so bis zum Stichtag Anfang Juli 2008 beim DFB keine konkreten Angaben zur vorgesehenen Stadioninfrastruktur gemacht werden konnten, wurde Essen von der Liste der potenziellen Austragungsorte gestrichen.
Am 4.März 2009 beschloss der Rat der Stadt Essen den Neubau eines Stadions unter der Bedingung, dass der Verein professionelle Strukturen vorweisen kann, eine Einigung mit dem langjährigen Sponsor, der MK-Mediengruppe, vorliegt und Sponsorenzusagen für das Stadion in rechtsverbindlicher Form vorliegen. Das neue Stadion soll nordwestlich des alten Stadions entstehen und zunächst Platz für 20.000 Zuschauer bieten. Bei Bedarf soll es auf eine Kapazität von bis zu 40.000 Zuschauer erweiterbar sein.
Eine längere Zeit angedachte Alternative, die ein neues Stadion mit um 90° gedrehtem Spielfeld exakt an alter Stelle vorsah, wurde verworfen. [3]
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ RWE-Homepage: Zahlen zum Stadion
- ↑ RWE-Homepage: Bau der Fluchtlichtanlage
- ↑ Informationen zum Stadionneubau auf derwesten.de
51.4858333333336.9777777777778Koordinaten: 51° 29′ 9″ N, 6° 58′ 40″ O

