Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt

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Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt

Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt (* 11. Juli 1722 in Darmstadt; † 21. Juni 1782 ebenda) war ein Prinz von Hessen-Darmstadt.

Leben[Bearbeiten]

Georg Wilhelm war der zweite Sohn des Landgrafen Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt (1691–1768) aus dessen Ehe mit Charlotte (1700–1726), Tochter und Erbin des Grafen Johann Reinhard III. von Hanau.

Von 1738 bis zu seinem Tod stand er in seinem Heimatland in militärischen Diensten (Hessen-Darmstädtisches Kreisregiment); zusätzlich war er in den 1740er Jahren Inhaber eines preußischen Regimentes. Er erreichte den Rang eines Generals der Kavallerie. Georg Wilhelm galt als Militärexperte seines Vaters und war deshalb auch Rivale seines Bruders Ludwig IX., der Pirmasens als Garnisonsstadt ausbaute.

Er heiratete am 6. März 1748 Luise (1729–1818), Tochter des Grafen Christian Karl Reinhard von Leiningen-Dagsburg. Georg Wilhelm erwarb durch seine Ehe die Herrschaften Broich, Oberstein, Aspermont, Burgel und Reipolzkirchen.

Im Jahr 1764 erhielt Georg Wilhelm von seinem Vater, der ihn seinem älteren Bruder Ludwig stets vorzog, das Alte Palais in Darmstadt nebst dazugehörigem Lustgarten zum Geschenk. Das Palais am Weißen Turm ließ Georg Ludwig erweitern und ausbauen. Hier vertrat er die fürstliche Familie, da sich sein Bruder weitestgehend in Pirmasens aufhielt.

Kinder[Bearbeiten]

Georg Wilhelm mit Familie 1753
∞ (morganatisch) 1788 Friederike Schmidt, „Freifrau von Hessenheim“ (1751–1803)
  • Georg Friedrich (1750−1750)
  • Friederike (1752–1782)
∞ 1768 Prinz Karl von Mecklenburg-Strelitz (1741–1816)
∞ 1784 Prinz Karl von Mecklenburg-Strelitz (1741–1816)
∞ (morganatisch) 1788 Karoline Luise Salome Seitz, „Frau von Friedrich“ (1768–1812)
∞ 1777 Landgraf Ludwig X. von Hessen-Darmstadt, nachmaliger Großherzog von Hessen und bei Rhein (1753–1830)
∞ 1785 Herzog Maximilian Joseph von Zweibrücken, nachmaliger König von Bayern (1756–1825)

Literatur[Bearbeiten]