Luise Henriette Karoline von Hessen-Darmstadt

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Luise von Hessen-Darmstadt, Großherzogin von Hessen und bei Rhein

Luise Henriette Karoline von Hessen-Darmstadt (* 15. Februar 1761 in Darmstadt; † 24. Oktober 1829 in Auerbach) war durch Heirat die erste Großherzogin von Hessen und bei Rhein.

Leben[Bearbeiten]

Luise war eine Tochter des Prinzen Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt (1722–1782) aus dessen Ehe mit Luise (1729–1818), Tochter des Grafen Christian Karl Reinhard zu Leiningen-Dagsburg.

Die Prinzessin gehörte 1770 zum Gefolge von Marie Antoinette, als diese zu ihrer Vermählung nach Frankreich reiste. Mit der französischen Königin stand Luise bis 1792 in Briefwechsel.

Luise heiratete am 19. Februar 1777 in Darmstadt ihren Cousin den damaligen Erbprinzen Ludwig von Hessen-Darmstadt (1753–1830). Ihr Mann regierte seit 1790 als Landgraf Ludwig X. in Hessen-Darmstadt und wurde 1806 als Ludwig I. erster Großherzog von Hessen und bei Rhein.

Luise verbrachte die Sommermonate seit 1783 regelmäßig im Staatspark Fürstenlager, wo sie 1829 auch starb. Hier wirkte sie wohltätig auf die Bevölkerung Auerbachs. Die Großherzogin wurde als gebildet, im Volk verehrt und liebenswürdig beschrieben.[1] An ihrem Hof verkehrte Johann Wolfgang von Goethe und in ihrem Salon las Friedrich Schiller aus seinem Don Carlos. Napoleon soll der schönen Luise, die er für eine der geistreichsten Frauen ihrer Zeit hielt, versprochen haben, ihr eine Krone zu verschaffen.

Nach Luise sind die Luisenstraße und der Luisenplatz in Darmstadt benannt.

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus ihrer Ehe hatte Luise folgende Kinder:

  • Ludwig II. (1777–1848), Großherzog von Hessen und bei Rhein
∞ 1804 Prinzessin Wilhelmine Luise von Baden (1788–1836)
∞ 1800 Prinz Ludwig von Anhalt-Köthen (1778–1802)
∞ (morg.) 1804 Caroline Török de Szendrö (1786–1862), “Freifrau von Menden” 1804, “Gräfin von Nidda” 1808, “Prinzessin von Nidda” 1821; (geschieden 1827)
  • Friedrich (1788–1867)
  • Emil (1790–1856)
  • Gustav (1791–1806)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carl Hertzog: Ludewig I und sein Denkmal zu Darmstadt S. 5