George Dandin

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Daten des Dramas
Titel: George Dandin
Originaltitel: George Dandin ou le mari confondu
Gattung: Komödie
Originalsprache: Französisch
Autor: Molière
Erscheinungsjahr: 1668
Uraufführung: 1668
Ort der Uraufführung: Schloss Versailles
Personen
  • George Dandin, reicher Bauer, Ehemann der Angélique
  • Angélique, Frau des George Dandin
  • Monsieur de Sotenville, ländlicher Edelmann, Vater der Angélique
  • Madame de Sotenville, Mutter der Angélique
  • Clitandre, Liebhaber der Angélique
  • Claudine, Dienerin der Angélique
  • Lubin, Bauer, Diener des Clitandre
  • Colin, Knecht des George Dandin

George Dandin, Originaltitel: George Dandin ou le mari confondu (französisch George Dandin oder der beschämte/betrogene Ehemann) ist eine Balletkomödie in drei Akten des französischen Dichters Molière, mit Musik von Jean-Baptiste Lully. Die Uraufführung erfolgte am 18. Juli 1668 bei einem Fest im Schloss Versailles vor König Ludwig XIV., die öffentliche Erstaufführung am 9. November desselben Jahres im Palais Royal in Paris. Das Stück spielt vor dem Haus von George Dandin, auf dem Lande.

Personen und Handlung[Bearbeiten]

George Dandin ist ein reicher Bauer. Er hat Herrn und Frau de Sotenville, einem verarmten Paar aus provinziellem Kleinadel, sein Vermögen abgetreten, ihre Tochter Angélique geheiratet und sich einen Adelstitel erworben, er nennt sich nun „Monsieur de la Dandinière“. Die Hochzeit erfolgte jedoch gegen den Willen von Angélique; sie fühlt sich ihrem Mann auf keine Weise verpflichtet und ist gerne bereit, sich vom Höfling Clitandre verführen zu lassen. George Dandin versucht darauf zu reagieren, aber seine aristokratischen Schwiegereltern lassen sich von seinen Vorhaltungen nicht beeindrucken und machen sich einen Spaß daraus, den standesmäßig unterlegenen Schwiegersohn wiederholt zu demütigen. Angélique wird von ihrer Dienerin Claudine unterstützt. Der Bauer Lubin ist Verehrer von Claudine und amtiert als Kuppler von Clitandre.

Obwohl das Stück im Original als „Komödie“ angekündigt ist, gibt es kein Happy End. George Dandin wird pausenlos sowohl von den Vertretern des Adels als auch von der Dienerschaft hinters Licht geführt, wobei seine Frau, ihr Liebhaber und ihre Dienerin ein sadistisches Verhalten an den Tag legen.

George Dandin, von Einsamkeit gekennzeichnet und einem tragischen Schicksal ausgeliefert, spricht in seinem abschließenden Monolog von Selbstmord: „Wenn man, wie ich, eine böse Frau geheiratet hat, ist das Beste was man tun kann, sich ins Wasser zu stürzen, kopfvoran.“[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Original französisch: « Lorsqu'on a, comme moi, épousé une méchante femme, le meilleur parti que l'on puisse prendre est de s'aller jeter dans l'eau, la tête la première. »

Weblinks[Bearbeiten]