Giambattista Castello

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Giambattista Castello, auch Bergamasco (* 1509 in Gandino; † 1569 in Spanien) war ein italienischer Baumeister in der Renaissance.

Leben[Bearbeiten]

Castello begann seine Laufbahn als Maler in Genua, wo er mit Luca Cambiaso befreundet war. Später wandte sich Castello der Architektur zu. Im klassischen-einfachen Stil der Hochrenaissance plante Castello mehrere Paläste und Kirchen sowie die Fertigstellung des gotischen Kloster St. Matteo in Pisa (1554).

1567 ging er auf Einladung des spanischen König Philipp II. nach Spanien. Dort betätigte er sich als Bauplaner und Maler zum Beispiel am Alcázar von Madrid, der nach einem Brand im Jahre 1724 durch den Königspalast in Madrid ersetzt wurde. Ferner plante er den Palacio del Marqués de Santa Cruz (Viso) in Viso del Marqués auf halbem Wege zwischen Madrid und Sevilla und das Kloster El Escorial nördlich von Madrid. Er starb als offizieller Baumeister für die königlichen Schlösser noch ehe in dieser Funktion weiteres leisten zu können.