Giant’s Ring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anlage mit fünf Tragsteinen und einem Deckstein im Giant's Ring

Der Giant's Ring (dt. Ring des Riesen) von Ballynahatty ist ein Hengemonument, eine nahezu kreisförmige Einhegung von über 180 m Durchmesser. Der von fünf Durchlässen unterbrochene Wall ist 3,6 m hoch und stellenweise über 18 m breit. Er ist eines der größten und besterhaltenen Henges in Irland. Er liegt südlich von Belfast, im County Down in Nordirland. Er liegt nahe der Shaw's Brücke, in der Nähe einer Furt durch den Lagan, auf einem etwa 100 ha großen sandigen Plateau.

Östlich der Ringmitte liegt eine Megalithanlage, bestehend aus fünf Tragsteinen und einem Deckstein (von ursprünglich zwei). Wahrscheinlich handelt es sich um die Reste eines einfachen Passage tomb. Weniger als 100 m entfernt verläuft nördlich des Henges von West nach Ost ein niedriger, fünf Meter breiter Wall. An seinem Westende befindet sich ein großer Felsblock als einziges Merkmal.

Bereits kurz nach 3000 v. Chr. entstanden die als Ballynahatty 5 und 6 bezeichneten Holzstrukturen. Sie wurden durch den großen Erdwall, der jetzt um das bereits vorhandene Steingrab entstand, ersetzt oder ergänzt. Während der Ring die südöstliche Ecke des Plateaus beherrscht, liegen Ballynahatty 5 und 6 am Rand eines Grates, von dem aus man den Ring überblicken kann. Sie bestehen aus einem rechteckigen 100 m × 70 m großen und einem runden Gehege von 16 m Durchmesser, jeweils mit doppelter Palisade. Der Komplex erinnert im Aufbau an Fort Navan.

Die Datierung (vermutlich 4. Jahrtausend v. Chr.), aber auch die Funktionsbestimmung des Monumentes ist schwierig. Vielleicht war es ein Zeremonial- oder Versammlungsplatz.

Etwa sechs Kilometer südlich liegt der ursprüngliche Standort des nach Belfast versetzten Court Tomb von Ballintaggart im County Armagh.

Literatur[Bearbeiten]

  • S. McCartan: Strangford Lough, an archaeological survey of the maritime cultural landscape, S. 40-55. Belfast 2002. In: T. McErlean, R. McConkey and W. Forsythe (Hrsg.): Prehistory 2002.

Weblinks[Bearbeiten]

54.540277777778-5.95Koordinaten: 54° 32′ 25″ N, 5° 57′ 0″ W