Giselher

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Dieser Artikel befasst sich mit der Person Giselher in dem Nibelungenlied. Für weitere Personen mit dem Namen Giselher siehe Giselher (Name).
Darstellung des Giselher in einem Glasfenster im Münchner Rathaus.

Giselher ist in der deutschen Heldensage (Nibelungenlied) der jüngste Bruder von König Gunther (Gundahar) von Burgund. Er wohnt zusammen mit seiner Mutter Ute, seinen beiden Brüdern Gunther und Gernot sowie seiner Schwester Kriemhild, deren Liebling er ist, in Worms.

Als Siegfried von Hagen von Tronje mit dem Speer getötet wird, ist Giselher noch sehr jung und an dem Mord nicht beteiligt.

Trotzdem wird auch er beim Besuch der Burgunder am Hofe König Etzels während des Kampfes in der Halle getötet. Giselher fällt durch die Hand Wolfharts, des Neffen Hildebrands, dem er zuvor selbst einen tödlichen Schwertstreich versetzt hatte.

In der Lex Burgundionum werden die Könige Gundahar, Godomar und Giselher erwähnt. Sie herrschten Anfang des 5. Jahrhunderts im Burgundenreich am Rhein. 436 wurde das Reich durch hunnische Hilfstruppen zerstört und die übrigen Burgunden wurden im heutigen Burgund angesiedelt.

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