Gołaczów (Lewin Kłodzki)

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Gołaczów
Wappen fehlt
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Gołaczów (Polen)
Gołaczów
Gołaczów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Kłodzko
Geographische Lage: 50° 26′ N, 16° 19′ O50.43027777777816.31Koordinaten: 50° 25′ 49″ N, 16° 18′ 36″ O
Höhe: 520 m n.p.m
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DKL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Jeleniów–Gołaczów
Nächster int. Flughafen: Breslau

Gołaczów (deutsch Hallatsch; 1937–1945 Hallgrund) ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Es gehört zur Landgemeinde Lewin Kłodzki und liegt sechs Kilometer nordwestlich von Duszniki-Zdrój entfernt.

Geographie[Bearbeiten]

Gołaczów liegt im Westen des Glatzer Kessels in den südlichen Ausläufern des Heuscheuergebirges. Es wird über eine Landstraße erreicht, die bei Jeleniów von der Europastraße 67 abzweigt. Nachbarorte sind die nicht mehr existierenden Dörfer Żyznów und Darnków im Norden, Łężyce im Nordosten, Kulin Kłodzki im Südosten, Leśna im Süden, Dańczów im Westen und Jerzykowice Wielkie im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Hallatsch wurde erstmals 1477 als Haleczow erwähnt und 1560 als Keulendorf bezeichnet[1]. Es war zur Pfarrkirche St. Michael in Lewin gepfarrt und gehörte zur Herrschaft Hummel, die Herzog Heinrich d. Ä. 1477 an die Grafschaft Glatz anschloss. Zusammen mit der Herrschaft Hummel gelangte Hallatsch 1561 an den böhmischen Landesherrn. Auch nach der Auflösung der Herrschaft Hummel um 1595 blieben die zugehörigen Ortschaften zunächst im Besitz der königlichen Kammer. Diese verkaufte Hallatsch 1684 dem Besitzer der Herrschaft Rückers, Johann Isaias von Hartig.

Nach den Schlesischen Kriegen kam Hallatsch zusammen mit der Grafschaft Glatz 1763 mit dem Hubertusburger Frieden an Preußen. Für 1793 sind 35 Häuser nachgewiesen, in denen 188 Einwohner lebten. Nach der Neugliederung Preußens gehörte es seit 1815 zur Provinz Schlesien und war 1816–1945 dem Landkreis Glatz eingegliedert. Es bildete eine eigene Landgemeinde und war Hauptort des Amtsbezirk Hallatsch. 1937 erfolgte die Umbenennung in Hallgrund. 1939 wurden 227 Einwohner gezählt. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Hallatsch 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen und wurde zunächst in Hałacz und später in Gołaczów umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Die neuen Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen. Die Zahl der Einwohner ging deutlich zurück und betrug in den 1990er Jahren weniger als 30 % der Einwohnerzahl von 1939. Dadurch wurden zahlreiche Häuser dem Verfall preisgegeben. 1975–1998 gehörte Gołaczów zur Woiwodschaft Wałbrzych.

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Joseph Kögler: Die Chroniken der Grafschaft Glatz. Neu bearbeitet von Dieter Pohl. Band 1, ISBN 3-927830-06-2, S. 45
  • Franz Albert: Die Geschichte der Herrschaft Hummel und ihrer Nachbargebiete. Erster Teil: Die Herrschaft Hummel bis zum Jahre 1477. Im Selbstverlag des Verfassers, 1932
  • Peter Güttler: Das Glatzer Land. Reiseführer herausgegeben von der Aktion West-Ost im BDKJ, Düsseldorf 1995, ISBN 3-928508-03-2, S. 52

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Marek Šebela, Jiři Fišer: České Názvy hraničních Vrchů, Sídel a vodních toků v Kladsku. In: Kladský Sborník 5, 2003, S. 373