Godolphin Barb

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Godolphin Barb
Godolphin Barb
Rasse: vermutlich Berber
Vater:
Mutter:
Mutter-Vater:
Geschlecht: Hengst
Geburtsjahr: ca. 1724
Sterbejahr: 1753
Land: England
Farbe: braun
Stockmaß: 146
Besitzer: Francis Godolphin

Godolphin Barb (* ca. 1724/1725; † Dezember 1753), ein Berberhengst, der lange Zeit auch als Godolphin Arabian bekannt war, da er ursprünglich für ein Arabisches Vollblut gehalten wurde, gilt neben Byerley Turk und Darley Arabian als einer der Stammväter des Englischen Vollbluts.

Um seine Herkunft und sein Leben ranken sich zahlreiche recht märchenhafte Geschichten. Der Hengst trug jedenfalls ursprünglich den Namen Sham und gehörte zu einer Gruppe von Pferden, die der Bey von Tunis Ludwig XV. schenkte. Sham fand aber offenbar vor den Augen des französischen Königs keine Gnade und gelangte in den Besitz des Engländers Edward Coke, der ihn als Deckhengst für sein Gestüt in Derbyshire übernahm. Dort wurde die Stute Roxana von dem orientalischen Hengst gedeckt und warf das Fohlen Lath, das eines der berühmtesten Rennpferde seiner Zeit werden sollte.

Nach Cokes Tod 1733 kam der Hengst in die Hände von Roger Williams, der ihn an Francis Godolphin, 2. Earl of Godolphin vermittelte, dem er auch den Namen Godolphin verdankte, unter dem er bis heute bekannt ist. Godolphin Barb muss fast 30 Jahre alt geworden sein. Er starb 1753 in der Weihnachtszeit, wurde neben seinem Stall begraben und erhielt einen Gedenkstein, der noch heute im Wandlebury Ring zu besichtigen ist.

Die Lebensgeschichte des Tieres diente der US-amerikanischen Schriftstellerin Marguerite Henry als Romanvorlage ihres Buches „König der Winde“. Eine ausführliche Lebensgeschichte des Pferdes findet sich in dem Buch "Hengst der Sonne" von Franz Born, Sebaldus Verlag, 1961.