Goszów

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Goszów
Goszów führt kein Wappen
Goszów (Polen)
Goszów
Goszów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Kłodzko
Gmina: Stronie Śląskie
Geographische Lage: 50° 18′ N, 16° 54′ O50.29638888888916.893611111111Koordinaten: 50° 17′ 47″ N, 16° 53′ 37″ O
Höhe: 450–540 m n.p.m
Einwohner:
Postleitzahl: 57-550
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DKL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Stronie ŚląskieBielice
Nächster int. Flughafen: Breslau

Goszów [ˈgɔʂuf] (deutsch Gompersdorf) ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Es gehört zur Stadt- und Landgemeinde Stronie Śląskie und liegt sieben Kilometer südlich von Lądek-Zdrój.

Geographie und Klima[Bearbeiten]

Goszów liegt an der oberen Landecker Biele im Südosten des Glatzer Kessels. Nachbarorte sind Stary Gierałtów im Nordosten, Nowy Gierałtów und Bielice im Südosten, Młynowiec im Süden, Stara Morawa im Südwesten, Stronie Śląskie und Strachocin im Westen und Stójków im Nordwesten. Nördlich liegt der 675 m hohe Eulenberg (Sowia Kopa), südöstlich das Bielengebirge mit dem 1083 m hohen Schwarzen Berg (Czernica).

Geschichte[Bearbeiten]

Gompersdorf wurde erstmals 1347 als Gumprechtsdorf erwähnt. Weitere Schreibweisen waren Gumpirsdorf (1476) und ab 1500 Gompersdorf.[1] Das Dorf gehörte zur Herrschaft Karpenstein und bildete zusammen mit den benachbarten Dörfern Seitenberg und Schreckendorf die sogenannten Grunddörfer, die in alten Urkunden auch als „der Grund“ bezeichnet wurden. Nach der Zerstörung der Burg Karpenstein 1443 fiel es als königliches Kammerdorf an die Krone Böhmen. 1740 verkaufte die Böhmische Kammer Gompersdorf an den kaiserlichen Feldmarschall Georg Olivier von Wallis, der es mit seiner Herrschaft Seitenberg verband.

Nach den Schlesischen Kriegen fiel Gompersdorf zusammen mit der Grafschaft Glatz 1763 mit dem Hubertusburger Frieden an Preußen. Nach der Neugliederung Preußens gehörte es seit 1815 zur Provinz Schlesien und war zunächst dem Landkreis Glatz eingegliedert. 1818 erfolgte die Umgliederung in den Landkreis Habelschwerdt, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. Einen wirtschaftlichen Aufschwung nahm Gompersdorf ab 1864 mit der Inbetriebnahme der Glasfabrik „Oranienhütte“ in Seitenberg, in der Anfang des 20. Jahrhunderts 700 Mitarbeiter aus Seitenberg und Umgebung beschäftigt waren und die in Gompersdorf eine Schleiferei betrieb.[2] 1939 wurden 699 Einwohner gezählt.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Gompersdorf an Polen und wurde in Goszów umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. 1960 wurde der größte Teil von Goszów nach Stronie Śląskie eingemeindet, das durch die Bevölkerungszunahme sowie die industrielle Entwicklung 1967 zur Stadt erhoben wurde. In den Jahren 1975–1998 gehörte Goszów zur Woiwodschaft Wałbrzych.

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Marek Šebela, Jiři Fišer: České Názvy hraničních Vrchů, Sídel a vodních toků v Kladsku. In: Kladský Sborník V, 2003, S. 382
  2. Arno Herzig, Małgorzata Ruchniewicz: Geschichte des Glatzer Landes. Hamburg-Wrocław 2006, ISBN 3-934632-12-2, S. 329–330.