Grenznutzen

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Grenznutzen ist ein Begriff aus der Wirtschaftswissenschaft. Der Grenznutzen eines Gutes bezeichnet den Nutzenzuwachs, den eine Person oder Gruppe durch eine zusätzliche Einheit dieses Gutes erhält. Mithin ist der Grenznutzen das Differential der Nutzenfunktion.

Abnehmender Grenznutzen[Bearbeiten]

Bei Gütern zeigt sich in der Regel ein abnehmender Grenznutzen. Konsumiert eine Person nach einem ersten Gut G1 ein weiteres Gut G2, nimmt der Nutzen dieses Gutes G ab. Beispielsweise nimmt der Grenznutzen von Brötchen ab einer bestimmten Menge zunehmend ab. Eine Person kann in einer bestimmten Zeit ein Brötchen konsumieren. Ab einer bestimmten Menge an Brötchen nimmt der Nutzen jedes weiteren Brötchens ab. 10 Brötchen haben nicht den 10-fachen Nutzen wie ein Brötchen und 100 Brötchen nicht den hundertfachen. Ähnliches gilt für das finanzielle Einkommen. Zwar kann eine Person etwa ein monatliches Einkommen von 1000 Euro in einer bestimmten Zeit ausgeben. Der Nutzen weiterer Einnahmen steigt aber nicht proportional ins Beliebige. Ein Einkommen von 100.000 Euro im Monat hat nicht den 100-fachen Nutzen für dieselbe Person, da zahlreiche Bedürfnisse bereits befriedigt worden sind.[1][2]

Beispiel[Bearbeiten]

Jemand hat am Jahrmarkt Hunger und kauft sich daher eine Bratwurst. Dadurch wird der Hunger zumindest teilweise gestillt. Hat er danach immer noch Hunger, kauft er eine weitere, die ihm wohl auch noch schmeckt. Mit der vierten oder fünften Wurst wird er keinen weiteren Hunger stillen können, und isst er dann die siebte oder achte, wird ihm gar schlecht werden. Der zusätzliche Nutzen der achten Bratwurst (=ihr Grenznutzen) ist also negativ. Besser wäre es gewesen, er hätte sich stattdessen z. B. ein Glas Apfelsaft gekauft.

Grenznutzen und Glück[Bearbeiten]

Der Grenznutzen bestimmt auch die Zufriedenheit oder das Glück von Menschen. Die Zufriedenheit von Menschen steigt bei steigendem Einkommen, allerdings sinkt der Grenzzuwachs, das heißt, die Zufriedenheit steigt relativ zum steigenden Einkommen mit einer abnehmenden Rate. Demnach ist die Zunahme von 20.000 Dollar Jahreseinkommen gegenüber 10.000 Dollar deutlich stärker als die von 90.000 zu 100.000 oder von 100.000 zu 200.000. [3]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Robert S. Pindyck,Daniel L. Rubinfeld: Mikroökonomie, 2009, S. 139f.
  2. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/grenznutzen.html
  3. Robert S. Pindyck,Daniel L. Rubinfeld: Mikroökonomie, 2009, S. 140f.

Siehe auch[Bearbeiten]