Grieß

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Dieser Artikel behandelt das Getreideerzeugnis Grieß.
  • Für deutschen Chemiker Johann Peter Grieß (auch Griess, 1829–1888) siehe Johann Peter Grieß.
  • Für den US-amerikanischen Mathematiker siehe Robert Griess.
Grießputzerei in einer historischen Mühle

Grieß ist ein Begriff aus der Müllerei für Teilstückchen des Getreidekorns (meist Weizen) in einem Größenbereich zwischen 300 und 1000 µm. Grießkörnchen sind rundlich bis kantig mit einer weißen bis gelblich-braunen Färbung. Der Müller kann durch verschiedene Einstellung am Walzenstuhl die Vermahlung so einstellen, dass entweder mehr Grieß- oder mehr Mehlpartikel entstehen. Staubförmige Mehlpartikel werden in der Mühle vom Grieß abgetrennt. Die anfallenden Grieße werden mit einer Grießputzmaschine in geputztem und ungeputztem (von Schalen nicht befreitem) Grieß sowie in verschiedene Größenklassen getrennt:[1], [2]

  • grober Grieß (600–1000 µm)
  • mittlerer Grieß (475–600 µm)
  • feiner Grieß (300–475 µm)

Zum Vergleich: Die Körnchengrößen von Dunst liegen zwischen 150 und 300 µm, die von Mehl sind kleiner als 150 µm.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Weichweizengrieß

Weichweizengrieß wird insbesondere für die Verwendung beim Backen hergestellt. Sehr feiner Grieß wird auch für Babynahrung und Kinderbrei, Grießbrei und andere Desserts und Süßspeisen sowie für Grießschmarrn oder Grießklößchen verwendet. Grieß wird ähnlich hergestellt wie Mehl, jedoch wird dazu die Mühle anders eingestellt. Die feinere Mehlfraktion, die bei diesem Mahlvorgang gleichzeitig mitentsteht, wird später ausgesiebt und als Mehl verwendet. Auch zum Kuchenbacken und für die Knödelherstellung verwendet man statt Mehl feinen Grieß, in Süddeutschland auch unter der Bezeichnung „Knödelmehl“ im Handel, in Österreich als „doppelgriffiges Mehl“ bekannt.

[Bearbeiten] Hartweizengrieß

Daneben werden aus besonderen Hartweizen auch Hartweizengrieß und Dunst für die Teigwarenproduktion, insbesondere Nudeln, gemahlen. Werden Hartweizenkörner nur grob geschnitten, so entsteht Grütze, die man z. B. für die Herstellung von Teigwaren oder Bulgur verwendet.

[Bearbeiten] Andere Getreidearten

Grieß aus Hafer, Gerste, Hirse oder Buchweizen dient zur Herstellung von (meistens süßen) Breigerichten. Aus Mais wird Grieß für die Polenta gemacht.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ternes, Täufel, Tunger, Zobel: Lebensmittel-Lexikon, Behr's Verlag, 4. Auflage 2005, ISBN 3-89947-165-2
  2. Handbuch Mehl- und Schälmüllerei, Hrsg. Peter Erling, Verlag Agrimedia, 2. Auflage 2004, ISBN 3-86037-230-0
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