Grütze
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Grütze (von althochdeutsch gruzzi für „Grobgemahlenes“) besteht aus grob geschnittenen Getreidekörnern wie Hafer, Gerste, Hirse, Buchweizen, Mais, Roggen oder Weizen. Die Bruchstücke werden mittels Sieben sortiert und liegen in der Größe zwischen Grieß und Graupen.
Grütze wird hauptsächlich für Suppen, Breie und einige Wurstsorten wie Grützwurst verwendet. Um Bulgur herzustellen, werden Körner von Hartweizen einem Parboiling-Verfahren unterzogen und danach mit einem Grützeschneider grob geschnitten. In gequollener Form werden in der orientalischen Küche Salate, z. B. Tabouleh mit Minze, Petersilie und Tomaten, daraus hergestellt.
Fruchtige Süßspeisen wie die rote Grütze wurden ursprünglich ebenfalls mit Grütze hergestellt, erfuhren jedoch im Lauf der Zeit eine Verfeinerung, so dass sich ihr Fruchtanteil in modernen Rezepturen erhöht hat und die Bindung statt mit Grütze mit Speisestärke oder Sago erfolgt – geblieben ist lediglich der Name ‚Grütze‘. Die in Ostdeutschland verbreitete rote Grütze, die aus Fruchtsaft und Grieß hergestellt wird, entspricht insofern eher der historischen Zubereitung.

