Reken

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reken
Reken
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reken hervorgehoben
51.8311111111117.0461111111111100Koordinaten: 51° 50′ N, 7° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Borken
Höhe: 100 m ü. NHN
Fläche: 78,74 km²
Einwohner: 14.411 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 183 Einwohner je km²
Postleitzahl: 48734
Vorwahl: 02864
Kfz-Kennzeichen: BOR, AH, BOH
Gemeindeschlüssel: 05 5 54 044
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 14
48734 Reken
Webpräsenz: www.reken.de
Bürgermeister: Heiner Seier (CDU)
Lage der Gemeinde Reken im Kreis Borken
Kreis Borken Nordrhein-Westfalen Kreis Kleve Kreis Wesel Kreis Coesfeld Kreis Coesfeld Niedersachsen Kreis Steinfurt Niederlande Raesfeld Heiden Rhede Bocholt Borken Reken Velen Stadtlohn Heek Ahaus Gescher Legden Schöppingen Gronau Vreden Südlohn IsselburgKarte
Über dieses Bild

Reken ist eine Gemeinde im westlichen Münsterland im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Borken im Regierungsbezirk Münster. Reken ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. Dazu tragen neben der geografischen Lage auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten bei.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Reken liegt im Westmünsterland im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland zwischen den Höhenzügen Rekener Berge im Norden, Die Berge im Nordwesten und Hohe Mark im Osten, wobei insbesondere letzterer waldreich ist. Am südwestlichen Rand des Ortsteils Groß Reken entspringt der Midlicher Mühlenbach, der südwärts – vorbei am Ortsteil Bahnhof Reken und durch Klein Reken – durch das Gemeindegebiet fließt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Reken grenzt an Coesfeld, Dülmen, Haltern, Dorsten, Heiden, Velen und Gescher.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Reken besteht heute aus den Ortsteilen

  • Bahnhof Reken
  • Groß Reken
  • Klein Reken
  • Maria Veen
  • Hülsten

Geschichte[Bearbeiten]

Die „Eremitage“ bei Reken
Windmühle als das Wahrzeichen von Reken
Rathaus
Sendeanlagen des Melchenbergs:
ein Stahlbetonturm (links) und Funkturm Groß Reken Melchenberg (rechts)
Der Bahnhof von Reken

Reken wurde erstmals im Jahre 889 urkundlich erwähnt.

Im 9. und 10. Jahrhundert hieß das heutige Reken Regnum, erwähnt im Werdener Heberegister. Der 1173 erstmals genannte Haupthof „Rekene“ kam im 11. oder anfangs des 12. Jahrhunderts in den Besitz des münsterschen Domkapitels.

1467 war Reken einer der drei Vogteibezirke, welche in dem Gebiet gegründet wurden.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Reken wurde am 1. Juli 1969 durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Groß Reken, Hülsten und Klein Reken neu gebildet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • um 1500: etwa 460
  • um 1850: etwa 2700
  • um 1940: etwa 4400
  • am 6. Juni 1961: 8085 (davon: Groß Reken 6312, Klein Reken 1083 und Hülsten: 690)
  • um 2004: etwa 14.539 (davon: Groß Reken 5948, Maria Veen 3053, Klein Reken 2397, Bahnhof Reken 2327 und Hülsten 814)
  • 5. Januar 2007 : 14.529 (davon: Groß Reken 5919, Maria Veen 2992, Klein Reken 2488, Bahnhof Reken 2347 und Hülsten 783)
  • 31. Dezember 2013: 14.411
Kommunalwahl 2009[3]
Wahlbeteiligung: 58,4 % (2004: 60,3 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
56,4 %
13,9 %
12,0 %
9,5 %
8,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
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 10
   8
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   4
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-6,4 %p
-1,1 %p
+3,1 %p
+8,2 %p

Wappen und Banner[Bearbeiten]

Der Gemeinde ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Münster vom 16. Januar 1970 das Recht zur Führung eines Wappens, eines Siegels und eines Banners verliehen worden.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In gelb (gold) über einem doppelten, mit je 3 Fenstern und Spitzdach versehenen schwarzen Kirchenchor ein sechsblättriger grüner Stechpalmenzweig mit 11 (3:8) roten Beeren.“

Das von Waldemar Mallek ursprünglich entworfene und später weiter verwendete Wappen für die ehemalige Gemeinde Groß Reken zeigt die beiden Kirchenschiffe der Groß Rekener Wehrkirche unter einem Stechpalmenzweig, einem für die Gegend typischen Strauch.[4]

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Beschreibung des Banners: „Von Gelb zu Schwarz zu Gelb im Verhältnis 1 : 3 : 1 längsgestreift, in der Mitte der oberen Hälfte der schwarzen Bahn der Wappenschild der Gemeinde.“ Die Hauptsatzung gibt keine Beschreibung des Banners.


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Zwei Kilometer weiter nördlich von Groß-Reken befindet sich innerhalb eines Waldgebiets des Naturparks Hohe Mark-Westmünsterland die „Eremitage“, ein örtlicher Wallfahrtsort. Die „Eremitage“ besteht aus einer katholischen Kapelle mit einem angebauten Wohnhaus. Die erste Kapelle wurde urkundlich 1742 im Zusammenhang mit einer heilkräftigen Quelle in der Umgebung erwähnt. Sie wurde der schmerzhaften Mutter Gottes geweiht und bot Platz für insgesamt fünf Personen. Im Laufe der Zeit wurde sie immer wieder erweitert und umgebaut. Bis 1879 lebte im Wohnhaus ein Eremit, ab diesem Zeitpunkt bewohnt eine Familie das Anwesen. 1986 wurde die Kapelle gründlich renoviert, seither wird die Kapelle von einer wachsenden Anzahl von Pilgern besucht.

Das im Ortsteil Bahnhof Reken liegende und zuvor nicht mehr genutzte Bahnhofsgebäude (am Bahnhof war lediglich ein Fahrkartenautomat aufgestellt) wurde in den Jahren 2005/2006 von Grund auf renoviert. Daneben wurden auch die Außenanlagen komplett neu gestaltet. Das Ziel ist es, eine Art „Parklandschaft“ auf dem Gelände zu gestalten, welche Grillplätze und Ruhebereiche aufweist, jedoch nicht durch das Anlegen befestigter Wege, sondern nur durch Rückschnitt der wilden Vegetation. In der Nähe des Bahnhofs gibt es einen Treffpunkt für Nordic Walking. Von hier aus führen vier ausgeschilderte Strecken unterschiedlicher Länge durch die nähere Umgebung.

Statt weniger Parkplätze existieren nun zahlreiche Parkplätze sowie ein weiträumiger, überdachter Unterstand für Fahrräder. Für dieses Projekt wurden auf dem Gelände befindliche Lagerhallen abgerissen und an anderer Stelle außerhalb des Bahnhofsgeländes neu errichtet.

Auf dem direkt nördlich von Groß Reken gelegenen Melchenberg (133,8 m ü. NN) befinden sich zwei Sendeanlagen: der 60 m hohe Funkturm Groß Reken Melchenberg (Stahlfachwerkturm für Mobilfunk) mit Aussichtsplattform und ein 70 m hoher Stahlbetonturm.

Parks[Bearbeiten]

Am Ortsrand von Bahnhof Reken findet man den Wildpark Frankenhof.

Sport[Bearbeiten]

  • Hallen- und Freibad
  • zahlreiche Tennisplätze
  • 18-Loch-Golfanlage
  • Sportplätze
  • ausgiebige Rad- und Wanderwege, die ins Herz des Münsterlandes führen
  • Nordic-Walking-Park, 6 Strecken mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad
  • zahlreiche Reitställe, bei denen sich geeignete Personen Pferde und Ponys ausleihen können
  • Skatepark

Schulen[Bearbeiten]

  • Antonius-Grundschule Klein Reken
  • Ellering-Grundschule Maria Veen
  • Michael-Grundschule Groß Reken
  • Gymnasium der Mariannhiller Missionare Maria Veen
  • Elisabeth-von-Thüringen-Realschule Bahnhof Reken
  • Overberg-Hauptschule Groß Reken
  • Sekundarschule Hohe Mark
  • Brückenschule, Westfälische Schule für Körperbehinderte Maria Veen

Die Elisabeth-von-Thüringen-Realschule und die Overberg-Hauptschule nehmen ab dem Schuljahr 2013/14 keine neuen Schüler mehr auf und werden durch die Sekundarschule Hohe Mark, die in Teilen des Gebäudes der Elisabeth-von-Thüringen-Realschule gegründet wurde, ersetzt[5][6].

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen, die jährlich stattfinden sind das Schützenfest, der Karnevalsumzug in Groß Reken. Zudem findet in den Freizeitanlagen das NuNoise-Festival statt, wo Nachwuchsbands eine öffentliche Plattform geboten wird.

An vielen Wochenenden finden im Rekenforum Veranstaltungen statt, unter anderem Theaterstücke, Comedy- und Musikauftritte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Reken hat an der Bahnstrecke Duisburg–Quakenbrück zwei Bahnhöfe: Reken Bahnhof und Maria Veen. Die Strecke wurde von der ehemaligen Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft als Fernverbindung von Duisburg nach Wilhelmshaven um 1877 erbaut.
Der Abschnitt DorstenCoesfeld wird von der Regionalbahn 45 „Der Coesfelder“ bedient.

Die Schnellbus-Linie S75 (Sprinterbus) verbindet Maria Veen mit Münster und Bocholt.

Reken ist durch die südlich gelegene Stadt Dorsten mit dem Ruhrgebiet verbunden. Wichtige Verkehrsanbindungen sind die A 31 (im Volksmund „Ostfriesenspieß“ genannt), sowie die A 43, die ihm Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland über die B58 oder die B67 verbunden sind.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Reken fertigt die Firma Iglo einen Teil ihrer Produktion in einer Randlage des Ortes. Die Produktions- und Lagereinheit in Reken gehört heute (Stand: 30. Juni 2007) zu dem Finanzinvestor Permira. In den letzten 10 Jahren wurden an diesem Standort etwa 1.000 Arbeitsplätze abgebaut.

In Maria-Veen befindet sich der Benediktushof, eine caritativ-gemeinnützige Einrichtung der Josefs-Gesellschaft. Sie zählt mit über 600 Plätzen zu den größten dieser Art in Deutschland. Hier können sich körper- und mehrfachbehinderte Menschen schulisch, beruflich und sozial rehabilitieren.

Die sonstige Wirtschaft Rekens ist von der Landwirtschaft und von kleinen Handwerksbetrieben geprägt.

Städte- bzw. Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]


Persönlichkeiten[Bearbeiten]

in Reken geboren[Bearbeiten]

mit Reken verbunden[Bearbeiten]

  • Ursula Bruns (* 1922), Autorin und Pferdesachverständige, leitete in Reken eine Reitschule

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 95.
  3. http://www.wahlergebnisse.nrw.de/kommunalwahlen/2009/Gem_raete/c554044kw0900.html
  4. Hauptsatzung der Gemeinde Reken, § 2. Abgerufen am 11. Februar 2013.
  5. http://sk-reken.de/
  6. http://www.reken.de/index.phtml?object=tx%7C1935.1&ModID=255&FID=1935.866.1
Blick von der Aussichtsplattform des Funkturms Groß Reken Melchenberg auf dem Melchenberg südsüdostwärts nach Groß Reken