Gruffydd ap Llywelyn Fawr

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Gruffydd (auch: Gruffudd) ap Llywelyn Fawr (* um 1200; † 1. März 1244 in London) war der älteste Sohn Llywelyns des Großen (walisisch: Llywelyn Fawr).

Gruffydd wuchs als Geisel am Hof König Johann Ohnelands auf. Da er ein uneheliches Kind war, schloss sein Vater ihn von der Thronfolge aus, obwohl dies nach walisischem Recht nicht vorgeschrieben war, und setzte stattdessen Gruffydds Halbbruder Dafydd als einzigen Erben ein. Nach dem Tod Llywelyns lebte Gruffydd als Dafydds Gefangener in Gwynedd; 1241 musste dieser ihn jedoch nach einem erfolgreichen Einfall der Engländer in Wales in die Obhut des englischen Königs Heinrich III. geben, der ihn im Londoner Tower einsperren ließ. Obwohl Gruffydds Frau Senena ein hohes Lösegeld für die Freilassung ihres Mannes und ihres ältesten Sohnes Owain bezahlte und Heinrich im Austausch ihre beiden jüngsten Söhne, Dafydd und Rhodri, als Geiseln überließ, hielt dieser sein Versprechen nicht und behielt Gruffydd und Owain als „Gäste“ bei sich, um sie später gegen Dafydd verwenden zu können. Gruffydd starb 1244 bei einem Fluchtversuch aus dem Tower. Der Sage nach ließ er sich an einem selbstgeknüpften Seil aus einem Fenster an der Südseite des „Weißen Turms“ hinunter, stürzte jedoch ab und fiel etwa 30 Meter in die Tiefe. Das Fenster wurde danach zugemauert; die Stelle kann heute noch bewundert werden. 1248 veranlassten die Abteien von Strata Florida und Aberconwy die Rückführung seiner sterblichen Überreste nach Wales, wo er neben seinem Vater in Aberconwy beerdigt wurde.

In den bald folgenden Thronstreitigkeiten zwischen Gruffydds Söhnen und seinem Bruder Dafydd setzte sich schließlich sein Sohn Llywelyn durch und wurde der letzte (walisische) Prinz von Wales.

Siehe auch: Gruffydd ap Llywelyn