Gut Garkau

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Gut Garkau aus Westen
Gut Garkau aus Nordwesten

Das Gut Garkau ist ein Bauernhof bei Klingberg in der Gemeinde Scharbeutz im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein - direkt am südwestlichen Ufer des Großen Pönitzer Sees gelegen. Er ist ein Beispiel für das organische Bauen.

Gut Garkau wurde 1924 bis 1926 nach Planungen des Architekten Hugo Häring erbaut und gilt als dessen bekanntestes Hauptwerk. Bauherr war Otto Birtner. Von der ursprüngliche Planung des Gutes als einheitliche Hofanlage wurden nur der Kuhstall, die Scheune und ein Geräteschuppen realisiert. Nicht realisiert wurden das Gutshaus, ein Schweinestall mit angegliedertem Pferdestall, ein Hühnerstall und eine Dunglege.

Die fünf Gebäude des Gutes sind um einen länglichen, in nordwestlich/südöstlicher Richtung ausgerichteten Hof herum angeordnet. Am nordwestlichen Ende des Hofes steht der aus rotviolettem Backstein errichtete Kuhstall mit seinem holzverkleideten Obergeschoss. In diesem Kuhstall ist Platz für 42 Milchkühe und 23 Kälber. Die birnenförmige Anordnung der Tiere um einen zentralen „Futtertisch“ ermöglicht die Fütterung durch Öffnungen aus dem als Futterlager dienende Obergeschoss, womit der Bau des Gebäudes, das in seiner Form an eine Skulptur erinnert, seiner Funktion gerecht wird.

Im Jahre 1973 stellte Gut Garkau die Milchwirtschaft aus Rentabilitätsgründen ein. 1975 konnte der Abriss des Gebäudes verhindert werden, das heute als Schweinestall genutzt wird. Bemerkenswert ist auch die Scheune mit einem Zollingerdach mit stützenfreien Innenraum.

Gut Garkau steht als „Kulturdenkmal mit nationaler kultureller Bedeutung“ unter Denkmalschutz. Das Gut wird bewirtschaftet und kann unter anderem im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ besichtigt werden.

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54.027210.6873Koordinaten: 54° 1′ 38″ N, 10° 41′ 14″ O