Hélène Fourment

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Hélène Fourment und ihre Kinder, Louvre
Hélène Forument, Alte Pinakothek

Hélène Fourment (auch Helena oder Helene, * 1614 in Antwerpen; † 1673 in Brüssel) war die zweite Frau von Peter Paul Rubens. Wie bereits seine erste Gemahlin Isabella Brant stand sie ihm für neunzehn Gemälde Porträt, zudem arbeitete Rubens ihre Züge in weitere Bildnisse ein.

Leben[Bearbeiten]

Fourment war die Tochter des mit Rubens befreundeten Teppichhändlers Daniel Fourment und seiner Frau, welche wiederum die Schwester Isabella Brants war. Somit war sie Rubens Nichte durch dessen erste Ehe. Sie heiratete den Maler 1630 im Alter von siebzehn Jahren. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Clara Johanna, Franz, Hélène und Peter Paul, der letzte wurde nach dem Tode Rubens geboren.

Das Paar lebte in Schloss Steen unweit von Mecheln. Einige von Rubens bedeutendsten Gemälde mit ihr sind: Hélène im Brautkleid (1630), zwischen Rubens und seinem Sohn im Garten (1631), unbekleidet im Pelzmantel (Das Pelzchen, 1630), als Cäcilie mit Putten (1638), im Wirbelsturm fliegender Putten im Liebesgarten (1635).

Sie heiratete nach dem Tode Rubens' den Grafen Johann-Baptist von Brouchoven, mit dem sie fünf Kinder hatte. Eines davon war Jan van Brouchoven, zweiter Graf von Bergeyck und wichtiger niederländischer Politiker (Vize-Gouverneur der Niederlande, spanischer Premierminister).

Literatur[Bearbeiten]

  • Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. Sebastian Lux Verlag, München 1963, S. 170.