Alte Pinakothek

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Alte Pinakothek, Südfront; in dessen Zentrum befindet sich die so genannte Plombe, mit der die Fassade nach den Schäden des Zweiten Weltkriegs restauriert wurde

Die Alte Pinakothek ist ein 1836 eröffnetes Kunstmuseum in München-Maxvorstadt. Sie stellt unter anderem Gemälde von Malern des Mittelalters bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts aus und ist eine der bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt. Die Bestände sind Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

Gegenüber der Alten Pinakothek befindet sich die Neue Pinakothek mit Werken des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Neben der Pinakothek der Moderne und dem Museum Brandhorst mit Werken des 20. und 21. Jahrhunderts sowie dem Türkentor und weiteren Einrichtungen bilden sie zusammen das Kunstareal.

Lage der Pinakotheken in der Maxvorstadt

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Gemäldegalerie der Alten Pinakothek beginnt bereits mit den Historienbildern, die Wilhelm IV. (reg. 1508–1550) ab 1528 in Auftrag gab, darunter die berühmte „Alexanderschlacht“ von Albrecht Altdorfer.  Maximilian I. (reg. 1598–1651) erwarb unter anderem Werke Albrecht Dürers, so erhielt er 1627 durch sanften Druck auf die Nürnberger Stadtväter das Werk Die vier Apostel, das der Maler seiner Vaterstadt geschenkt hatte. Der Kurfürst ließ die Stadt wissen, dass er das Werk gerne hätte und einen abschlägigen Bescheid als „einen sondern hohen Despect“ nehmen würde. Er musste jedoch seinerseits während der schwedischen Besatzung im Dreißigjährigen Krieg Verluste hinnehmen, da einundzwanzig Gemälde nach Stockholm gebracht wurden, von denen nur fünf zurückgebracht werden konnten.

Sein Enkel Maximilian II. Emanuel (reg. 1679–1726) erwarb als Statthalter Spaniens in den Niederlanden zahlreiche holländische und flämische Bilder. So kaufte er 1698 in Antwerpen bei Gisbert van Colen alleine 12 Bilder von Peter Paul Rubens und 13 von Van Dyck, wobei die Bilder von Rubens aus dem persönlichen Nachlass des Künstlers stammten und daher gar nicht zum Verkauf bestimmt waren. Unter Max Emanuels Nachfolgern wurden die Ankäufe auf Grund des angespannten Haushalts weitgehend eingestellt.

Die pfälzischen Galerien[Bearbeiten]

Ein ebenso umsichtiger Sammler niederländischer Malerei war Max Emanuels pfälzischer Vetter, der Düsseldorfer Kurfürst Johann Wilhelm (reg. 1690–1716), dem die von seinem Großvater Wolfgang Wilhelm (reg. 1614–1653) gegründete Düsseldorfer Galerie ihre wertvollsten Schätze verdankte. Die in ganz Europa tätigen Kunstagenten Johann Wilhelms hatten den Auftrag, lieber die ganze ihnen zur Verfügung stehende Geldsumme für ein hervorragendes Gemälde als für mehrere mittelmäßige auszugeben. Als Brautgeschenk bekam er durch seine Gattin Anna Maria Luisa de’ Medici Raffaels berühmte „Heilige Familie aus dem Hause Canigiani“. Allein 32 Bilder aus seiner Rubenssammlung befinden sich heute in der Alten Pinakothek.

Die Mannheimer Galerie war eine Gründung von Johann Wilhelms Bruder, Kurfürst Karl Philipp (reg. 1716–1742), und wurde von seinem Nachfolger Karl Theodor (reg. 1742–1799) wesentlich erweitert, der ebenfalls eine Schwäche für niederländische Malerei hatte. So erwarb er unter anderem Rembrandt van Rijns „Heilige Familie“.

Die Zweibrücker Sammlung, die 1793 vor den anrückenden französische Truppen von Schloss Karlsberg zunächst nach Mannheim und dann nach München gebracht wurde, ging aus der Privatsammlung Christian von Mannlichs (1741–1822) hervor, die ihm der Herzog abgekauft hatte; neben deutschen, flämischen und holländischen Bildern enthielt sie auch Werke jüngerer französischer Maler, darunter die „Rübenputzerin“ von Chardin und BouchersRuhendes Mädchen“ (Marie-Louise O'Murphy).

Die Vereinigung der kurfürstlichen Galeriebestände[Bearbeiten]

Nach der Vereinigung von Bayern und der Pfalz kamen dann auch die pfälzischen Sammlungen in die bayerische Gemäldegalerie, da sie vor den französischen Revolutionsheeren in Sicherheit gebracht werden mussten, so die Galerien von Mannheim (1798) und Zweibrücken (1799) sowie zuletzt 1806 mit der Abtretung des Herzogtums Berg auch die reichhaltige Düsseldorfer Sammlung. Neue Einbußen erlitt die Sammlung dagegen kurze Zeit später durch den Raubzug Napoléon Bonapartes, so hing Altdorfers „Alexanderschlacht“ dann im Badezimmer des Kaisers. Nur 27 der zahlreichen beschlagnahmten Bilder gelangten nach seinem Sturz nach München zurück. So befinden sich von den vier großen Tierjagden, die Maximilian I. einst bei Rubens bestellte, nur noch die „Nilpferdjagd“ in München.

Mit der Säkularisation in Bayern kamen gleichzeitig jedoch viele Bilder aus den aufgehobenen Klöstern in königlichen Besitz, wovon insbesondere die Sammlung altdeutscher Meister profitierte.

Die Gründung durch König Ludwig I.[Bearbeiten]

Alte Pinakothek um 1900

König Ludwig I. von Bayern (reg. 1825–1848) ließ schließlich durch Kunstagenten zahlreiche Meisterwerke aufkaufen. Er sammelte mit Vorliebe altdeutsche Bilder und Werke der italienischen Renaissance. Die Kunstwerke der königlichen Sammlung waren über verschiedene Schlösser verteilt und konnten vom Volk nicht besichtigt werden. Ludwig I. systematisierte nicht nur die Sammlungstätigkeit, sondern fühlte sich anfangs der 1820er Jahre aus dem Ideal der Volksbildung heraus verpflichtet, die Kunstschätze für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Daher beauftragte er seinen Hausarchitekten Architekten Leo von Klenze mit dem Bau eines Museumsgebäudes am nördlichen Stadtrand Münchens.

1827 erwarb er die Sammlung Boisserée mit 216 altdeutschen und altniederländischen Meistern; 1828 gelang dem König auch der Kauf der Sammlung des Fürsten Wallerstein mit 219 Werken oberdeutscher und schwäbischer Malerei. Dazu kamen Ankäufe in Italien, z.B. Raffaels „Madonna mit dem Vorhang“. Die fürstliche Sammlung spiegelt somit den Geschmack der jeweiligen Sammlerpersönlichkeiten wider. So erklären sich die anderswo unerreichbaren Stärken ebenso wie die deutlichen Lücken im Bestand der Wittelsbacher Galerie.

Das Museum wurde am 16. Oktober 1836 eröffnet, 1838 erschien der erste Gemäldekatalog von Johann Georg von Dillis, der auch für die Ausstellungskonzeption für die Sammlung in der Alten Pinakothek verantwortlich war.

Nach Ludwig I. wurden nur noch vereinzelt Meisterwerke durch den Staat angekauft. 1852 wurden sogar 1000 Bilder versteigert, darunter Dürers „ Anna Selbdritt“ (heute Metropolitan Museum, New York) und Grünewalds „Maria-Schnee-Tafel“ (heute Freiburg/Br.). Erst ab 1875 mit der Ernennung von Franz von Reber (1834–1919, im Amt 1875–1909) zum Leiter der Galerie erfuhr die Pinakothek wieder mehr Aufmerksamkeit. Die Zeit der großen Ankäufe war jedoch vorbei, auch wenn er und sein Nachfolger Hugo von Tschudi (1851–1911, im Amt 1909–1911) wieder einige herausragende Bilder für die Pinakothek erwarben. So gelangten beispielsweise Leonardo da VincisMadonna mit der Nelke“ oder El Grecos „Entkleidung Christi“ nach München.

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Bilder ausgelagert, so dass keine Verluste entstanden. Von 1946 bis 1957 dauerte der Wiederaufbau des Gebäudes durch Architekt Hans Döllgast. Er verschloss einen Bombentreffer in der Südfassade mit einer Plombe, die bewusst farblich und durch reduzierte Details vom Klenze-Bau abweicht. Außerdem schuf Döllgast das seitliche Treppenhaus.

Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden gezielt Bestandslücken geschlossen, insbesondere durch Sammeltätigkeit und Neuerwerbungen von Banken, die mit der Pinakothek verbunden waren und die erworbenen Schätze der Pinakothek als Dauerleihgaben zur Verfügung stellten. Insbesondere gelangen zahlreiche Ankäufe von Bildern des 18. Jahrhunderts. Ab 1966 wurden hierbei insbesondere Leihgaben der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank hinzuerworben, u.a. Lancrets „Vogelkäfig“ und Bouchers „Madame de Pompadour“. 1988 wurden mehrere Dürer-Werke durch ein Säure-Attentat von Hans-Joachim Bohlmann schwer beschädigt, sie wurden anschließend in jahrelanger Arbeit restauriert. Im Jahre 1990 gelang die Erwerbung von Dierick Bouts' „Ecce agnus dei“.

Mit der Eröffnung der Neuen Pinakothek wurde die bisherige Pinakothek zur Alten Pinakothek umbenannt.[1]

Gebäude[Bearbeiten]

Alte Pinakothek, Nordseite

Der Grundstein wurde am 7. April 1826 gelegt, im Herbst 1836 war das Gebäude fertig gestellt.[2]

Die Alte Pinakothek war bei der Eröffnung der größte Museumsbau der Welt[3] und durch den Einsatz von Oberlichtern und der zweckmäßigen Unterbringung von Nordlichtkabinetten für die damalige Zeit bautechnisch wie konzeptionell weit fortgeschritten. Bereits das Äußere der Pinakothek hebt sich deutlich von den üblichen schlossartigen Museumsbauten des frühen 19. Jahrhunderts ab und steht in engem Zusammenhang mit der Funktion und Gliederung des Gebäudes als Museum. So wurde der Bau zum Vorbild für einige Galerien in Rom, St. Petersburg und Kassel.

Nach starker Beschädigung vor allem des Mittelteils in den Jahren 1943 und 1944 wurde die Pinakothek von 1952 bis 1957 durch Hans Döllgast wiederaufgebaut. Hiebei wurde auch das Haupttreppenhaus von der Barer Straße wegverlegt und nimmt nun fast die gesamte nach Süden orientierte, einst reich stuckierte Loggia ein. Die Art des Wiederaufbaus, welche die Zerstörung sichtbar lässt, wird in der Öffentlichkeit bis heute zwiespältig beurteilt, von Denkmalpflegern jedoch allgemein als eine herausragende Leistung angesehen.

1994 wurde das Gebäude aufgrund einer Generalsanierung geschlossen, eine Auswahl von Meisterwerken in der Neuen Pinakothek ausgestellt. Am 23. Juli 1998 wurde die Pinakothek wiedereröffnet.

Eine neue Wandbespannung bekleidet seit Herbst 2008 die Säle im Obergeschoss der Alten Pinakothek mit einer in Lyon gewebten und gefärbten Seide (Seidenfaille). Die neue Farbgebung in Grün und Rot greift zurück auf die Gestaltung der Säle, wie sie seit der Erbauungszeit der Alten Pinakothek und bis weit in das 20. Jahrhundert vorherrschend war. Schon für König Ludwig I. von Bayern und seinen Architekten Leo von Klenze bedeutete die Verwendung einer Wandbespannung alternierend in Rot und Grün die Weiterführung einer Tradition, die bis auf die Altmeistergemälde des späten 16. Jahrhunderts in vielen der großen Gemäldegalerien Europas (Florenz, London, Madrid, St. Petersburg, Paris, Wien) zurückgeht und dort bis heute existiert. Die bestehenden Neubespannungen wurden aus Spenden finanziert (Stiftungen, Privatpersonen, Vereine).

Räumlichkeiten der Ausstellung[Bearbeiten]

Beispiel: Saal IX

Die Ausstellungsräume befinden sich im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss. Der Großteil der Werke ist im ersten Obergeschoss ausgestellt. Bei den Räumlichkeiten wird zwischen Sälen und Kabinetten unterschieden; in den Sälen werden vornehmlich bedeutende oder große Kunstwerke ausgestellt, während in den kleineren Kabinetten an der Seite zum Skulpturenpark kleinere und weniger bedeutende Bilder ausgestellt werden. Belegung der Räume in Erdgeschoss und Hochparterre:

Belegung der Räume im Obergeschoss, dem hauptsächlichen Ausstellungsraum:

Die Sammlung[Bearbeiten]

Mehr als 700 Gemälde[4] der mehrere tausend Bilder umfassenden Sammlung sind in den 19 Sälen und 47 Kabinetten ständig ausgestellt; dazu kommen Wechselausstellungen. Die folgende Aufstellung enthält einige bedeutende Werke:

Deutsche Malerei des 14. bis 17. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Die Alte Pinakothek besitzt die umfangreichste Sammlung an altdeutscher Malerei, darunter Werke von Stefan Lochner („Anbetung des Kindes“, 1445), Michael Pacher („Kirchenväteraltar“, um 1480), Albrecht Dürer („Selbstbildnis im Pelzrock“ 1500) (Paumgartner Altar, um 1503) („Die vier Apostel“, 1526), Hans Baldung Grien („Markgraf Christoph von Baden“, 1515), Albrecht Altdorfer („Laubwald mit dem Heiligen Georg“, um 1510), („Susanna im Bade“, 1526), („Donaulandschaft“, um 1525), („Die Alexanderschlacht“, 1529), Lucas Cranach d.Ä. („Kreuzigung Christi“, 1503), Hans Holbein (Sebastiansaltar, „Martyrium des hl. Sebastian“, 1516), Matthias Grünewald („Die hl. Erasmus und Mauritius“, um 1520), Hans von Aachen („Sieg der Wahrheit“, 1598), Adam Elsheimer („Der Brand von Troja“, 1600), („Flucht nach Ägypten“, 1609), Johann Liss („Tod der Kleopatra“, um 1622)

Altniederländische Malerei des 14. bis 16. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Die Sammlung an altniederländischen Gemälden gehört zu den erlesensten der Welt und enthält Meisterwerke unter anderem von Rogier van der Weyden („Columba-Altar“, um 1455), Dierick Bouts („Ecce Agnus Dei“, ca. 1462), Hans Memling („Die Sieben Freuden Mariens“, 1480), Lucas van Leyden („Maria mit dem Kinde, der hl. Maria Magdalena und einem Stifter“, 1522), Gerard David („Die Anbetung der Könige“, 1523), Adriaen Isenbrant („Ruhe auf der Flucht“, um 1520), Jan Gossaert, gen. Mabuse („Danae“, 1527), Marinus van Reymerswaele („Ein Steuereinnehmer mit seiner Frau“, 1538) sowie Hieronymus Bosch („Fragment eines Jüngsten Gerichts“, Anfang 16. Jahrhundert).

Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Von vielen Wittelsbacher Fürsten gesammelt bildet die Sammlung holländischer Barockmalerei einen Schwerpunkt der Galerie mit Werken zahlreicher Meister wie Rembrandt van Rijn („Selbstbildnis“, 1629; „Die Heilige Familie“, um 1633; „Kreuzabnahme“, um 1633), Pieter Lastman („Odysseus und Nausikaa“, 1619), Frans Hals („Bildnis des Willem van Heythuysen“, um 1625), Carel Fabritius („Selbstbildnis“, 1650), Ferdinand Bol („Die Vorsteher der Amsterdamer Weingilde“, 1659), Pieter Claesz („Stilleben mit Zinnkanne“, um 1635), Adriaen van Ostade („Ausgelassene Bauern in einer Schenke“, ca. 1635), Salomon van Ruysdael („Flußlandschaft mit Fähre“, um 1630), Gerard Terborch („Ein Knabe floht seinen Hund“, um 1655), Willem van de Velde d.J. („Ruhige See“, 1655), Karel Dujardin („Die kranke Ziege“, um 1665), Jacob van Ruisdael („Eichen an einem Gießbach“, um 1675), Emanuel de Witte („Familienbildnis“, 1678) und Adriaen van der Werff („Spielende Kinder unter einer Herkules-Skulptur“, 1687).

Flämische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Die Sammlung flämischer Meister nimmt die zentralen Säle der Pinakothek ein und umfasst unter anderen Hauptwerke von Pieter Brueghel d. Ä. („Schlaraffenland“ 1566), Jan Brueghel d. Ä. („Seehafen mit Predigt Christi“, 1598), Peter Paul Rubens („Der Höllensturz der Verdammten“, 1620/21) („Das Große Jüngste Gericht“, 1617) („Das Kleine Jüngste Gericht“, um 1620) („Löwenjagd“, 1621), Anthonis van Dyck („Selbstbildnis“, um 1621) („Susanna und die beiden Alten“, um 1622), Adriaen Brouwer („Kartenspielende Bauern in einer Schenke“, um 1631), Jacob Jordaens („Der Satyr beim Bauern“, nach 1620) sowie Jan Siberechts („Viehweide mit schlafender Frau“, 1660).

Die Rubenssammlung mit 72 Bildern ist die weltweit größte in einer ständigen Ausstellung. Das Gemälde Das Große Jüngste Gericht ist dabei das größte ausgestellte Gemälde des Museums.

Italienische Malerei des 13. bis 18. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Die Sammlung beginnt mit Werken der italienischen Gotik, darunter Giottos berühmtes „Abendmahl“ (kurz nach 1306), danach sind alle Malschulen der italienischen Renaissance und des Barock präsent mit Werken unter anderem von Fra Angelico („Grablegung Christi“, um 1438), Fra Filippo Lippi („Verkündigung Mariae“, ca. 1450), Leonardo da Vinci („Madonna mit der Nelke“, um 1473), Antonello da Messina („Annunciata“, 1474), Sandro Botticelli („Beweinung Christi“, um 1490), Domenico Ghirlandaio („Maria mit dem Kinde und den hll. Dominikus, Johannes dem Täufer und Johannes Evangelist“, um 1494), Lorenzo Lotto („Die mystische Vermählung der hl. Katharina“, um 1505), Raffael („Die hl. Familie aus dem Hause Canigiani“, um 1505), („Madonna Tempi“, 1507), („Madonna mit dem Vorhang“, 1514), Tizian („Die Eitelkeit der Welt“, um 1515) („Die Dornenkrönung“, um 1570), Jacopo Tintoretto („Vulkan überrascht Venus und Mars“, um 1555), Guido Reni („Die Himmelfahrt Mariä“ 1631/42), Luca Giordano („Ein cynischer Philosoph“, um 1660), Canaletto („Piazetta in Venedig“, um 1730), Giovanni Battista Tiepolo („Die Anbetung der Könige“, 1753) und Francesco Guardi („Regatta auf dem Canale della Giudecca“, um 1784).

Französische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Trotz der engen Beziehungen der Wittelsbacher zu Frankreich, ist die Sammlung französischer Gemälde die zweitkleinste Sammlung der Alten Pinakothek geblieben, mit Werken von Nicolas Poussin („Midas und Bacchus“, um 1627), Claude Lorrain („Seehafen bei aufgehender Sonne“, 1674), Nicolas Lancret („Der Vogelkäfig“, 1735), Jean Siméon Chardin („Rübenputzerin“, um 1740), Maurice-Quentin de la Tour („Mademoiselle Ferrand meditiert über Newton“, 1752), Claude Joseph Vernet („Orientalischer Seehafen bei Sonnenaufgang“, 1755), François Boucher („Madame de Pompadour“, 1756), Jean-Honoré Fragonard („Mädchen mit Hund“, um 1770) und anderen.

Spanische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Obwohl die Abteilung „Spanische Malerei“ die kleinste der Alten Pinakothek ist, sind alle großen Meister vertreten, darunter El Greco („Entkleidung Christi“, um 1595), De la Cruz („Infantin Isabella Clara Eugenia von Spanien“, 1599), Velazquez („Junger spanischer Edelmann“, um 1625), Jusepe de Ribera („Hl. Bartholomäus“, um 1635), Zurbarán („Die Grablegung der hl. Katharina von Alexandrien auf dem Berg Sinai“, um 1636), Alonso Cano („Die Muttergottes erscheint dem hl. Antonius“, um 1645), Murillo („Bettelknaben beim Würfelspiel“, um 1670) sowie Claudio Coello („Hl. Petrus von Alcäntara wandelt über den Fluß Quandiana“). Die Bilder von Francisco de Goya wurden in die Neue Pinakothek eingegliedert.

Beispielabbildungen[Bearbeiten]

Weitere exzeptionelle Bilder[Bearbeiten]

Träger und Förderer[Bearbeiten]

Die Alte Pinakothek ist Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und untersteht deren Leiter. Das Amt wird seit März 2009 von Klaus Schrenk bekleidet.[5] Hauptförderer ist neben dem Land Bayern, als Träger des Museums[6], der Pinakotheks-Verein (Verein zur Förderung der Alten und Neuen Pinakothek in München e.V.). Dessen Kuratoriumsvorstand ist Franz Herzog von Bayern, Schirmherren sind der jeweils amtierende Deutsche Bundespräsident, der Bayerische Ministerpräsident und der Chef des Hauses Wittelsbach. Vorsitzender des Vereins ist Wolfgang Sprißler, seine Stellvertreter sind Elisabeth Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und Georg Graf von Schall-Riaucour.[7] Satzungsziel des Vereins sind vor allem Ankäufe weiterer Kunstwerke für die Münchner Pinakotheken.

Sonderausstellungen[Bearbeiten]

(unvollständig) In loser Folge zeigt die Alte Pinakothek Sonderausstellungen, die konzeptionell weitgehend an die ständige Ausstellung angelehnt sind. Bisherige Sonderausstellungen waren unter anderem:[8]

  • Rembrandt: „Die Opferung Isaaks“ – Zum Gemälde Rembrandt van Rijns mit dem Motiv Opferung Isaaks (24. März bis 27. Juni 2004)[9]
  • Flämischer Barock für Schloß Neuburg – Zu den Gemälden im Residenzschloss in Neuburg an der Donau (23. Juni bis 5. September 2004)[10]
  • Von neuen Sternen: Adam Elsheimers „Flucht nach Ägypten“ – Zu Adam Elsheimers gleichnamigen Werk. Kurator: Marcus Dekiert (17. Dezember 2005 bis 26. Februar 2006)[11]
  • Leonardo. Die „Madonna mit der Nelke (14. September bis 4. Dezember 2006)[12]
  • Parmigianino und sein Kreis – Werke des Francesco Mazzola genannt Parmigianino, des ihn umgebenden Künstlerkreises und seines Nachfolgers Girolamo Mazzola Bedoli (22. November 2007 bis 24. Februar 2008)[13]
  • Rahmenkunst.“ Auf Spurensuche in der Alten Pinakothek – beinhaltete auch einen Teil die Rahmensammlung (28. Januar bis 18. April 2010)[14]
  • Arnulf Rainer – Der Übermaler. Retrospektive zum 80. Geburtstag des Künstlers in der Alten Pinakothek; Sammlung Moderne Kunst (10. Juni bis 19. September 2010) [15]
  • Vermeer in München – König Max I. Joseph von Bayern als Sammler Alter Meister (17. März 2011 bis 19. Juni 2011)[16]
  • Cranach in Bayern“, 14. April - 17. Juli 2011
  • ”Drunter und Drüber – Altdorfer, Cranach und Dürer auf der Spur“, 7. Juli bis 18. September 2011[17]
  • Perugino – Raffaels Meister, 13. Oktober 2011 bis 15. Januar 2012
  • „Brueghel“ – Gemälde von Jan Brueghel d.Ä., 22. März 2013 bis 16. Juni 2013
  • „Das Alte Testament — Geschichten und Gestalten“, 18. Juli bis 20. Oktober 2013
    Plakat für die Sonderausstellung „Das Alte Testament — Geschichten und Gestalten“ 2013, Alte Pinakothek.JPG
    (Ausstellungsplakat: siehe rechts)
  • „Canaletto. Bernardo Bellotto malt Europa“ 2014.

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhold Baumstark (Herausgeber): Alte Pinakothek. Die Meisterwerke. DuMont Buchverlag, Köln 2006, ISBN 978-3-8321-7592-4.
  • Rüdiger an der Heiden: Die Alte Pinakothek. Sammlungsgeschichte, Bau und Bilder. Hirmer, München 1999, ISBN 978-3-7774-7840-1.
  • Martin Schawe: Alte Pinakothek München, Reihe Prestel Museumsführer, 143 Seiten, München, Prestel, München 1999, ISBN 978-3-7913-2114-1.
  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hrsg.): Altdeutsche und altniederländische Malerei. Alte Pinakothek. Texte von Martin Schawe. Hatje Cantz, Stuttgart 2007, ISBN 3-7757-1842-7
  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hrsg.): Holländische und Deutsche Malerei des 17. Jahrhunderts. Alte Pinakothek. Vorwort von Reinhold Baumstark, Texte von Markus Dekiert. Hatje Cantz, Stuttgart 2006, ISBN 3-7757-1844-3.
  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hrsg.): Italienische Malerei. Alte Pinakothek. Vorwort von Reinhald Baumstark, Texte von Cornelia Syre. Hatje Cantz, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-7757-1840-0.
  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hrsg.): Flämische Malerei. Alte Pinakothek. Vorwort von Reinhold Baumstark, Texte von Mirjam Neumeister. Hatje Cantz, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-7757-1841-7.
  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hrsg.): Französische und Spanische Malerei. Alte Pinakothek. Vorwort von Reinhold Baumstark, Texte von Helge Siefert. Hatje Cantz, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-7757-1839-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alte Pinakothek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.pinakothek.de Das Museum. Aufgerufen am 16. August 2010.
  2. Johann Michael von Söltl: München mit seinen Umgebungen, Seite 225. München 1854, abgefragt am 2. Januar 2011
  3. www.muenchen.de Sehenswürdigkeiten: Alte Pinakothek. Aufgerufen am 30. Januar 2013.
  4. www.pinakothek.de - Sammlung - Rundgang, aufgerufen am 22. Mai 2008
  5. www.pinakothek.de: Alte Pinakothek – Mitarbeiter. Aufgerufen am 25. Juli 2011.
  6. Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Staatliche Museen und Sammlungen in Bayern, zuletzt aufgerufen am 10. August 2012
  7. www.pinakothek.de - Förderer, Schirmherren, Kuratorium, Vorstand, aufgerufen am 22. Mai 2008
  8. www.pinakothek.de - Ausstellungsarchiv, aufgerufen am 22. Mai 2008.
  9. www.pinakothek.de – Ausstellungsarchiv: Rembrandt: „Die Opferung Isaaks“, aufgerufen am 22. Mai 2008.
  10. www.pinakothek.de – Ausstellungsarchiv: „Flämischer Barock für Schloß Neuburg“, aufgerufen am 22. Mai 2008.
  11. Lit.: Adam Elsheimer, Reinhold Baumstark und Marcus Dekiert: Von Neuen Sternen. Adam Elsheimers „Flucht nach Ägypten“, DuMont-Buchverlag, 2005, 226 Seiten, ISBN 978-3832175832.
  12. www.pinakothek.de – Ausstellungsarchiv: Leonardo. „Die Madonna mit der Nelke“, aufgerufen am 22. Mai 2008.
  13. www.pinakothek.de – Ausstellungsarchiv: Parmigianino und sein Kreis, aufgerufen am 22. Mai 2008.
  14. www.pinakothek.de Ausstellungsarchiv – Rahmenkunst, aufgerufen am 11. August 2010.
  15. www.pinakothek.de Kalender, aufgerufen am 11. August 2010.
  16. www.pinakothek.de Ausstellungsarchiv: „Vermeer in München“, aufgerufen am 25. Juni 2011.
  17. www.pinakothek.de Ausstellungsrückblick. Aufgerufen am 19. November 2013.

48.14833333333311.57Koordinaten: 48° 8′ 54″ N, 11° 34′ 12″ O