Hans Neusidler

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Hans Neusidler (auch: Neusiedler, Newsidler oder Neysidler; * 1508 oder 1509 in Preßburg; † 2. Februar 1563 in Nürnberg) war ein deutscher „Lautenschlager“ (Lautenist) und Komponist ungarischer Herkunft. Er gilt als einer der Hauptvertreter der frühen deutschen Lautenmusik.

Der Juden Tantz, Lautentabulatur von Hans Neusidler

Neusidler zog im Jahr 1530 nach Nürnberg, wo seine Werke auch zuerst veröffentlicht wurden. Seine Notenbücher enthalten ausführliche Anweisungen zum Spiel der Laute nach der deutschen Lautentabulatur und waren daher für den Selbstunterricht gedacht. Sie hatten großen Erfolg, weshalb Verleger aus Venedig, Frankfurt und Straßburg seine Lautentabulaturen nachdruckten. „Wie die meisten deutschten Lautenisten der Epoche repräsentiert auch er den Typus des gediegenen musikalischen Handwerkers, der ‚von seiner Kunst, soviel ihm Gott, von dem alle Gaben kommen, Gnad verliehen hat, seinen Freunden und Schülern mitteilt‘.“ [1]

Seine bedeutendsten Veröffentlichungen waren:

  • 1536 - Ein Newgeordnet Künstlich Lautenbuch - Der erst theil fur die anfahenden schuler
  • 1540 - Ein Newes Lautenbüchelein
  • 1544 (sic!) - Das Dritt Buch
  • 1549 - Das Ander Buch fur die erfahrnen

Seine Söhne Melchior Neusidler (1531–1590) und Konrad Neusidler (1541 bis nach 1604) waren ebenfalls Lautenisten und Komponisten.

Neusidlers Gassenhauer diente als Vorlage für die gleichnamige Komposition von Carl Orff von 1952, die zu den beliebtesten Stücken des Orff-Schulwerks gehört.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helmuth Osthoff, Klappentext zur LP Hans Newsidler: 8 Lautenstücke, Archiv Produktion 13031 AP (1952)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]